Beiträge von gorgeous2000

    Gerade das ist doch das Gute an Rassehunden vom Züchter, man kann in so einem Fall, dass man ein Tier nicht mehr halten kann, sich wieder an den Züchter wenden. Die meisten Züchter fühlen sich für "ihre" Hunde auch nach dem Verkauf verantwortlich.
    Abgesehen davon kennen diese auch entsprechend viele Leute aus der Züchterszene oder Liebhaber dieser Rasse und können da mal nachfragen.

    Schau mal in Deinen Kaufvertrag, ob der Züchter ein Vorkaufsrecht drin stehen hat. Die meisten haben das, auch wenn dieser Passus vor Gericht womöglich nicht haltbar ist.

    Ich fänd es nur fair, den Züchter mit ins Boot zu holen und womöglich ist das sogar der einfache Weg als selbst den Hund an Dritte weiter zu geben.

    Bei einem guten Verein ist es eine gute Sache, PS zu sein.

    Ich mache seit zig Jahren PS für einen Verein (inzwischen um die 30 Hunde mehr als gut vermittelt) und bin mit deren Arbeitsweise sehr zufrieden. Vermittlungsarbeit wird sehr ordentlich angegangen und der Verein steht immer mit Rat und Tat zur Seite.

    Drauf einstellen muss man sich halt, dass man einen Hund auch mal länger da haben kann und somit auch sein Leben danach richten muss. Was ist, wenn ich mal weg muss, was ist mit Urlaub usw. Das alles will gut organisiert sein und der Hund sollte die Möglichkeit haben, voll am Familienleben teilzunehmen. Unter Umständen wird auch extra Arbeit fällig wie Training, Hundeschule usw.
    Die Gefahr, Pflegestellenversager zu werden, ist recht groß:-)d

    Ansonsten ist PS ein wichtiger Teil guter Tierschutzarbeit, denn die PS ist die erste Stelle, die einen Hund auffängt nach der Reise ins neue Leben.
    Je nachdem, wo ein Hund her kommt, kann es immer erstere Probleme geben. Viele Hunde leiden unter Stress, brauchen ausreichend Zeit und Ruhe, erst mal anzukommen. Ein gut eingezäunter Garten wäre da sehr von Vorteil.
    Das ein oder andere Malheur sollte man auch immer mit einplanen wie Stubenunreinheit, Zerstören von Gegenständen - viele Hunde werden vielleicht aufgrund von Stress erst mal krank oder haben Durchfall.

    Dies alles muss eine PS auffangen können und vor allem auch wollen.

    Die meisten Vereine werden darüber aufklären, welche Verantwortung man übernimmt und welche Rechte und Pflichten man hat.

    Der Großteil der Kosten wird der Verein übernehmen.

    Außerdem muss man auch Spaß und Zeit haben, eventuelle Interessenten zu empfangen und zu beraten.

    Wenn man wirklich die Lust und Zeit hat, ist PS eine dankbare Aufgabe und es ist schön, einem Hund den Start in ein neues Leben zu erleichtern.

    Gebt ihr Medika bezüglich der Demenz?

    Ginseng und Karsivan hilft oft sehr gut, den Hund in seinem Verhalten halbwegs stabil zu halten und die kognitive Dysfunktion etwas zu mildern bzw. das Fortschreiten der Erkrankung etwas aufzuhalten.

    Eventuell würde das die nächtliche Unruhe schon etwas verbessern.

    Vielleicht macht es auch Sinn, den alten Hund kopfmäßig etwas zu beschäftigen. Futtersuchspiele oder so was. Das macht vielleicht den Geist dann auch etwas müder.

    Ansonsten kann man wahrscheinlich nicht viel machen und wenn man jetzt anfängt, den Hund immer zu füttern, wird sich das Verhalten ja mit großer Sicherheit nicht einstellen.

    Auf jeden Fall zum Tierarzt, der Zahn wird sehr wahrscheinlich gezogen werden müssen.
    Und wenn der Hund dann eh in Narkose ist, kannst Du gleich eine Zahnreinigung mit machen lassen.
    Der Hund wird vorher sehr wahrscheinlich antibiotisch abgedeckt werden, eine Zahnentzündung ist kein Spaß, die Keime verteilen sich überall und werden immer wieder auch mit abgeschluckt.

