Beiträge von gorgeous2000

    Wenn der Zahn aktuell schon ins Zahnfleisch bohrt, muss der Zahn raus. Egal, ob er eh bald von alleine raus fällt oder nicht.
    Und das geht nur in Narkose und das ist auch nicht schlimm.
    Den Preis finde ich eigentlich recht normal.

    Wenn sich da erst das Zahnfleisch entzündet oder der nächste Zahn irgendwann durchkommt und der alte noch nicht raus ist, dann tut es auch einfach weh und macht viel mehr Probleme.


    Gerade bei Minihunden sind Zahnfehlstellungen nicht selten, da muss man einfach immer mal ein Auge drauf haben.

    Womöglich hat der Hund einen Canini-Engstand und da musst Du auch bei den neuen Zähnen gucken, ob die passend wachsen.
    Ansonsten immer kräftig nach außen massieren oder wenns hart kommt, gibts ne Zahnspange.

    Hat der Züchter Dich drauf hingewiesen?
    Einer meiner Hunde hatte auch einen Canini-Engstand und das stand im Wurfabnahmeprotokoll mit aufgeführt und es wurde drauf hingewiesen.

    Was ich mich frage ist, wie und wann soll der Hund lernen in der kompletten Wohnung alleine zu bleiben?
    Wenn es keine Türen gibt, ist das natürlich blöd, aber im Zweifel gäbe es ja Kindergitter, um nur einen Raum zur Verfügung zu stellen.

    Aber so was wie Box und Laufstall sind ja immer nur kurzfristige Lösungen, mit denen man ja erst mal nur verhindert, dass der Hund auf blöde Ideen kommt.

    Ich selbst habe bei meinen Hunden nie damit gearbeitet. Alleinebleiben war normal, hat sich mehr oder weniger so ergeben, aber das Ding ist einfach, dass man dazu auch Zeit haben muss, weil man nie pauschal sagen kann, wie lange es dauert.

    Heute steht man ja schnell unter Druck, weil der Tag X, wo der Hund Y Stunden schaffen muss, meistens sehr schnell näher kommt.

    Mir wäre es immer wichtig, das ganze sorgfältig und stabil aufzubauen, denn wenn man Pech hat, fällt spätestens in der Pubertät das Konstrukt auch mal gerne wieder in sich zusammen.

    Im Zweifel vielleicht Plan B mit aktivieren.

    Ich verstehe das Prozedere mit dem Laufstall an sich schon nicht so ganz.

    Dass man einen jungen Hund damit mal ein bisschen begrenzt, weil man vielleicht mal saugen oder wischen will, kann ich ja noch nachvollziehen.

    Aber zum Alleinebleiben üben scheint mir das nicht der richtige Weg zu sein.

    Eurer Hund toleriert das Alleinebleiben scheinbar noch nicht so ganz, evtl. ist der gesamte Aufbau noch nicht richtig.

    Steigern kann man nur, wenn es vorher klappt und halbwegs stabil ist. Man erhöht eigentlich auch nicht linear die Zeiten nach Uhr, sondern passt gute Momente ab und variiert die Zeiten immer mal.
    Wichtig wäre, ein Aufbruchritual einzuführen und ihr den Raum oder Kennel oder Laufstall vorher ein bisschen schmackhaft zu machen (Radio an, Kleidungsstück mit eurem Geruch dran dazu lagen, einen gefüllten Kong geben - so in die Richtung). Und das auch mal machen, wenn ihr da seid.

    Ansonsten, wenn der Hund erst heult, war es schon deutlich zu viel - da bringt es dann am Ende auch nichts, wenn man wartet, bis wieder Ruhe ist. Ist in dem Moment zwar richtig, aber man sollte dann wieder deutlich ein paar Schritte zurückgehen, damit der Hund erst gar keinen Stress hat.

    Anfangen würde ich bei einem jungen Hund immer IM HAUS, hier und da mal ne Tür vor der Nase zu machen, nicht immer verfügbar sein, also in eurer Anwesenheit auch mal begrenzen und Distanz schaffen, Müll raus bringen, in den Waschkeller gehen, duschen gehen und das alles einfach völlig normal ohne großes Theater. Einfach authentisch bleiben.

