Beiträge von Gandorf

    @yane

    Weil man dafür Geräte braucht?!

    Hättest du einen Vorschlag für eine Prüfung:

    - die zeigt, dass der Hund in der Lage ist, eine nicht selbstbelohnende Tätigkeit unter Leitung seines Hundeführers auszuführen

    - die dafür notwendige Konzentration und Motivation 7-14 min aufrechtzuerhalten

    - nicht mit Beute oder Futter gelockt zu werden

    - mit klaren und vergleichbaren Bewertungskriterien

    - für alle Vereine, alle Sparten durchführbar ohne dass dafür extra Geräte im Wert von mehreren Hundert Euro angeschafft werden müssen.

    Gar nicht so leicht oder?

    Liebe Agis und Mods, schon gut,ich gönn dem Thema seinen Frieden!

    Ich kann nur ehrlich nicht leugnen, dass ich Vorteile darin sehe, wenn der Hund in einer Balance aus Trieb, Selbstständig und Aufmerksamkeit auf den Hundeführer stehen.

    (Und Balance heißt eben Gleichgewicht und nicht, dass einem in der Diskussion vorgeworfen wird, man möchte Agility mit einem zottelnden Hund oder IPO mit einem Stofftier laufen.)

    Dann ist die BH halt doch ein Menschentest:
    Macht der Hundeführer auch mal was, das er nicht einsieht?

    Kann ja für das friedliche Miteinander auf dem Turnierplatz auch mal förderlich sein, wenn man da auch mal großzügig eine Regel einhält, die man nicht so notwendig findet.

    @Bonadea

    Es scheint aber lenkbarere Hunde zu geben, als andere. Die der Mensch nicht im selben Umfang „erlaufen“ muss und im Notfall körperlich blocken.

    Dass Lenkbarkeit nicht zwingend an Geschwindigkeit gekoppelt ist, ist mir klar. Sicher aber doch an Aufmerksamkeit.

    Aber in einem Parkour indem viele Hunde ins Dis schießen hätte ein lenkbarer Hund schon mal ne Chance, weil der zu den wenigen gehört die zumindest mal nicht disqualifiziert wurden.

    Wäre ja vor einer besonders vertrackten Stelle nützlich den Hund nochmal aufmerksamer machen zu können.

    Lollipop Reifen hab ich gesehen.
    Bei den neuen Vollgriptunnel haben einige von größeren Problemen berichtet, dass deren Hunde schneller stolpern und der Sturz dann heftiger ist, weil abrupt gebremst und nichts gleitet.

    @Bonadea

    Da sichert die BH zumindest eine Minimalbasis. Geschwindigkeit ist ja nicht der einzige Weg etwas schwierig zu machen.

    Nachher kommt man nicht mehr hinterher die Geräte für noch höhere Geschwindigkeiten sicher zu machen.
    Das ist dann die zweite Engstelle. Nicht nur die nervige BH.

    @Bonadea

    Aber das schnellste Dis ist auch nur ein Dis.

    Wie kann sich ein Richter verplanen? Der Parkour muss regelkonform sein. Verletzungsträchtig sollte er nicht sein.

    Aber erfordert halt unterschiedliche Stärken.

    Wenn man es jetzt in den unteren Klassen nur noch selbstständiges Runterarbeiten fördert, und dann kommt mal ein Parkour der wegen besonders fieser Verleitungen und Wege ein etwas aufmerksameres Verhalten erfördert, dann können die Hundeführer eben nicht mehr taktieren, sondern nur noch zusehen, wie die meisten Hunde im fantastischen Tempo ins Dis rennen.
    Da ist dann ein Dis so nutzlos wie das andere.

    Damit ein normal schneller, höchst konzentrierter Hund auf einem normalen Turnier mit schwierigen Parkour eine Chance hat, muss er ja nicht traben. Aber zwischen schnell und schnell scheint es enorme Unterschiede zu geben.

    @yane

    Um deine Worte zu benutzen:
    Wenn du die Posts auf die du antwortest nicht liest oder lesen kannst, dann „halt doch einfach die Tastatur still.“

    Brizo hat aufgezählt was sie alles schon vorher für Sport und Alltag gebraucht hat.

    Ich hab‘s dir wiederholt.
    Bei der dritten Wiederholung würd‘s du es auch nicht lesen, oder?

    Ich hatte geschrieben „sinnvoll“ und „für modernen Sporthund“. Ich und jemand anderes hat ein Element genannt welches und wie es im Alltag nützlich ist.

    Niemand hat die BH als Alltagsprüfung bezeichnet.

    Les das doch bitte, falls möglich.

    @Bonadea

    Wenn es nur auf Gewindigkeit ginge, wäre ein Rennen auf ebender Strecke völlig ausreichend.

    Also geht es wohl auch etwas um Aufmerksamkeit auf den Hundeführer und Kontrollierbarkeit?
    Die Frage ist halt: Wie groß ist die Gewichtung ? Wie groß ist die Rolle die diese unterschiedlichen Punkte spielen?

    Es wär ja nicht meine laienhafte Meinung, sondern andere AGI-Sportler, die fanden, dass es ein übergroßer Anteil an Dis war.

