Besonders traurig, dass es hätte verhindert werden können, dass Thor als Bluter leben (und sterben) muss. Diese Erkrankung beim Beagle ist vererbbar, seriöse Züchter testen vorher..
Beiträge von Beaglebine
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Oh jaa, Fotos können täuschen. Ich hatte innerhalb eines Tages einen zu dünnen Hund (Bilddiagnose im Forum), einen mit Idealgewicht (TA + Waage) und einen zu fetten, abends beim Gassi.

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Hoffe den Sorgen-Oldies geht´s bald wieder besser

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Da kenne ich nach 10 Jahren mit Beagle schon eindeutig mehr, die Freilauf genießen können.
Bin aber auch in der "Szene" viel unterwegs gewesen - Beagletreffen, Beagle-, Spaziergänge usw. Da hab ich viele gesehen, die ich nicht geschenkt haben möchte - und viele, wo viel mehr drin wäre - hätte Halter Interesse dran..
So entspannt wie Lupo und ich sind aber wenige unterwegs, die meisten müssen beobachten, ab/umlenken wenn Beagle bestimmte Verhaltensweisen zeigt, die Umgebung im Blick behalten. Ich kann durchaus die Umgebung genießen, kann Fotos machen, Hund auch mal 20m hinter mir laufen lassen ohne die Befürchtung, dass er abzischt.
Viele versauen sich den Freilauf auch sehr flott, geben dem Beagle zu früh zu viel Freiraum, zu viel Zeit mit sich und der Spur - und dann isser weg, wo es doch sonst so gut klappt - ohne Ablenkung wohlgemerkt.
Selten werden bewusst Verleitungen gesucht & zum Training genutzt, zB die frische Wildspur auf der man gezielt Ruhe, Fokus zum Halter und Gehorsam üben kann.
Impulskontrolle ist den meisten auch fremd, man freut sich so, wenn der Beagle Ball & Stöckchen so freudig verfolgt.. Dass man da viel versaut in Sachen Freilauf (weil: Hund ist nun auch angefixt auf Bewegung-nicht nur Spur) verstehen viele nicht.
Generell ist die Einstellung: "Ist halt ein Beagle, eh kaum erziehbar, soll ja kein Roboter wie aufm Hundeplatz werden, wir sind ja nicht im Zirkus, ist eben eigenständig" unheimlich verbreitet- leider! -
Nicht jeder Spaziergang muss von vorn bis hinten Training sein, nein.
Aber die Freizeit, die Zeit wo Hund schnüffeln und sein Ding machen kann, wird klar vorgegeben (hier mit "Lauf" ), das wird dann durch Ansprechen oder Abrufen abgebrochen. Wirklich "gearbeitet" habe ich während dem Gassi minutenweise.
Kannst es dir so vorstellen: Wir gehen raus, erstmal muss Hund seine Geschäfte erledigen, daher gibt's Kommando "Lauf". Ich achte nur auf lockere Leine und dass er auf der zugewiesenen Seite läuft.
Hat er das erledigt, geht's ins Training. Ansprechen, Ranrufen, Loben. Dann lass ich ihn Mal sitzen/liegen, gehe 30m weiter, rufe ab, Hund kommt, wird belohnt, 2 Minuten "Fuß mit Blickkontakt", loben. Dann wieder mit "Lauf" in die Freizeit schicken.
Selbstständigen Blickkontakt immer loben-umso häufiger wird er dir gegeben.
Dann versteck ich was/schmeiß unbemerkt nen Dummy weg. Ich rufe den Hund, lass ihn sitzen und schicke ihn suchen. Fürs Apportieren wird er gelobt, dann schicke ich ihn nach 2-3x wieder in die Freizeit, wenn er eigentlich gern noch weiter machen würde..
Seh ich ne Mauer, nen Baumstamm o.ä. nutze ich das auch. Ich lass ihn balancieren, drüber hüpfen, drauf ablegen etc, Belohnung, Freizeit.
Hier gibt's inzwischen natürlich auch Runden, wo außer notwendigem Gehorsam nichts gefordert wird.
Das wird Beagle aber auch schnell fad, dann lassen sie sich nach einigen Tagen gern Unsinn einfallen bzw fallen in alte Muster zurück.
Nerven tut es den Hund nicht, wenn du es lohnenswert machst, auf deine Anweisungen zu reagieren, ganz im Gegenteil.
Ich habe anfangs sehr viel seiner Futterportion draußen gefüttert, Rest dann nach dem Gassi zu Hause. Futter war das einzige, was ihn intessierte, Spiel oder Streicheln war für ihn nicht lohnend.
Mein Senior (fast 15 nun) läuft die meiste Zeit "sein Ding" machend durch die Gegend.
Er bekommt sofort wache Augen und eine freudige Haltung, ist bereit wenn ich dann zwischendurch mal etwas an Übungen einbringe und mit Eifer dabei.
Zum Nebenherlaufen ohne Aufwand hast Du dir den falschen Hund ausgesucht.
Sieh es nicht als Arbeit, sieh es als Spiel mit Regeln & Gewinnen wenn ihr trainiert.
Man kann so viel mehr mit Beagles machen, als 15 Jahre nur hinterherlaufen. Musst nur was finden, was Spaß macht und konsequent sein. -
Den Reitbegleithund wirst Du, wenn Du weiter machst wie bisher, vermutlich vergessen können.
Ist gar nicht bös gemeint.
Dein Beagle macht draußen permanent, wofür er gemacht wurde - Spuren finden und ewig nachgehen, egal was im Weg ist, Wetter egal, Dornen egal.
