Alles anzeigenKann nur meine subjektive Perspektive wiedergeben, wir wandern viel und da sehe ich fast nie sehr kleine Hunde.
Muss aber nix heißen.
Ach doch, das heißt schon was. Es gibt einfach nicht so viele Halter kleiner Hunde, die wandern gehen oder größere Strecken laufen möchten.
Viele schaffen sich Kleinst- und Kleinhunde an, weil sie eben der Meinung sind, Runde um den Block dreimal am Tag und ansonsten Couch reichen vollkommen aus.
Das Vorurteil "Kleine brauchen/können/dürfen das nicht" hält sich hartnäckig.
Wenn ich mit meinen die großen Touren mache, sind wir mit zügigem Tempo mindestens vier Stunden unterwegs/in Bewegung. Eher fünf. Also so pi mal Daumen 15 bis maximal 20 km.
Damit gelte ich als Tierquäler bei manchen (Klein-)Hundehaltern. Kein Scherz. Durfte ich mir schon mehrfach anhören. Und das ist keine anstrengende Strecke, sondern schlichtes, flaches Land.
Meine Hunde kommen danach nach Hause, trinken was, essen und gucken mich dann an wie "Nochmal!" - während ich mich genau gar nicht mehr bewegen möchte. Aber jaja, ich quäle die...
Hätte ich einen kleinen Hund, würde ich ihm auch mehr Bewegung gönnen, als es (wahrscheinlich?) im Mainstream der Fall ist.
Aber es lässt sich auch nicht leugnen, dass ein kleine Lebewesen meistens weniger schnell ist, als ein Großes.
Wenn ich einen Zwerg mal ne Weile traben lassen möchte, muss ich dafür nur flott marschieren.
Bei nem 50cm Hund brauch ich dafür ein Fahrrad oder eine wirklich gute Läuferkondition.
Um mal Haken schlagend im Galopp abzudüsen reicht einem Zwerg eine viel kleinere Fläche, als einem 50cm Hund.
An so etwas denken eben Menschen, die sagen "ein großer Hund braucht mehr Bewegung".
Von der Dauer bleibt sich das gleich. Klar.
Und wenn man Jagdterrier und Windspiele mit Deutschen Doggen, Mastinos und Ridgebacks vergleicht, dann haut es natürlich auch nicht hin. (Wobei die Ridgebacks sehr viel schneller und mehr laufen würden, wenn sie sich wohl fühlen und der Jagdtrieb angesprochen würde.)