    Zukünftig auf jeden Fall lieber die Finger von solchen Sachen wie Dentastixx lassen, die begüngstigen eine Zahnproblematik aufgrund des sehr hohen Zuckeranteils.

    Lieber auf gute Ernährung achten und dem Hund etwas zu Kauen geben, das die Maulflora nicht ungünstig beeinflusst.

    Im Zweifel halt Zähne regelmäßig putzen oder Zusätze ins Futter geben, die die Maulflora positiv beeinflussen.

    Wenn der Welpe gerade mal 8 Wochen alt ist, wenn Du ihn bekommst, würde ich mindestens 2 Wochen einplanen, ihn erst mal ankommen zu lassen.
    Also auf keinen Fall direkt zur Welpenstunde oder direkt in die große Weite Welt lassen. Er soll ja erst mal Dich kennen lernen, Dir vertrauen und nicht auf andere Hunde abfahren.

    Je nach Charaktere kann man entscheiden, wie viel man wann mit dem Hund macht, ich würde aber frühestens ab 11./12. Woche anfangen, ein bisschen was zu machen (kurze Spaziergänge, Welpenstunde usw.). Mit 12. Wochen gibt es erst die zweite Impfung und erst damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen, von daher würde ich erst mal nur gucken, dass der Hund seine neue Umgebung mit Ruhe kennen lernen kann.

    Also Ruhe, Ruhe, Ruhe, öfter am Tag zum Lösen in den Garten, Ruhe, Ruhe, Ruhe, Fressen, Ruhe, Schlafen.

    Je weniger Du den Hund jetzt schon aufdrehst, desto einfacher hast Du es später. Boxer sind sehr agile Hunde, die erst mal eins lernen müssen, nämlich Ruhe und Langeweile. Sonst bekommst Du vom Hund später eine Rückmeldung, die alles viel schwerer macht, spätestens in der Pubertät.

    Der junge Hund hat erst mal genug damit zu tun, euch, die neue Umgebung und die Alltagsstruktur zu verinnerlichen. Das reicht erst mal für die ersten ein bis zwei Wochen.

    Stubenreinheit ist das erste, was Du angehen müsstest, damit hat man meistens schon alle Hände voll zu tun.

    Ansonsten lernt er als erstes seinen Namen kennen, vielleicht schon kleine Rufübungen im Haus, aber mehr brauchst Du erst mal nicht machen.

    Weniger ist am Ende meistens mehr, Du hast noch sehr viel Zeit vor Dir, mit Deinem Hund alles Weitere zu erarbeiten.

    Dressurkommandos (Sitz, Platz) würde ich weit nach hinten schieben , als erstes würde ich so was wie auf Kommando ins Körbchen gehen beibringen und die Anfänge eines Abbruchsignals und erste Übungen für das spätere Alleinebleiben.

    Dann so was wie Übungen zur Frustrationstoleranz, Impulskontrolle.

    Das sind die wichtigen Dinge, die der Hund später können muss und die es Dir und ihm deutlich einfacher machen, wenn er das frühzeitig verinnerlicht.

    Sitz und Platz ist schnell beigebracht und das ist nichts, was mit Erziehung irgendwas zu tun hat.

    Also zeigt sie nur eine klassische Leinenaggression?

    Und ohne Leine passiert bei Hundekontakten nichts?

    Verstehe auch noch nicht so ganz, was genau Du als Aggression ausmachst.

    Ist die Hündin kastriert oder kann es auch einfach mit den Hormonen zusammen hängen bzw. damit, dass sie erwachsen ist und sich jetzt halt nicht mehr einfach mit jedem verträgt (wäre beim Aussie ja nicht soooooo untypisch, dass die nicht mit jedem Freund sind).

    Wenn das Verhalten nur an der Leine gezeigt wird, hast Du, wie viele andere eine klassische Leinenaggression. Die Ursachen können unterschiedlich sein (Unsicherheit, Frust, Ressource Mensch) und ist selten eine "ecchte" Aggression.

