Beiträge von Gandorf

    Kurzhaar Collies

    nicht absolut stumm, aber auch nicht lauter als ein lebenslustiger Terrier :D

    Dafür etwas leichter zu erziehen.

    Statistiken schön und gut.

    Aber manchmal hilft auch, aus der Blase herauszutreten und einen frischen, nüchternen Blick auf die Materie zu werfen.

    Ja bitte!

    Und genau für letzteres eben auch die Zahlen.

    Auch die Zahlen, auch die Wissenschaft usw.

    Rein zahlenmäßig:

    Gehst du persönlich davon aus, dass die Zahl der Verletzten, misshandelten und verhungernden Hunde auf der Straße in etwa genauso groß ist, wie die in Privathaushalten in Industrieländern wie Kanada oder Deutschland?

    Du hattest ja schon gesagt, anekdotisch findet man auch misshandelte und verwahrloste Hunde MIT Besitzer.

    Aber ist es nicht naheliegend anzunehmen, dass sich kaum Leute einen Hund anschaffen um ihm dann beim Verhungern zuzusehen, oder in anschaffen, weil sie ihn vertreiben wollen?

    Das wären dann echte Sadisten (die angeblich selten sind) oder Animalhorder — die jetzt unter allen Tierhaltern auch keinen signifikante Mehrheit darstellen sollten.

    Statistiken schön und gut.

    Aber manchmal hilft auch, aus der Blase herauszutreten und einen frischen, nüchternen Blick auf die Materie zu werfen.

    Auf der einen Seite glaube ich absolut, dass jeder Mensch etwas braucht, was ihm *wirklich* Freude macht.

    Und wenn das Schokolade ist, dann ist das Schoki und der Tip “Iss nen Apfel!” wird einfach nicht funktionieren.

    Auf der anderen Seite verrennt man sich gern mal, wenn man sich zu lange nur in seiner schönen, heilen Welt bewegt.

    Wenn es nicht nur ein junger, gesunder, netter Hund sein muss, sondern nur eine ganz bestimmte Rasse, Geschlecht, Typ, Begabung und besondere Farbe —- sonst geht der GAR nicht.

    Dann frage ich mich: Sind wir vielleicht an Hunden schon zu verwöhnt und übersättigt?

    Wie jemand, der sich täglich kiloweise Sahnetorten kauft, um dann nur die Kirschen runter zu essen?

    Wäre ein Teil der Energie, den wir darauf verwenden den schönsten Ausstellungshund und geilsten Sporthund zu erzeugen (wie lang macht uns das glücklich? Bis die Konkurrenz aufgeholt hat?)

    nicht anderenorts besser aufgehoben?

    Ich rede nicht vom Ende der Rassehundezucht.

    Sondern nur, dass man sich mal überlegt, was wirklich elementar ist,

    und ob 350 Hunderassen (teilweise in genetischen Sackgassen), falsche Löckchen oder Hundertstel Sekunden die die Welt bedeuten etc.

    wirklich noch verhältnismäßig ist.

    Oder ein bisschen verrückt.

    Eventuell auch eine Art von Verfall.

    Wenn ein Hund. Einfach als Hund ohne “das Besondere” nicht mehr genügt.

    rinski

    Rückmeldungen sind wichtig.

    Ich möchte dir für die Fotos danken.

    Auch wenn das nicht die ersten Fotos und Berichte von Straßenhunden sind, die ich sehe.

    In mir haben sie diesmal noch mehr bewegt, als sonst, vielleicht braucht es manchmal doch die Wiederholung, damit eine Erkenntnis einsickert oder sich ein Entschluss festigt.

    Ich werd das mein Leben lang nicht vergessen und definitiv bei der Wahl des nächsten Hundes oder des nächsten sozialen Engagement danach handeln.

    Es ist nicht nur ein Einzelschicksal, sondern meine Masse davon. Tiere die wir so geformt haben, dass sie nicht ohne uns können, und dann lässt die Menschheit sie unverschuldet im Stich.

    Nicht als Politikum oder philosophische Frage.

    Sondern jeden einzelnen armen Hund.

    Und ja, auch die armen Menschen. Wo man sagen muss, am Härtesten trifft es genau die, die noch ein Gewissen und Mitgefühl haben.

