Beiträge von Gandorf

    Das kurz vor oder nach dem Kauf des Ersthunds die Nerven flattern, ist normal.

    Mein Mann und ich waren nach/mit diversen Kleintieren und Pferden eigentlich geübte Tierhalter. Trotzdem: “Was wenn der Hund irgendwas ganz Wildes tut, das ich nicht in den Griff kriege??”

    Was natürlich nicht eingetreten ist.

    Versuch doch dich über deinen erweiterten Bekanntenkreis oder Forum oder Facebook mit anderen Kleinhundehaltern zum Gassi zu treffen und lass dir von deren Alltag erzählen.

    Ob da bei Havanesern irgendwas ganz Wildes vorkommt, das dich aus der Bahn werfen würde.

    Ansonsten ein kleines Gedankenexperiment:

    Du lässt dich für einen Wurf auf die Interessentenliste setzen.

    Und stehst sogar auf Platz 1.

    Die Hündin wirft und ihr einziger Welpe ist der, der dir zugeteilt worden wäre.

    Den würde man nehmen und nicht über “falsch sortiert” nachdenken.

    Shalea

    Da war der Pudel das Opfer.

    Labrador nicht, weil gern Labbi genannt wird, was nicht wirklich Labbi ist.

    Silber/Charcoal Labbi, “Labbi-Mix” als Erklärung für massiven Schädel von Listenhund-Mix.

    Und letztlich die reinrassigen US-Arbeitslinien, die auch nicht das sind, was wir uns unter Labbi vorstellen.

    Munchkin1

    Ich finde den Chi eigentlich nicht so interessant, der vielleicht todernst Gift und Galle spuckt, den die meisten Menschen aber mit einem beherzten Griff absammeln können.

    Auch nicht das Riesentier, dass den Microhund gerötet hat, weil es sich versehentlich drauf setzte.

    Und auch nicht den 1 von 100000 Großpudeln, der an seltenem Hirntumor erkrankt total Hohl dreht und über außergewöhnliche Beißkraft verfügt.

    Das sind ja alles absurde Beispiele, weil entweder von Mensch leicht zu verhindern, Zufall ohne Aggression oder exorbitant selten.

    Das wäre doch ein nettes Forumsprojekt:

    Gesucht sind Zeitungsberichte von Collies, Pudeln und Whippets, die andere Hunde getötet haben.

    Auch in Ausnahmesituationen.

    Kommt das tatsächlich gelegentlich vor, oder ist das ein Fall von “Du kannst auch auf der Straße von einem Klavier erschlagen werden.”?

    Das wäre eine gute Aufgabe für Dackel und Terrier

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    1991 bei Wetten dass?!

    butyler

    Nur Spaßes halber: Labbi und Golden Retriever als größte Wasserratten, die die Welt je gesehen hat, sind dir zu wenig stoisch, oder?

    (Disclaimer: Auch bei Golden müsste man kräftig ausbürsten.)

    Schwimmen im Meer mit Salzwasser und Wellen, die ins Gesicht spritzen — machen das bei euch viele Hunde gern?

    Ich kann verstehen: Manches glaubt man erst, wenn man es erlebt hat — und würdest du dir jetzt einen netten regionalen Hund aussuchen, bliebe die Frage, wie es mit Leonberger gewesen wäre.

    Wenn du kannst besuch Leo-Züchter im deutschen Sommer, ob sie sich wirklich so verhalten, wie erwünscht.

    Weder mein Hund noch ich konnten bisher seine “eingebaute Klimaanlage” aktivieren: von innen kommt die Abwärme des Körpers die abtransportiert werden will —- und von außen heizt das Wetter und die Sonne.

    Wenn 13-18 Grad das Kälteste ist, was ihr zu bieten habt, dann wäre mein Langstockhaarhund nicht glücklich.

    15-20 Grad: noch angenehm (abkühlen mit Schwimmen)

    10-15 Grad: schön warm

    O - 10 Grad: schön warm (und Frauchen kann aufhören ständig die Unterwolle zu rupfen)

    - 10 bis 0: perfekt für Sport

    - 20 bis - 10: perfekt für Action und er legt sich zum Schlafen immer noch in Schnee

    Mein Avatar-Foto hab ich beim-10 Grad in den Tiroler Bergen aufgenommen. Da war er glücklich.

