Wenn Hunde überwiegend im Garten gehalten werden sollen, würde ich auch eine Hütte mit großzügigem Auslauf zur Verfügung stellen. Ich finde, das ist das Mindeste, was man haben sollte, wenn man so eine Haltung vorzieht.
Ich hätte sonst auch einfach Bedenken, dass die Hunde sich aus dem Garten raus buddeln oder jemand Giftköder über den Zaun werfen oder die Hunde dauernd am Gartenzaun kläffen und sich die Nachbarn beschweren oder was auch immer.
Wenn die Hunde 8 Stunden am Tag sich selbst überlassen sind, hat man einfach wenig Kontrolle darüber, was sie machen.
Einen kompletten Garten würde ich nicht zur Verfügung stellen, wenn die Hunde den ganzen Tag unbeaufsichtigt sind.
Die Schäden durch Buddeln sind ja das eine und da lässt sich wahrscheinlich auch nicht abstellen, weil man ja tagsüber kaum Zeit mit den Hunden verbringt und erzieherisch einwirken kann, das andere ist einfach, dass ich nie weiß, ob die Hunde sich irgendwo verletzen, Dinge aufnehmen, die sie nicht aufnehmen sollen usw. Da kann einfach einiges passieren und ruhigen Gewissens könnte ich persönlich meine Hunde nicht im Garten lassen. Ich würde mir permanent Sorgen machen, weil man ja im Zweifel nie mitbekommt, wenn was ist.
Und dann auch noch ein intaktes Pärchen.
Diese Entscheidung ohne sich vorher entsprechend Gedanken gemacht zu haben oder entsprechende Vorkehrungen getroffen zu haben, ist mir recht unverständlich.
Ich würde also Sorge dafür tragen, dass die Hunde ordentlich untergebracht sind, ein großzügiges Gehege mit Unterschlupfmöglichkeiten haben und alles, was sie für den Tag brauchen.
Und kastrieren würde ich in diesem Fall die Hündin.
Auch wenn ich persönlich nicht für eine grundsätzliche Kastration bin, in diesem Fall bleibt wenig Raum, sich viele Gedanken zu machen, weil die Konstellation "intaktes Pärchen + sich alleine überlassen" einfach schon schwierig ist.
Wenn Du die Hunde während der Läufigkeit trennst, leiden beide Hunde und sind wieder alleine. Der Rüde wird zudem leiden, wenn er den Geruch der Hündin in der Nase hat.
Die Hündin müsste so abgeschottet sein, dass sie nicht weg kann und auch kein fremder Rüde durch den Gartenzaun dran kommt. Draußen halten geht dann also nicht, das wäre wirklich mehr als fahrlässig. Da hilft am Ende auch kein Zaun im Zweifelsfall.
Und sich jetzt Gedanken zu machen, dass eine Kastration ohne medizinische Indikation nicht richtig ist und der Hund eigentlich zu jung ist - unter diesen Umständen müsst ihr wahrscheinlich über so ein "Luxusdenken" hin weg sehen, weil einfach zu verhindern gilt, dass die Hündin von eurem oder irgendeinem Fremdrüden gedeckt wird.
Den Rüden zu kastrieren macht insofern keinen Sinn, weil er sehr wahrscheinlich trotzdem auf die Läufigkeit reagiert und auch als Kastrat einen kompletten Deckakt vollziehen kann.
Trennen müsste man also auch dann, einfach um die Gefahr einer Infektion der Hündin zu verhindern und gewährleisten zu können, dass die Tiere sich nicht alleine lustig vergnügen.
Wenn die Hunde beim Deckakt "hängen", kann das sehr gefährlich werden, vor allem für unerfahrene Hunde. Wenn die versuchen, auseinander zu kommen, weil sie Panik kriegen, ist das einfach brandgefährlich für beide Hunde.
Das sind alles Dinge, die man einfach nicht gewährleisten kann, wenn man die Tiere sich selbst überlässt. Was tagsüber passiert, liegt komplett ausßerhalb eures Einflussbereiches.
Kastrationschip macht auch keinen Sinn, weil es zu einem nicht ganz sicher ist bzw. man nicht weiß, wann genau der Rüde zeugungsunfähig ist und es (siehe oben) auch dann zu einem Deckakt kommen wird, der einfach zu verhindern ist aus oben genannten Gründen.
Eine Lösung wäre also nur, den Hunden ein Gehege zu bauen und die Hündin zu kastrieren. Und nach der Kastration, solange die Fäden noch drin sind, abzusichern, dass jemand die ganze Zeit ein Auge auf die Hündin hat für 7 bis 10 Tage, damit sie nicht mit Kragen alleine rum rennt oder es womöglich schafft, an die Naht zu kommen.
Alles andere wird nicht funktionieren.