Beiträge von Gandorf

    - schreiendes Rehkitz erlösen, das der Hund „im vorbeigehen“ einfach mal gefangen hat.

    Dann ist aber was Grundlegendes schiefgelaufen......! :face_screaming_in_fear:

    Verantwortung Hundeführer sag ich nur.

    Wahrscheinlich geht das halt nicht besser — kann man solche Zwischenfälle nicht verhindern.

    Gerade in der Ausbildung nicht.

    Für das Wildtier (Rehkitz oder langsam niedergekämpften Fuchs) ist das aber Qual.

    Da finde ich als Mensch mit Empathie die lachenden Emoticons die dein Beitrag bekommen hat verstörend. Was ist daran lustig?

    Hunde, die heterozygot das MSTN-Gen tragen, haben so etwas wie eine doppelte Muskulatur.

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17530926/

    Bully-Whippets rennen schneller als ihre Kollegen ohne dieses Gen.

    Noch bekannter ist das MSTN-Gen in der Masttierzucht, wo es ja um die Produktion von von Muskelfleisch geht.

    Mich würde interessieren: Wie geht es Tieren, die dieses Gen homozygot tragen?

    Oder werden die heterozygoten Träger gezüchtet, indem man heterozygote Träger mit homozygoten Tieren ohne Genveränderung verpaart?

    Aber dann hätten nur 25% der Nachkommen dieses Gen, oder?

    So, jetzt sage ich ihr, Ally braucht mehr Freilauf (hat sie, frisst Müll und bewegt sich nicht viel), mehr Tricks (machen sie gelegentlich), mehr Schwimmen, mehr Spaß und mehr Beschäftigung mit dem Hund

    Dann sollte sich Allys Frauchen an ihre Physiotherapeutin wenden

    Ihr Frauchen denkt sich dann, dass sie das alles schon tut, es trotzdem nichts fruchtet

    Wenn sich nix tut, was sich tun sollte und da sollte die PHYSIO, nicht DU, bei den Muskelaufbauprogramm in der Freizeit mal drüber gucken.

    Jo. - Die sagt ihr, was sie machen soll. Anscheinend nicht wieviel. - Ist ja individuell, nö?
    Ist auch ne Einnahmequelle. Solange die Besitzer weiter zahlen und sich gebauchpinselt fühlen.

    Ist ein bisschen Geschmacksache, ob man Dienstleistern bei wirklich Allem das Denken überlässt.
    Geht ja nun nicht gerade um das Einrenken eines Knochens oder eine Blinddarm-OP.

    Sondern nur um etwas Bewegung, das andere Hunde haben.

    Aber das ist ein RIESEN-Geschäftszweig, der erst richtig anfängt zu Boomen.
    Nach den Nagelstudios, den Hundeschulen, den ganz speziellen Tierfotografen - jetzt die Hundeernährungsberater und Sportphyios.

    Ich hab übrigens GAR NICHTS gesagt. Außer Mut gemacht und sie soll dran bleiben an dem Thema. Kann man ja so auch nicht lassen.

    Ich sag ihr aber auch, dass das "nicht so mein Ding" ist. Aber das muss "jeder selbst entscheiden". Ganz individuell.

    In einem Jahr von 0 auf 4 Seminare zu dem ganz speziellen Thema Sportphysiotherapie von Hunden in meiner Region.
    Klingt gut - auch wenn mir der Freizeitsport mit Hunden nie so mega riskant und gefährlich vorkam.

    Aber was machen jetzt die Vereinskollegen nach ihrem 90€ Seminar? - Die Klassiker Slalom durch die Beine, bisschen Männchen... Also so ein bisschen. Dann sind zwei Händchen Leckerlis schonmal dafür verfüttert worden, aber anders hätte der Hund nicht um eine Pylone laufen können ohne sich das Skelett zu schrotten.

    Vielleeeeeeeeicht würde es das Skelett auch erleichtern, wenn die Hunde weniger Wurst bekämen. Aber ohne Leckerlis kannst solche Übungen auch nicht machen. Lieber nicht zergeln oder etwas werfen, ohne Aufwärmprogramm.

    Gibt's eigentlich noch jemand, der mal auf ein deftiges sportliches Ziel hintrainiert hat? Haben da so 3-5min oder 1-2 Wiederholungen oder ein Kurs einmal wöchentlich so merklich etwas gebracht?

    Ich mag ne Sportniete sein, aber weder Kraft, noch Ausdauer, noch Technik ging irgendwas weiter, wenn nicht Regelmäßigkeit, Disziplin, Wiederholungen und Anstrengung dabei war.

    Ich raten niemand davon ab. - Aber ich müsste lügen, wenn ich nicht den Verdacht hätte, dass Kleinigkeiten wie Rückwärtsgehen als monströse Herausforderungen verkauft werden, weil die Besitzer dann stolz sind, ihrem Hund applaudiert wurde und sie dann lieber kommen, als wenn man ihnen sagt: "Die täglichen Spaziergänge müssten doppelt so lang sein, wenn sich da was bewegen soll."

    Und keine Regeln -- dann täten diese "unbegabten" Leute rumprobieren, sich Ammenmärchen erzählen lassen, den Hund vermenschlichen und ihm unterstellen er sei trotzig oder wolle sie dominieren...

    Ich kann mir nicht vorstellen, wie Leute, die keine Regel für sich anpassen oder bei Bedarf aussetzen können, im absoluten Info-Vakuum plötzlich zu Wissen, Timing und Bauchgefühl kommen.