    Je ordentlicher und am Hund orientiert man das aufbaut, desto stabiler ist es auch. Mit Druck im Nacken a la "bis dann muss der Hund 4 Stunden schaffen" wird es eher nicht funktionieren. Alles braucht seine Zeit und der eine Hund braucht mehr und der andere weniger.

    Mit 4 Monaten kann man da vom Hund noch nicht ganz viel erwarten, aber alles steht immer auch Verhältnis dazu, wie man sich verhält, wenn man da ist. Wenn der Hund da immer im Fokus ist und immer und überall dabei sein darf, wird es mit dem Alleinebleiben deutlich schwieriger, als wenn man sich mal abgrenzt, sein eigenes Ding macht und den Hund auch mal links liegen lassen kann.

    Problem beim Laufstall wird womöglich sein, dass der Hund sich eingesperrt/begrenzt fühlt und das Frust auslöst. Auf der anderen Seite hat er noch sehr viel Raum, sich in seinem Stress über Bewegung hochzudrehen. Mit einem geschlossenen Raum oder einer Box wäre der Aufbau deutlich einfacher, als inmitten eines großen Raums durch einen Laufstall begrenzt zu sein.

    Gibt es denn Grenzen, die man austesten kann?

    Auf einmal auf Tischen rum zu springen finde ich schon recht dreist. Was macht ihr denn dann?

    Das hat für mich mit Grenzen austesten eigentlich nicht viel zu tun, sondern eben mit einfach frechem, grenzenlosen Verhalten.

    Mit Ruhe halten meine ich NICHT, nicht zu bellen.
    Sondern ob der Hund im Haus immer irgendwas am machen oder am rum hampeln ist oder ob er auch mal in einer aufregenden Situation ruhig irgendwo liegen bleiben kann. Also Entspanntheit.
    Viel Ruhe und viel Schlafen ist auch bei einem jungen Hund noch sehr wichtig, um Reize entsprechend verarbeiten zu können.
    Gerade und vor allem bei einem Dobermann, der sich durch Unruhe, Nervösität und oft auch durch Wesensschwäche auszeichnet.
    Ruhiges Verhalten liegt denen nicht im Blut, umso mehr muss ich darauf achten, dass er das lernt, was er nicht kann.

    Mit Frust aushalten meine ich, ob der Hund es gut ertragen kann, wenn man nicht das passiert, was er gerade möchte. Das muss jeder Hund ganz bewusst beigebracht bekommen, seinen Wünschen nicht immer und überall und sofort zu entsprechen.

    Zum Beispiel mal Abwarten, bevor man Leute begrüßen darf, Abwarten bevor er etwas bekommt, was er in dem Moment gerade möchte, sei es, zu einem anderen Hund zu gehen, durch die Tür zu kommen, aus dem Auto zu springen usw.

    Spätestens da kommt man mit Kommandos meistens nicht weiter, sondern der Hund muss wirklich die LERNerfahrung machen, dass sich abwartendes Verhalten für ihn lohnt und er nicht durch mehr Fordern schneller an sein Ziel kommt.

    Ich denke, ihr solltet euch wirklich Hilfe suchen, jemanden, der euch den Hund einfach mal erklärt, wie geht Lernverhalten, wie kann man einen Hund durch diverse Situationen führen, wie und in welcher Zeit verknüpft ein Hund, wie ERZIEHT man usw.

    Und ich würde dringend raten, euch mit der Rasse noch mal ganz bewusst auseinanderzusetzen.

    Dobermänner sind keine einfachen Hunde. Sie sind sensibel bis wesensschwach, neigen zur Unruhe und Nervösität, dadurch können sie Frust von sich aus eher schlecht aushalten, sind in den meisten Fällen keine Mitlaufhunde oder Hunde, die einen überall hin begleiten können. Sie reagieren stark auf Reize, sei es Geräusche oder Bewegungen. Sie brauchen echte Arbeit, eine Aufgabe und einge gute, souveräne und konzentrierte Führung/Anleitung durch den Menschen.

    Die "Abneigung" gegen Radfahrer und Fußgänger - könnte das nicht auch Jagdtrieb sein?
    Dobermänner reagieren sehr stark auf bewegte Reize. Und die meisten haben starken Jagdtrieb.
    Habt ihr an der Impulskontrolle schon entsprechend gearbeitet?
    Oder das jagdliche Verhalten durch Wurfspiele vielleicht richtig angeschaltet?

