Die Schuldfrage bringt *dem Opfer* gar nichts.
Hund tot ist Hund tot.
Schwer verletzt und bis ans Lebensende behindert und gezeichnet bleibt auch gleich.
Ich wäre bei vielen “diese Rasse muss jeder mal probieren dürfen” und “dieser Hund muss noch durch 2-3 weitere Hände gehen dürfen” wesentlich entspannter, wenn’s im Ernstfall “nur” die Besitzer der gefährlichen Hunde trifft.
Das Risiko trägt aber hauptsächlich eine Gruppe, die gar nicht mitreden darf, ob sie denken dass man es “zumindest mal probieren sollte”.
Tot und schwer verletzt sind dann die Nachbarshunde, nicht der eigene. Oder gelegentlich die Nachbarsmenschen.
Natürlich gibt es bei Hunden auch in der kribbligsten Rasse noch einzelne perfekt gemanagte Hunde.
Und aus dem kleinsten, devotesten Hund lässt sich noch mit viel Fantasie eine Möglichkeit konstruieren, wie der tödlich sein könnte.
Aber generell hat man bei Hunden einfach mehr Hinweise VORHER wie sich Rassen in Bezug auf “Durchschlagskraft” (Größe, Gewicht, Härte, Beißkraft…) und Wesen entwickeln, als beim Mensch.
Ein Mensch ist immer erst ein unbeschriebenes Blatt und alle gleich.
Da kann man nur bei den Hunden vorsortieren, wenn man mal was für Hunde und Menschen tun will, die schwer verletzt wurden und Schmerzen leiden müssen und nichts weiter verbrochen haben, als dem falschen Mensch-Hund-Team zu begegnen.
Die bekommen nämlich keine 2-3 Chancen diesem Schicksal zu entgehen.
Aber da wird nach “oh wie traurig” ein Haken drunter gemacht.
Mein Eindruck ist, dass es wesentlich mehr schwierige Hunde gibt, als Menschen, die sie dauerhaft Verantwortungsvoll und fachmännisch führen.
Außerdem, dass die Dunkelziffer bei verletzten und getöteten Katzen und Hunden sehr hoch ist. Bei ner Katze merkt es der Besitzer uU erst Stunden oder Tage später. Beim Hund lässt nach dem ersten Schock bei vielen Leuten die Kraft nach, sie trauern und haben nicht die Energie für Ämtergänge oder erstmal Detektiv zu spielen um Name und Anschrift des anderen Hundehalters zu ermitteln.
Ich find’s nicht in Ordnung, Statistiken so zu verdrehen.
Soundsoviele Leute sterben, weil sie aus dem Bett fallen.
Und? Willst du damit sagen, dass Hundebissopfer selbst zum Schlafen zu doof gewesen wären?
Ich trau’ dir absolut zu, dass du dir denken kannst, dass ein großer Prozentsatz derer, die sterben weil sie aus dem Bett fallen, hochbetagte, alte Senioren sind. Da lässt es sich kaum vermeiden, dass die im Bett liegen.
Genauso, wie es sich kaum vermeiden lässt, dass man in der Küche das Risiko eingeht ein Messer zu benutzen.
Aber hohe Plattformen ohne Geländer, oder scharfe Samurai-Schwerter braucht (fast) kein Mensch.
Da gibt es auch Einschränkungen. OBWOHL man theoretisch jedem Erwachsenen zutrauen könnte, damit verantwortungsvoll umzugehen.
Tja. Will nicht gemein sein. Aber viel zu Viele können das halt nicht. Ist so. Was willste machen?!