    Das werd ich mal dem Terrier vorlesen - ich hab es seit nunmehr 13 Jahren noch nicht geschafft, diesen Hund mal über längere Strecken zum Traben zu bringen. Entweder sie geht Schritt und schnüffelt, oder sie galoppiert in allen Tempi. Bevorzugt sehr schnell. Wenn ich ihr das mit dem Hundetrab, den all ihre Vorgänger bevorzugten, mal an der Leine vermitteln will, ist sie dermaßen sauer und angespannt über diese Einschränkung,dass sie Pass geht. Dabei kann sie so schön und raumgreifend traben - aber es ist einfach nicht ihre Gangart.

    Du könntest ja einen Gegenvorschlag machen, wie ich gleich im Eingangpost angeregt hatte.
    Einer, der auch auf Hunde wie deinen Terrier passt.


    Wenn jetzt welche Schreiben, (sorry, Swiffer deine Identität will ich dir nicht nehmen, aber manchmal ist mal als Mensch einfach Teil einer Gruppe und nicht DIE EINE) zu nem gesunden Hund gehört mehr und Geschicklichkeit braucht's auch.
    Das ist das natürlich nicht falsch. - Aber solche Allgemeinplätze helfen nicht wirklich weiter.

    Beispiel:

    Frage: "Och Mann. Ally ist noch gar nicht so alt. Aber ständig ziept irgendetwas. Ich könnte wöchentlich mit ihr zum Chiropraktiker gehen, dabei machen wir doch schon Tierphysio (alle zwei Wochen). Sie bräuchte wirklich mehr Muskeln."

    So, jetzt sage ich ihr, Ally braucht mehr Freilauf (hat sie, frisst Müll und bewegt sich nicht viel), mehr Tricks (machen sie gelegentlich), mehr Schwimmen, mehr Spaß und mehr Beschäftigung mit dem Hund.

    Ihr Frauchen denkt sich dann, dass sie das alles schon tut, es trotzdem nichts fruchtet und ich ihr unterstelle, dass sie ihren Hund nicht beachtet. Denn sie wöchentlich zur irgendeiner Hundetherapie schleift.

    Die Hündin und ihr Frauchen gibt's übrigens wirklich. Sie ist HD-ED-OCD und Wirbelsäule geröngt, vom Gutachter ausgewertet, mit Top Ergebnissen.

    (Und sieht ihren Tierarzt sicherheitshalber ziemlich häufig. Die Besitzer wollen nichts riskieren.)

    Ihr Lieblingsmensch meint halt, sie tut viel. Andere würden sagen, es ist wenig.
    Wer weiß schon, was stimmt.

    In jedem Fall fühlen sich die zwei nicht wohl.

    Einige hatten Bedenken, dass 30min Trab hundeschädlich und missverständlich interpretiert werden könnte.

    Ich habe nur bedenken, dass so eine "Regel" wieder völlig überinterpretiert werden würde, sodass man riesige Probleme wittert, wenn es denn mal 20 oder 40 minuten waren. Oder gar mal einen Tag ausfallen musste.

    Oder eben der Hund, weil er 30 Minuten traben MUSS, auf jeden Fall dazu herrscht wird, egal, ob er dazu gerade in der Lage ist, oder nicht.

    So wie die " ein Welpe muss 20Stunden am Tag schlafen" -Regel.

    Wenn du gewollt hättest, hättest du gleich in meinem ersten Post lesen können, dass ich Hunde-die-nicht-können ausgenommen habe.
    Ich weiß ja, dass es solche Disclaimer braucht, während Offline die Menschen einander zutrauen, dass sie es wahrnehmen, wenn Mensch oder Tier zu jung, zu alt, zu krank oder zu sehr von einer Behinderung eingeschränkt ist.

    Und Menschen in der Stadt?

    Da gibt's Mäuerchen, Bänke mit schmalen Holzleisten zum drauf balancieren, Bänke zum Drunter durchkriechen, Poller zum Draufhüpfen und Poller zum Slalomlaufen, Rasen, Kopfsteinpflaster, Wassergebundene Decke, Bäume, an denen Hunde auf den Hinterbeinen stehend Leckerchen suchen können, Findlinge, manchmal sogar Sand, Gittertreppen, Rohlstuhlrampen, Skaterparks, BmX-Parks.


    Ah und Rückwärtslaufen geht quasi eigentlich auf jedem Untergrund und jedem Wohnort.

    Einige hatten Bedenken, dass 30min Trab hundeschädlich und missverständlich interpretiert werden könnte.

    Ist es jetzt harmloser zu sagen: „Lass deinen Hund überall draufspringen und klettern: Parkbänke, Sportanlagen, Treppenhäuser…“

    Das finden Passanten und Sportler eventuell eklig, wenn sich da die Hunde tummeln. An den meisten Spiel- und Sportplätzen hängen eh Hundeverbotsschilder.

    Dann braucht‘s ja sowas wie Wiederholungen und Regelmäßigkeit. Da wundern sich bestimmt einige, dass sie ihren Hund aus dem Auto heben, damit er dann Betonsockel rauf und runter springt.

    Und Menschen in der Stadt?

    Stell dir vor, Menschen die in der Stadt leben gehn auch mal aus der Stadt raus, die sind da nicht festgekettet ... oder es gibt Stadtparks (ja in den Parks durfte man Hunde frei laufen lassen wenn sie gehört haben)

    Ne jetzt mal im Ernst ... das reinste Wunder wurde Whyona 15 Jahre alt.

    Als ob nur kränklich unterbemuskelte Hunde rumlaufen würden. Oder kennt ihr so viele Hundehalter die nur umn Block gehn? Also ich nicht.

    Zum Einen, weil’s vielleicht doch keinen Wald braucht um einen Hund gesund zu erhalten.

    Und wer in der „Stadt“ wohnt, aber mehr Grün und Natur um sich hat, als mancher Kleinstädtler, hat keins der Probleme um die‘s grad ging.