    Die Problematik im Haus ist ja einfach unerzogenes Verhalten.
    Hat er das vorher nie gemacht? Welche Regeln gibt es bei euch?

    Könnt ihr ihn auf seinen Liegeplatz schicken?
    Kann er im Haus Ruhe halten?
    Kann er Frust aushalten bzw. habt ihr ihm das beigebracht?

    Habt ihr irgendeinen roten Faden in der Erziehung?

    Ich fürchte, ihr habt das Problem, dass ihr versucht, über verbale Kommandos zu dressieren statt zu erziehen.

    Erziehung beinhaltet das Vermitteln adäquater Verhaltensweisen der Umwelt gegenüber. Wie habe ich mich in der Gesellschaft zu verhalten, was ist erlaubt, was ist verboten, ebenso wie das Erlernen einer möglichst hohen Frustrationstoleranz und einer guten Impulskontrolle, Ruhe halten, auch mal nichts machen müssen, dem Hund einen Platz zuweisen können.

    Mit Sitz, Platz, Bleib usw. decke ich diesen Bereich gar nicht ab, sondern bringe dem Hund lediglich formale Dinge bei, wichtig wäre aber das soziale Lernen.

    Als Beispiel: Du bringst Deinem Kind bei, mit Messer und Gabel zu essen. Das ist eine rein formale Tugend.
    Was aber nichts darüber aussagt, ob sich das Kind bei einem Restaurantbesuch auch benehmen kann.
    An die Umwelt angepasstes Verhalten (wie benehme ich mich bei einem Restaurantbesuch) wäre dann eine soziale Tugend, die zu erlernen ist.

    Rein inhaltlich gilt es dem Hund also deutlich mehr zu vermitteln, als auf ein Kommando ein entsprechend gelerntes Verhalten auszulösen.

    Hast Du eigenmächtig gehandelt oder kommen diese Tipps von Deinem neuen Hundetrainer?

    Ich muss sagen, dass es mich gerade echt gruselt, was Du da mit Deinem Hund machst.

    Wenn Du "Rudelführer" sein willst, machst Du Dich Deinem Hund gegenüber mit solchen Aktionen eher lächerlich.

    Dass diese uralten Dominanz-Rudelführer-Theorien immer noch in den Köpfen der meisten Hundehalter und leider auch Hundetrainer rum geistert, wundert mich leider schon nicht mehr.

    Ich würde Dir empfehlen, Dich mal selbst ernsthaft mit der "Materie Hund" auseinander zu setzen, zum Beispiel mal entsprechende Bücher liest.
    Gut zum Thema passen würde an dieser Stelle "Affe trifft Wolf" und "Wölfisch für Hundehalter", beide von Günther Bloch.

    Dein Hund wird erwachsen, dass da hier und da mal nachgefragt wird, ob Regeln noch gelten, ist recht normal.
    Wichtig wäre, dass Dein Hund Dich als Führungspersönlichkeit erlebt, dem man vertrauen kann, bei dem man Sicherheit erfährt und von dem man sich gerne führen lässt.
    Wenn ein Hund versteht, dass der Mensch einen Plan vom Leben hat, lässt er sich gerne freiwillig führen und anleiten.
    Wenn der Mensch aus Sicht des Hundes nicht in der Lage ist, zu führen, klar, dann wird er mehr und mehr nachfragen und eigene Entscheidungen treffen wollen.
    Das alles hat aber mit Rudelführer nichts zu tun.

    Wölfe haben keinen Rudelführer und auch keinen Chef, der alle unterbuttert und dem sich alle unterordnen müssen.

    Wölfe leben in Familienverbänden, Papa, Mama und die Jungtiere.

    Sieh Dich also lieber in der Position des Erziehungesberechtigten, der einem jungen Hund hilft, in seiner Umwelt zurecht zu kommen. Jemand, der Entscheidungen trifft, der situationsbedingt sich sicherliach auch mal zum Wohl des Hundes durchsetzen muss, aber ansonsten eher sozio-positiv gestimmt ist.

    Was jetzt Dein Grundproblem mit Deinem Hund ist, habe ich leider nicht ganz raus lesen können, auch nicht, wie der Erziehungsstand bis dato ist.