    Für das schottische Hochland wäre er perfekt ausgestattet. Und hübsch finde ich ihn auch.;)

    Er ist jetzt 7 Jahre alt und ein Superhund:

    ABER — seit er ein Jahr alt ist, ist mir klar, dass ich selbst für Deutschland, nicht mehr so viel Fell will.

    Ich verlinke dir mal den Fellpflegethread:

    Kampf der Unterwolle und Abhaaren ist ein Dauerbrenner.

    liliaceae
    10. Januar 2015 um 19:59

    butyler

    Einem RR Pulli oder Decke anzuziehen, geht schneller als einen Leonberger zu scheren (Maschinenpflege, Messer schleifen), aber darum geht es nicht.

    Du musst dich nicht so ärgern!

    Niemand im Internet kann dich aufhalten oder würde es auch nur mitbekommen, ob du dir so ein Bärenfell holst.

    Ich habe selber einen Langhaarhund und würde mir für Deutschland keinen mehr mit soviel Unterwolle holen, weil über 20Grad ist er entweder sehr gedämpft — oder kommt grad aus dem Wasser.

    Diese Einschränkung ist einfach schade.

    Stell dich drauf ein: ein Leonberger ist auch nur ein Hofhund. Der wird Besucher und andere Hunde genauso toll oder scheiße finden, und genauso stur/eigenständig sein wie alle anderen Hofhunde.

    In Texas und Dubai halten und trainieren sie sogar Pferde in voll klimatisierten Einrichtungen. Warum nicht.

    Aber wenn du jahrelang seine Hund kühlst, befeuchtest und vorher mit großem Zeit- und Geldaufwand importierst, weil du meinst, nur ein Leonberger könnte ein netter, großer Familienhund sein,

    dann ist das halt ein Irrtum, der dir das Leben unnötig schwer macht.

    Jeder dieser Hunde ist in einem normalen Tierheim prädestiniert dafür, Dauerinsasse zu sein

    Naja wobei auch bei der Hellhound eine Vermittlung eher fragwürdig ist. Drum stapeln sich die Hunde da ja. Zum einen, weil das Training schon unter idealen Bedingungen langwierig ist, zum anderen weil mit der Masse an Hunden und unter den Haltungsbedingungen nicht mehr wirklich von vernünftigem Training gesprochen werden kann.

    Da wird größtenteils auch nur noch verwahrt und im normalen Tierheim, wo der Hund halt dann ein lebenlang geschiebert wird, würd es wenigstens einen sauberen Schlafplatz und ausreichend Futter geben, um das Hund sich nicht prügeln muss.

    Aber lebenslang geschiebert werden — temporär sicher auszuhalten— aber macht doch nur Sinn, wenn zeitnah Aussicht auf Vermittlung besteht.

    Vergleichbar mit dem Aufenthalt auf einer Intensivstation: Tage, Wochen? Ja, wenn es danach besser wird.

    Aber Jahre bzw. lebenslang?

    Das ist doch kein erfülltes Leben.

    Ist das echt die Art, wie Hundehaltung aussehen sollte?

    Wem ist damit geholfen?

    Wir leben in einem Zeitalter der Informationskriege:

    Wahrheit gegen alternative Wahrheit.

    Nur weil man rational argumentiert oder sich auf Universitäten beruft, hat man noch keine 100% Sicherheit dass einem geglaubt wird.

    Oder überhaupt nur zugehört.

    Ich denke, dass man den Mythos vom “sanften Riesen”, von “Liebe ist genug” und “jede Rasse kann unkomplizierter Begleiter sein” nicht ausrotten kann.

    Die Menschen wollen das glauben.

    Jeden Tag wachsen Dutzende Ersthundehalter nach, die meinen der Aufgabe gewachsen zu sein.

    Reglementieren oder Einschläfern. Oder fällt jemandem ne dritte Lösung ein?