    Durfte sie sonst immer viel Kontakt zu Hunden haben bzw. frei entscheiden, ob sie Kontakt aufnimmt, auch an der Leine?

    Dazu kommt vielleicht noch der Schutztrieb, der sich beim Aussie recht spät zeigt. Könnte sein, dass sie Dich gegen andere abgrenzt.

    Meine Vermutung ginge eher in die Richtung, dass sie insgesamt vielleicht Frust schlecht aushalten kann und auf solche Reize mit innerer Unruhe reagiert und es schwer fällt, die Contenance zu bewahren bei Hundesichtung.

    Da wäre es sogar recht günstig, dass Du das Ball und Frisbeewerfen eingestellt hast, denn genau an der Stelle pusht Du so einen Hundetypus wahrscheinlich zu sehr auf und bringst ihm bei, auf bewegte Objekte zu reagieren. Das könnte sich somit auch jetzt an der Stelle zeigen, dass sie auf die Bewegung reagiert.

    Hütehundtypen reagieren insgesamt blitzschnell auf bewegte Reize, kommen schlecht runter, sind insgesamt oft sehr reaktiv, versuchen, zu kontrollieren, abzugrenzen, Ressourcen zu verteidigen.

    Das alles könnte im Zusammenhang mit der Leinenaggression stehen.

    Dazu müsstest Du allerdings mehr zum Verhalten schreiben.

    Kennt Dein Hund ein Abbruchsignal, hast Du in der Erziehung drauf geachtet, die Frustrationstoleranz zu erhöhen und im Bereich der Impulskontrolle zu arbeiten? All diese Dinge wären wichtig, besonders für schnell hoch zu drehende Rassen.

    Ich würde bei den FCI-Rassen 9 gucken.
    Das sind alles Begleithunde, die nie für eine bestimmte Arbeit gezüchtet wurden außer mit Menschen zusammen zu leben.

    Da habt ihr eine gute Auswahl, die meisten allerdings mit längerem Fell und Fellpflege muss man somit mit einplanen.

    Bologneser, Havaneser und Co, würden sich gut eigenen.
    Auf jeden Fall auf einen guten Züchter achten, da diese Rassen gerade sehr in Mode sind. Im Zweifel über den VDH nach Züchtern schauen oder bei entsprechenden Notseiten, wo man auch immer wieder Hunde finden kann, die ein neues Zuhause suchen, falls es nicht dringend ein Welpe sein sollte.
    So ein Rassehund kostest meistens ca. um die 1000 EUR, evtl. auch mehr. Alles, was billiger angeboten wird sind meistens Vermehrerhunde oder Ostblockimporte.
    Bei der Anschaffung also lieber nicht am Geld sparen.

    Für Anfänger wäre ein erwachsener Hund auf jeden Fall einfacher als ein Welpe. Famlientaugliche Hunde findet man auch im Tierschutz zuhaufe.

    Von Französischen Bulldoggen würde ich dringend abraten, zum einen wegen zu hoher gesundheitlicher Probleme dieser Rasse und zum anderen, weil das extrem köperbetonte Bollerköppe sind, die so gut wie nichts beeindruckt. Bei der Erziehung machen die es einem nicht einfach.

    Klar, kannst Du ihn tragen. Auf Deinem Arm wird er sich sicherer fühlen und Angst bestätigst Du damit nicht.

    Wichtig ist, dass Du vermittelst, dass Du selbst sicher bist in dem, was Du tust. Also immer agieren statt reagieren, einfach machen, Sicherheit vorgeben und vorleben.

    Da die ganze Geschichte scheinbar schon recht verfahren ist momentan, würde ich wirklich schauen, ihm mal stressfreie und entspannte Erlebnisse zu verschaffen. Also auch mal raus fahren, eine andere, etwas ruhigere Welt zeigen, wo er schnüffeln kann und schon mal ein bisschen seine Unsicherheiten ablegen kann. Damit er auf der anderen Seite der Waagschale einfach auch gute Erlebnisse mit Dir draußen verknüpft. Möglicherweise gibt ihm das schon ein bisschen Sicherheit, sich auch mal woanders was zu trauen.

