Kunst und Künstler trennen - nein, unmöglich für mich. Gerade nach den letzten Jahren mit den schon genannten Beispielen hier. Ich möchte niemandem Geld in den Rachen werfen, dessen Werte ich wirklich so gar nicht vertreten kann.
In den letzten Wochen habe auch wieder ein bisschen gelesen. Aktuell bin ich ja mit meinem Freund an "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss dran und wir lieben es beide sehr. (Ich zu meiner Überraschung auch
) Wir lesen uns gegenseitig vor und irgendwie ist das eine richtig schöne Art Zeit miteinander zu verbringen. Anfangs ungewohnt, weil schließlich sind wir ja keine Kinder mehr, die vorgelesen bekommen müssen. Aber warum sollen wir beide jeweils das Buch lesen, wenn wir es doch genauso gut auch gemeinsam lesen können? Und es ist so süß, wenn wir dann die selben Emotionen fühlen beim Lesen. Ich kann das echt nur jedem empfehlen. <3
Ach so: Das Buch ist echt toll, auch zum Vorlesen. Es ist spannend, man wird toll in diese Welt eingeführt und es macht echt Spaß.
Währenddessen habe ich aber auch noch "Butter" von Asako Yuzuki gelesen. Das war leider nicht so meins. Hier fühlte ich mich ständig, als würde die Geschichte schon noch an Fahrt aufnehmen, aber irgendwie passierte das doch nicht und so plätscherte es vor sich hin. Es geht um Rika, eine Journalistin, die mit einer Gefängnisinsassin und mutmaßlichen Mörderin ein Interview führen will und durch diese sich dann verändert. Es geht um Feminismus und auch sehr viel um Essen. Für mich leider zu viel. Da hab ich teilweise absätzeweise geskippt, weil es mich schlichtweg nicht interessiert hat wie welches Essen zubereitet wird und welche Geschmacksexplosionen das nun in der Protagonistin hervorgerufen hat. Irgendwie hat es für mich auch irgendwie gar nicht gepasst. Ich würde dem Buch 3 / 10 Sternen geben. Auch der Schreibstil war nicht meins.
Aktuell lese ich "Wild wuchern" von Katharina Wöller und auch hier hatte ich ein bisschen Startschwierigkeiten, u.a. auch mit der Protagonistin warm zu werden. Ich mag es lieber, wenn man ein bisschen mehr Background-Infos zu den Charakteren erhält und nicht, wenn man alles so aus der Nase ziehen muss gefühlt. Jetzt zum Ende des Buches hin gefällt es mir immer besser, mal sehen wie das Ende ist. Es wird auf jeden Fall eine deutlich bessere Bewertung bekommen als "Butter", aber dennoch waren meine Erwartungen irgendwie höher. Keine Ahnung. 🙈