Das ist Teil seines Jagdverhaltens, er geht weniger auf Sicht von Wild jagen. Das würde er auch ohne Dich genau so durchziehen (und dabei mächtig Spaß haben), Du bist dafür nicht nötig, kannst eigentlich auch daheim bleiben, mit Rückruf etc unterbrichst Du ihn nur irgendwie nervig bei "der Arbeit".
Für den Freilauf brauchts Kontrolle, gerade beim eigenständigen Jäger, der eigentlich ganz gut ohne Mensch parat kommt. Das geht nicht ohne Training. Hund sollte ein zuverlässiges "Stopp" beherrschen, Rückruf -egal was da des Weges kommt. Das ist das Mindeste.
Das wirst Du aber mit: " gemütlich schlendern und den lustigen Hund beobachten" nicht erreichen.
Ich kenne nun einige Beagle, die Freiläufer (auch die mit viel Jagdtrieb) leben alle bei Leuten, die mit dem Hund regelmäßig "arbeiten". Um für den Beagle draußen interessanter zu sein als sein Job (nichts anderes verlangst Du ja, wenn Du ihn beim Schnüffeln unterbrichst) muss man schon bereit sein, was zu tun. -
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Lupo 2009, kurz nach der Übernahme 5 jährig
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Du sprichst mir aus dem Herzen!
Aha? Du überholst Deine Maus dann, verstellst ihr sozusagen den Weg? Oder wie hast Du das gemacht?
Meine bleibt ja z.B. im Unterholz nicht festschnüffelnd stehen, sondern verfolgt schnellhundetrabend eine Spur.Da muss man schon mal flott werden.
Ja richtig, die laufen dann recht flott - bis die Leine eben zuende ist und bewegen sich dann dort, im äußersten Radius, zackig hin und her mit der Nase im Boden
Ich hab mich dann an der Leine entlang gehangelt, hab drauf geachtet dass sie nicht in seine Richtung locker wird (hätte ihn bestätigt) und bin dann vor ihn getreten, hab ihn deutlich angesprochen ("Hey! Raus da!",nicht laut, aber kein Gesäusel vom Tonfall her).
Freundlich ansprechen, ab/umlenken hab ich anfangs versucht, wenn ich angekommen war. Wenig bis keine Reaktion, er blendete mich direkt wieder aus und wühlte an der kurzen Leine weiter, dann eben um mich herum, versuchte auch mich wegzuschieben, meine Füße standen an einer interssanten Spur
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Einen Beagle wirst Du draußen zeitlebens im Blick haben müssen. Nicht nur wegen seiner
Jagdleidenschaft, sie sammeln nun mal auch gern jeden Dreck ein draußen oder gehen auf Erkundungstour.
Zur Erklärung, mein Beagle zog 5jährig unerzogen ein, hatte 2 Vorbesitzer, einige Macken im Gepäck, ziemlich desinteressiert an Menschen, kein Freiläufer, Leinenzerrer, Dieb, Müllschlucker, Katzenjäger, 1x nem Reh hinterher. Er kannte nichts anderes als Nase runter-vorwärts-Einsammeln was geht.Aber - es ist machbar mit Beagle entspannt spazieren zu gehen, wenn die Regeln klar sind.
Diese Regeln sind oft nicht im Sinne des Beagles - die muss man ihm dann nett-konsequent verkaufen.
Meiner Erfahrung nach, reagieren die meisten Beagle sehr gut auf klassische
Schwarz-Weiß-Erziehung. Du musst dabei sehr aufmerksam sein, gutes Verhalten wird verbal (und hin und wieder lecker) gelobt, schlechtes Verhalten (schon der Ansatz dazu) wird deutlich
benannt und verhindert - reagiert Beagle dann wieder wie erwünscht, bricht sein Verhalten ab, gibts Lob.Das "Raus da!" war bei uns auch Thema zu Beginn, Unterholz und Feld sind natürlich geiler als der öde Waldweg. Ich habe ihn beobachtet an der Leine (2,5 - 10m), lief er an der lockeren Leine auf dem Weg, gab´s öfter ein verbales Lob "Fein, weiter". Zeigte er den Ansatz ins Unterholz abzudriften gab es unser Abbruchkommando "Naaa!". Anfangs war ihm das ziemlich wurscht, wen interessiert schon so ein Mensch, wenn´s im Busch lecker riecht!
Ich habe dann nicht gezogen, 5x gerufen oder gewartet.( Mit Locken war bei ihm nicht viel zu machen wenn er erst mal die Nase im Boden hatte, er machte dann erst seins fertig und kam dann freundlicherweise.) Ich bin ins Holz getrampelt, vor den Hund, ein "Hey!" + "Raus da!" mit deutlicher Körpersprache auf den Weg zeigend. Meinte er, auch diese Aufforderung einfach ignorant wegschnüffeln zu können, hab ich ihn auch mal mit dem Bein von seiner Spur weggedrängt und ihn auf den Weg gescheucht. Dort gab´s dann ein kurzes Lob und " Weiter, Lauf" -beim nächsten Versuch seinerseits stockte er beim "Naa!" schaute zu mir und bekam dafür sein Lob.Er lernte schnell, dass ich tatsächlich meine, was ich sage und es auch durchsetze. Er konnte schon bald (und nun seit fast 10 Jahren) zuverlässig frei laufen, egal wo. Ich konnte (ist kürzlich taub geworden) ihn jederzeit abrufen, ablegen, warten lassen, er läuft an Essensresten und lecker Kot/Müll vorbei, schaut immer nach mir, hält selbstständig einen Radius von 5-10 m ein (könnte gern weiter).