    Und drinnen kannst Du ja auch einiges machen, ihn an Sachen heran führen, die er vielleicht auf den ersten Blick gruselig findet. Zum Beispeil eine Plane oder knisternde Folie auslegen, auf der er Leckerchen bekommt, Alles, von dem Du meinst, dass er da erst mal unsicher ist, es aber in ruhiger und gewohnter Umgebung machbar für ihn ist.

    Wenn er lernt, dass er mir Dir Situationen meistern kann, die er vorher gruselig fand, wird das einiges ausmachen. Lass ihm da einfach die Zeit, die er braucht um solche Dinge zu schaffen und er wird eine Lernerfahrung machen, die einfach wichtig ist.

    Die Scheinträchtigkeit müsste schon vorbei sein, der Hund müsste sich vom Zeitrahmen her in der Scheinmutterschaft befinden.

    Dass eine hormonelle Umstellung unter anderem auch Einfluss auf die Blase hat, kann sein.

    Abklären würde ich trotz allem eine Blasenentzündung oder eine vaginale Entzündung.

    Unterstützen könnte man evtl. mit Homöopathie.

    Rein theoretisch könnte man sagen, dass innerhalb der 8 Wochen nach der Stehzeit die Hündin scheinschwanger ist und dann ca. für noch mal 8 Wochen sich in der Scheinmutterschaft befindet.

    Dieser Vorgang ist eigentlich ganz normal bei Hündinnen und bei der einen mehr ausgeprägt als bei der anderen.
    Auch Verhaltensveränderungen gehören dazu und sind unterschiedlich.

    Ich glaube auch, dass Du da noch etwas Arbeit vor Dir hast.
    Wie lange hast Du den Hund denn schon?

    Zum einen hat der Hund ja nicht gelernt, nur an eine bestimmte Stelle zu machen, worauf viele Züchter durch entsprechendes Management schon ein Auge drauf gehabt hätte. Bei einer Stallaufzucht achtet da ja niemand drauf und die Hunde machen, wo sie gerade stehen und gehen.

    Das Problem ist jetzt gerade eigentlich nicht, dass er nicht draußen pinkeln kann, sondern eher die Umweltunsicherheit.

    Vom Dorfleben in die Stadt umzuziehen ist da einfach nicht leicht und es kann auch gut sein, dass der Hund durch mangelhafte Sozialisierung auf Umweltreize auch zukünftig deutliche Probleme haben wird. Ein ordentlicher Züchter hat die Welpen entsprechend auch darauf vorbereitet.

    Eigentlich müsste man da erst mal über Gewöhnung eine Entspanntheit beim Hund erzielen, dass er überhaupt in der Lage sein kann, sein Geschäft zu verrichten.

    Dazu kommt noch, dass viele junge Hunde, ihr sicheres Nest noch nicht gerne verlassen und erst recht draußen keine "Zeichen" hinterlassen wollen, das ist rein instinktives Verhalten.

    Ich selbst habe zwei Dackel aus dem Tierschutz und bei beiden war es am Anfang schwierig, ihnen beizubringen, dass sie sich draußén lösen sollen. Zum einen war Kälte das Problem, weshalb sie draußen nicht machen konnten und zum anderen auch eine Unsicherheit.
    Da ich einen Garten habe, hatte ich es diesbezüglich etwas einfacher. Bei meiner Dackelhündin war es anfänglich sogar so, dass sie auf Spaziergängen außerhalb nie gemacht hat und erst wieder, wenn sie im eigenen Garten war.

    Eigentlich bleibt Dir nicht viel übrig, als entweder weiter so zu machen wie bisher oder aber den Hund ins Auto zu packen und in reizarmer Umgebung mit ihm ein bisschen zu laufen.
    Von da aus könnte man sich dann Schritt für Schritt an weitere Umweltreize annähern und den Hund ganz langsam an Autos, Geräusche und Verkehr gewöhnen.

    Bis zur 16. Woche ist der Großteil der Synapsenverknüpfung im Gehirn abgeschlossen. Alles, was dann nich vorher angelegt wurde, ist nicht vorhanden.
    Rückgängig machen kann man da leider nichts mehr und man kann den Hund nur langsam über Gewöhnung an unbekannte Reize heran führen.