    Kann mir ja nicht vorstellen, dass der Hund fröhlich seinen Ball apportiert hat und die Oma daraufhin quer über die Straße lief und einen Frontalangriff mit Schuh gestartet hat...Wäre ich da mit 2 kleinen Kindern unterwegs und uns bedroht ein Hund, würde ich allerdings auch einsetzen, was ich halt grad zu Verfügung hab. Man legt sich doch in Begleitung zweier Kinder nicht grundlos mit einem Rottweiler an...

    Gerade wenn Kinder dabei sind, greifen manche Menschen leider besonders schnell zu starken Mitteln. Dass aus Angst überreagiert wird, ist ja nicht super ungewöhnlich.

    Ich sage nicht, dass das hier so passiert ist! Aber ich wäre ehrlich auch nicht allzu geschockt, wenn herauskommen würde, dass der Hund beim Versuch an seinen Ball zu kommen schlicht zu nah an die Frau und ihre Enkel gekommen ist und die Frau aus Angst (wie viele Menschen haben Angst vor Hunden...besonders vor großen, schwarzen Hunden. Und dann noch ein kräftiger Rottweiler...?) schon auf "Gegen"angriff gegangen ist. Um sich und ihre Enkelkinder vor einer gefühlten Gefahr zu beschützen. Sowas sieht und hört man einfach zu oft, als dass ich es momentan schon ausschließen würde.

    So oder so hätte das aber auf keinen Fall passieren dürfen und ich hoffe das alle sich komplett erholen

    Ernsthaft.

    Welcher Besitzer eines Gebrauchshundes ist so hirnlos und wirft Beute auf der Straße in eine Passantengruppe mit kleinen Kindern?!

    Wenn man sich mal vor Augen hält, dass die meisten Hunde ihre Aufgaben dort nicht meistern können, wenn Herrchen nicht mit Leckerli in der einen Hand und ständiges deuten mit der anderen Hand direkt daneben steht,

    dann find ich’s schon deutlich cooler, wenn alleine 1 gesprochenes Wort ausreicht.

    Und da ist Trouble wirklich eine ganz andere Dimension: erledigt die Aufgabe ohne das Frauchen überhaupt in Sichtweite ist.

    Spricht auch für die Intelligenz des Hunde:

    2 mal darf man den Parkour ausprobieren. 2 mal dieselben bekannten Aufgaben in derselben Reihenfolge.

    Danach ist es kein großes Rätsel mehr.

    Gerade in den ersten Folgen hat man doch gesehen, wie sehr sich RTL bemüht hat bloooooooß keinen Border Collie zu zeigen.

    Was ja ok und verständlich ist.

    Da waren jetzt mindest genauso viele: dicke Russels, Riesen-Doggen, Neufundländer und Afghanen.

    Unfair finde ich, wenn man Hunde kritisiert gerade weil sie gut mit ihren Menschen zusammen arbeiten und nicht übergewichtig sind.

    Ist das nicht völlig sinnlos?

    Hunde, die keine Ahnung haben, was ihr Mensch ihnen sagen will, die unmotiviert, unsicher oder desinteressiert sind, trifft man zu Hauf auf der Straße und im Bekanntenkreis.

    Ein interessierter Shiba, der mutig und freudig in den Pool springt, genauso wie das Windspiel und der Sheltie —- DAS ist mal ne Sensation!

    Und wer mal nen Säugling hatte, der hat auch Hochachtung vor jeder Frau, die mal so “Nebenbei” nicht nur Familie und Beruf meistert, sondern auch noch was Neues mit dem Hund trainiert.

    Ich kann da Troubles Frauchen verstehen: Man ist glücklich genug, wenn überhaupt “der Laden läuft”.

    Zeit, die man dann nur mit dem Hund verbringen kann wird selten und man lernt sie sehr zu schätzen.

    Wenn dann als Sahnehäubchen noch bei rausspringt, dass man ein drittes Mal bei Top Dog ins Finale kommt, dann ist das nichts, das man ernsthaft zu hoffen wagt.

    Ich wäre (bin) auch mächtig stolz auf nen Hund, der Familienleben und “Sport” so toll macht und nen Mann, der einem ermöglicht, sich eine kleine Leidenschaft aus der kinderlosen Zeit zu bewahren!

    Ich denke auch für einen sehr abgeklärten Tierarzt, auch wenn er rein rational so einem Beschluss zustimmt,

    wäre es psychisch hoch belastend im Akkord 120 Hunde einzuschläfern.

    Drei Tage lang wäre er nur mit Einschläfern beschäftigt, wenn‘s reicht. Das sind ja alles keine Hunde, die sich entspannt behandeln lassen.