    Ein erfahrener Sportler taktiert doch, wenn er seinen Lauf plant:
    „Mit dieser Variante bin ich recht sicher, aber vielleicht nicht der Schnellste.“
    „Mit dieser Variante spar ich maximal Zeit aber das Fehlerrisiko ist gigantisch.“

    Dann müssten doch einige dabei sein, die spätestens dann den sicheren Weg wählen um zumindest eine Chance zu haben, wenn sie sehen wieviele es der ersten Starter rausgehauen hat.

    Oder waren wegen der Vorsuswahl nur noch Leute übrig, die Kamikaze können?

    Auf der Facebook Seite von Agility Live wurde diskutiert, dass es für die Zuschauer nicht recht interessant war, wegen der Dis Flut.

    Hätte da eine andere Vorauswahl nicht zu einem Starterfeld mit mehr Finishern geführt die überhaupt eine Chance aufs Treppchen haben.

    @yane

    Hast du den Post von Brizo überhaupt gelesen, auf den ich mich beziehe?

    Macht mich ein bisschen sprachlos wie wenig deine Zitate damit zu tun haben. Woran liegt das?

    Brizo schrieb etwas von Erwartungshaltung auf dem Platz, sich nicht von ihr entfernen, Futterhand oder Target folgen, etwas tun sich wenn nicht gleich mit Belohnung gewunken wird. Verlässlich im Platz bleiben.

    Da war nicht die Rede von „Vorsitz“ - ohne den man die BH übrigens noch bestehen kann.

    Das im Rudel vieles schwieriger ist, ist logisch. Du könntest deine Hunde auch nicht im Rudel durch den Agility Parkour schicken oder alle gemeinsam auf den Arm nehmen.
    Beweißt aber gar nichts.
    Das heißt nämlich nicht, dass das mit einem Hund nicht sehr wohl geht.

    Für mich als Außenstehender sieht es manchmal so aus, als ob die BH die letzte Notbremse ist, damit Agility nicht zum reinen Hürdenrennen wird.

    Die BH schreckt Einsteiger ab, die nur AGI machen wollen.
    Aber es beklagen sich auch viele, dass man es nur noch in die A3 schafft, wenn man einen genetisch blitzschnellen Hund besitzt.

    Soweit so gut. Aber war es die WM Qualifikation in der massenhaft Bodenlenk-Raketen ins Dis liefen, weil sie sich nicht auf einen Parkour einstellen konnten, der mehr Aufmerksamkeit erfordert hätte?

    Wäre es nicht an der Zeit zu überdenken, dass man etwas weniger km/h mit etwas mehr Aufmerksamkeit und Impulskontrolle kompensieren könnte?
    Dann hätten auch mäßig schnelle, gut trainierte Hunde eine Chance.

    Und die BH sähe sofort weniger sinnlos aus, weil Aufmerksamkeit einen anderen Stellenwert hätte.

    Beim Vielseitigkeitsreiten gibt es auch immer einen einfacheren Umweg und eine knifflige Abkürzung.

    Schlimm hab ich wo geschrieben? :ka:Belastend find ichs, grad weil die BH zu einem ungünstigen Zeitpunkt einfach liegt in meinen Augen. Und halt nervig. Von schlimm hab ich nie etwas geschrieben.

    Und nein, nicht "absolut roh". Die Hunde können viele Dinge, die es in der BH indirekt braucht schon (Erwartungshaltung am Platz, fröhlich neben einem her laufen - nur die Seite müssen sie halt lernen) und sich nicht von einem entfernen, der Futterhand und dem Handtarget folgen, Sitz können sie für Fotos, abliegen tun sie ohnehin sehr zuverlässig, sie wissen das sie Verhalten weiter zeigen müssen, auch wenn keine direkte Belohnung kommt, sind ausdauernd darin einen anzugeifern, etc.). Die lernen halt links zu bleiben und ich setz drauf das Schema immer wieder zu laufen.

    Das alles ist für die BH nötig — und 90%, außer links bleiben, braucht ein moderner Sporthund sowieso.

    Dann ist die BH doch sogar sehr sinnvoll.

    Was sind schon 10 Tage? Die „verliert“ man doch auch, wenn man mal Grippe hat oder viel Stress auf der Arbeit.

    Körperlich sind Erholungspausen doch auch wichtig.

    Wenn die BH mit 12 Monaten wäre, dann könntest du auf deinem Lieblingsturnier die A3 einmal öfter im Hundeleben laufen.

    So hättest du halt eine längere Vorbereitungszeit, bis du in der A3 bist.

    Dafür nerven dich am Turnierplatz weniger spontane Jupp-hei-di!-Spontanstarter, die zwar chancenlos sind, aber doch mit ihrer Disziplinlosigkeit auf 2-3 Turnieren allen den Tag versauen müssen, bis sie *das* endlich glauben können.

    Solche würde bei Canicross-Läufen, RO und Obe schon gar nicht auftauchen, weil man da halt schon von Weitem sieht, dass das mit Schweiß und Training verbunden ist. Während Agility ist ja in Laien-Augen nur Fröhlichkeit und Spaß.