    Vielleicht schreibst Du noch mal was dazu, was ihr bisher gemacht habt, wo der Hund entwicklungs- und erziehungstechnisch steht, was Deine Ziele sind und was Du für Deinen Hund sein willst.

    Sehr, sehr viel Auslauf und Agility ist genau das, was so ein Hund sicher nicht braucht.

    Da würde ich auch eher schauen, dass der Hund rassegerecht gerarbeitet wird, also alles Richtung Nasenarbeit wie ZOS oder Fährte in Verbindung mit Gehorsamsübungen.

    Wie sieht denn die Grunderziehung überhaupt aus?
    Ist er leinenführig? Ist er ableinbar?
    Klappt der Rückruf? Kennt und befolgt er ein Abbruchsignal?
    Kann er Ruhe halten? Kann er Frust aushalten?
    Darf er zuhause alles oder hat er auch Regeln und Verpflichtungen?

    Wenn man einen Mali führt, müsste man schon sehr genau auf den Gehorsam achten.

    Wie kam es dazu, dass er schon Menschen gebissen hat?

    Sicherlich könnte ihr das Verhalten nicht von Grund auf ändern, vieles, was ihr beschreibt ist rassebedingt, ABER ihr sollet in der Lage sein, den Hund zu kontrollieren und zu managen - vor allem in Besuchersituationen und außerhalb eurer 4 Wände.

    Dazu würde in erster Linie eine Sicherung durch einen Maulkorb gehören und zum anderen eine vernünftige Leinenführigkeit im Begegnungsverkehr mit Mensch und Hund.

    Für mich hört es sich so an, als hättet ihr eure Fähigkeiten, so eine Rasse im Alltag zu führen, sehr überschätzt.
    Und vor allem muss so eine Rasse gearbeitet werden und zwar ernsthaft.
    Über viel Auslauf und Agility erreicht ihr eher das Gegenteil, nämlich einen schnell zu pushenden Hund. Wichtiger wäre aber konzentrierte Kopfarbeit, um den Hund entsprechend auszulasten.

    Hier Tipps zu geben, ist eher schwierig, weil scheinbar die Grundlagen zwischen euch und dem Hund schon nicht gut passen.

    An eurer Stelle würde ich nicht zögern, mich mit einem guten und fähigen Trainer wie z.B. Thomas Baumann in Verbindung zu setzen, der euch hilft, erst mal wieder Grund rein zu bringen.

    Selbst dran rumdoktern oder über ein Forum Hilfe zu bekommen, ist an dieser Stelle einfach zu wenig.

    Im schlimmsten Fall passiert wieder etwas und ihr bekommt eine Anzeige. Und spätestens dann kommt ihr in Teufels Küchte, müsst vielleicht zum Wesenstest und bekommt Auflagen.

    Es wäre also dringend notwendig aus meiner Sicht, sich an einen kompetenten Mali-erfahrenen Trainer zu wenden, der euch hilft, den Hund zumindest managen zu können, damit die Umwelt nicht in Gefahr ist.

    Wenn es sich um einen Rassehund handelt, würde ich auch noch mal nachfragen, ob der Züchter über die Weitervermittlung Bescheid weiß und zugestimmt hat.

    Denn falls da ein Kaufvertrag besteht, kann es sein, dass der Züchter die ersten Rechte am Hund hat, wenn es vertraglich vereinbart wurde. Dann dürfte der Hund nicht einfach so weiter gegeben werden, wenn der Züchter nicht Bescheid weiß.

    Kann es sein, dass der Hund mit Hilfe des Tierheim-Schutzvertrages vermittelt wird?
    Wer am Ende die Schutzgebühr kassiert, weiß man ja nicht.

    250 bis 350 sind normale Schutzgebühren und decken in den meisten Fällen kaum die Kosten bzw. finanzieren damit wieder andere Tier, wo vielleicht mehr Kosten anfallen.
    Ob Du zusätzlich noch Geld rein steckst, weil Du kastrieren willst (müssen musst Du nicht) oder die Zähne machen musst oder zukünftig noch weitere Kosten anfallen, hat mit der Höhe der Schutzgebühr nichts zu tun.

    Frag doch einfach mal nach.