Beiträge von Gandorf

    Sagt mal, für wie lange haltet ihr es für okay deutlich über Fütterungsempfehlung zu füttern? Cana bekommt aktuell 200g Markus Mühle (Empfehlung 120g) und 150g Josera Sensi Adult und Mera Truthahn und Reis Junior gemischt. Mit der Menge nimmt sie endlich zu, aber das sind ca. 50% über Empfehlung, wenn ich von einem Wunschgewicht von 20kg ausgehe. Sie frisst die Menge, hat normal viel Output und ist fit und fröhlich. Aber sie bekommt natürlich eine ganze Menge mehr an Protein, Vitaminen usw.. Ich weiß, dass das MM eher im mittleren Kalorienbereich liegt, da könnte man also theoretisch noch dran drehen. Leider verträgt sie das Lupo Sensitiv (was ca 400kcal hätte) nicht so gut. Und kaltgepresst ist mir halt sympathisch, weil es nicht aufquillt. Also, einfach entspannen? Oder vielleicht doch noch was anderes versuchen? Ich tendiere eher zu entspannen, würde aber gerne eure Meinung hören ;).

    Mein Border Collie bekommt seit über 6 Jahren ca. 330g von den meisten Trockenfuttern. Ich mach mir auch keine Gedanken über etwas mehr oder weniger, sondern geh danach wie er sich anfühlt.

    Sein Normalgewicht sind auch 20kg.

    Kaltgepresst verträgt er sehr gut, aber von Lupo Sensitiv nimmt er bei sehr hoher Aktivität eher ab.

    Weil er derzeit sehr aktiv ist (täglich Rad Gassi und Hundesporttraining) und Winteranfang mit Winterfellwachstum noch dazukommt, bekommt er derzeit 330g Acana Wildcoast plus paar Leckerli.

    Das wird ja nächstes Jahr lustig…

    Wenn selbst eine Richterin bei ner Schulung nachfragen muss um die PO interpretieren zu können.

    Warum nicht eine PO veröffentlichen, die die Leute lesen und verstehen können, ohne Seminare zur Deutung besuchen zu müssen?

    In unserer Nachbarschaft haben sich drei Familien große Vorstehhunde als Laufbegleiter angeschafft.

    2x Deutsch Drahthaar, 1x Weimaraner

    Ich bin tatsächlich viel mit Rad und frei mitlaufendem Hund unterwegs — auch weil ich dann flexibel schnell nen Umweg nehmen kann um denen weiträumig auszuweichen.

    Die Besitzer wären bestimmt sympathisch, aber schon in Rufweite hängen ihre Hunde brüllend in den Stachelhalsbändern. Da möchte man nicht näher ran um sich zu unterhalten.

    Je nach Hundedichte kommen die so bestimmt nicht viel zum Laufen.

    eibwen

    Es ist absolut vernünftig, wenn du sagst, dass du von Aussies und Border Collies Abstand nimmst, weil du nun mal keine Schafe hast.

    Aber noch viel mehr solltest du das bei den Jagdhunden beachten.

    Du hast da von Wandelroeschen einen haarsträubend katastrophalen Tip bekommen — schau mal auf die Reaktionen auf den Beitrag.

    Genau um so etwas zu *verhindern* gibt es Threads wie diese.

    Damit sich niemand so einen extremen Spezialisten holt, der seit Jahrzehnten dafür gezüchtet wurde dafür zu brennen zB Wild aufzustöbern.

    Die verausgaben sich völlig dafür, ignorieren Schmerz und Verletzungen, sind dann wie im Rausch.

    Und jetzt kaufst du so einen Hund, damit er genau das NICHT tut, sondern entspannt neben dem Rad hertrabt.

    Das wird nie passieren.

    Der Hund wird todunglücklich, weil er alles sein Instinkt ihm sagt falsch ist, jahrelang an ihm herumtrainiert wird eine Lektion zu lernen, die er dank genetischer Auslese gar nicht lernen KANN,

    und du wirst todunglücklich, weil der Hund, der drinnen auf dem Sofa so lieb ist, draußen so spinnt.

    Und das jeden einzelnen Tag.

    Und Jäger sind nicht scharf drauf, einen 1-2 jährigen Jagdhund zu übernehmen, der nicht korrekt trainiert wurde, denn dann leiden die Wildtiere darunter.

    Showlinien können bei manchen Rassen gemäßigter sein.

    Aber es kann auch passieren, dass Hunde dabei entstehen, die dringend ihren Job tun wollen, es aber nicht mehr richtig können.

    Die Lösung ist:

    - einen erwachsenen Tierschutzhund zu wählen, bei dem du sehen kannst, wie er tickt: immer wieder kommen per Zufall Mixe zustande, die für dich passen können.

    - einen Rassehund zu wählen, dessen Rasse schon lang für Freizeitzwecke gezüchtet wurde

    - einen Rassehund zu wählen, der zumindest als „Allrounder“ und für „enge Zusammenarbeit mit dem Menschen“ gezüchtet wurde

    Retriever mögen es Dinge zu tragen und zu präsentieren.

    Bei der richtigen Retrieverrasse könnte Dein Freizeit-Dummy ausreichen.

    Aber für einen Jagdhund der fürs Aufstöbern, Treiben, Festhalten oder Schweißarbeit gezüchtet ist, ist das finden eines Stoffsäckchens nicht ansatzweise mit Jagd zu vergleichen.

    Eventuell werden auch andere kleine Hunde als Beute oder Raubwild betrachtet.

    Dagegen ist das „Problem“ ob der Hund 4 km mehr oder weniger am Fahrrad läuft ein Witz.

    Ich greife nochmal auf, was hier schon gesagt wurde:

    Das Hauptproblem von Hunden am Fahrrad ist die Körpertemperatur.

    Menschen schwitzen auf einer viel größeren Fläche, Hunde nur über die Zunge (und bisschen über die Pfoten).

    Darum geht’s.

    Beinlänge und Muskeln sind da zweitrangig. Jeder gesunde Vierbeiner erreicht Geschwindigkeiten, von denen man als Mensch nur träumen kann.

    Aber überhitzen können Hounds und Jagdspezialisten am Rad genauso. Eher mit dem Zusatzbonus, dass über ihr Limit gehen und umkippen.

    Wenn‘s blöd läuft stehst du dann an einem schönen Frühlingstag vor nem sterbenden Hund.

    Da hat eine gemäßigte Rasse, die vorher langsamer und „lustloser“ wird, einen großen Vorteil.