Beiträge von Dächsin

    Ich würde erstmal neuen/alten Flohbefall versuchen auszuschliessen.

    Futter würde ich nicht umstellen, dann lieber zum Spezialisten gehen und erstmal eine vernünftige Diagnostik betreiben - es ist ja noch gar nicht raus, ob es überhaupt eine Allergie ist....

    Mmh, schwierig ;)
    Sind die Flöhe wirklich alle tot? Wie lange habt ihr denn behandelt? Es reicht ein übersehener, daß die ganze Geschichte wieder von vorn beginnt......

    Wir hatten hier letztens fast identische Symptome, es stellte sich dann heraus daß sich mein Hüterich Sarcoptes-Milben eingefangen hat :ugly:
    Anfangs hab ich auch auf Allergie getippt, iwie hatte ich aber dann den Geistesblitz mit den Milben weil mir Allergie doch recht komisch vorkam. Habe es über Blut testen lassen, Hautgeschabsel geht wohl auch aber wir waren eh zum Blutabnehmen - das nur am Rande wegen "was es so alles gibt"

    Ansonsten würde ich wahrscheinlich einen Dermatologen aufsuchen, die sind breiter aufgestellt und haben mit sowas Erfahrung. Futter käme mir bei der Geschichte auch etwas spanisch vor, vielleicht ist es auch eine Stressreaktion durch den Einzug bei euch, ein Waschmittel was er nicht verträgt, Hausstaubmilben........ die Liste der Juckreiz-auslösenden Dinge kann unendlich lang werden.

    Tryptophan ist ja eigentlich ein Schilddrüsenhormon, was man da mit hinzufügt und man greift damit eben schon irgendwo ein.
    Johanniskapseln und Baldrian brachte bei meinem Hund aber auch nichts...

    Das verwechselst du ;) Thyroxin ist das Schilddrüsenhormon, Tryptophan ist eine Vorstufe zum Serotonin!
    Manchmal hilft es, den Ernährungsplan so umzustellen daß die beiden Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin (nicht Thyroxin) sich nicht gegenseitig blockieren - so kann eine bessere Versorgung des Gehirns mit Serotonin sichergestellt werden. Serotonin fördert u.a. auch "Gelassenheit" - ein zuwenig davon lässt eher Stress bzw Hibbeligkeit aufkommen.
    Auch B-Vitamine sind Nervennahrung, eine gute Mineralstoffversorgung kann ebenfalls helfen, da vor allem Zink. Manche Hunde reagieren auch auf Mais im Futter mit Hibbeligkeit....

    Vielleicht kann dir eine Ernährungsberatung weiterhelfen, oder ein THP mit Erfahrung in Ernährungsfragen der dich gleichzeitig auch wg. "beruhigender" Mittel beraten kann?

    Hmm - und mir ist aufgefallen, daß du sie unglaublich penibel und andauernd beobachtest und jede Kleinigkeit registrierst.
    Grundsätzlich ist gute Beobachtung ja was Positives - doch bei euch beiden scheint mir das eine ungute Situation zu sein. Du machst dir unglaublich viele und - in meinen Augen - unnötige oder übertriebene Gedanken....... da werd ich beim Lesen nervös :D

    So langsam macht sie insgesamt einen nervösen, unruhigen Eindruck. Kaut noch mehr als sonst schon auf ihren Spielsachen rum und will alles zerstören.

    ....das kann auch das Ergebnis deiner vielen Gedanken und was-wäre-wenn-Szenarien sein. Du selber machst dir Stress - und das überträgt sich natürlich auf sie.

    Mach mal langsam, fahr dich selber runter, stelle nicht dauernd das Futter um sondern belese dich vielleicht erstmal dazu (mit

    z.B.) und sieh alles mal etwas gelassener. So machst du dich und deinen Hund verrückt - sie merkt sehr wohl, wenn sie so unter Beobachtung steht. Und auch Stress kann zu Juckreiz führen....... Stress schlägt aufs Immunsystem und das kann dann einfach überreagieren - z.B mit Juckreiz. Nur so als gedankliche Anregung :smile: - sie ist ja noch nicht lange da.

    Und was die Milben und Advocate angeht: ich mache grad das erste Mal Erfahrungen mit Räude-Milben - mein Hüterich kratzt sich seit 4Wochen unglaublich, erst in der letzten Woche wird es etwas besser. Er hat mittlerweile die 2. Runde vom Advocate gekriegt, ich hab das Haus einmal grundgereinigt und mit Umgebungsspray behandelt (Bio-Insect-Shocker) - das muss erstmal reichen.
    Sowas dauert einfach - als es noch schlimmer war hab ich auf die aufgescheuerten bzw geröteten Hautstellen etwas Kokosöl aufgetragen, mehr konnte ich nicht machen.

    Wichtig ist, daß man nicht kopflos Unmengen an Chemie und Medikamenten reinstopft und drauftut, sondern den Mitteln auch eine gewisse Zeit einräumt um Wirkung zu zeigen..... gut Ding will Weile haben, das gilt fürs Eingewöhnen genauso wie für die Parasitenbehandlung :lol:

    Hey,

    mein Hüterich hat auch Autos gejagt - extrem und ernsthaft. Einmal hat er mir die Leine aus der Hand gerissen und ist mit vollem Speed einige hundert Meter hinter einem Auto her und hat es dabei auch noch umkreist..... mit schleifender Leine :shocked: . Ich hab ihn schon in einen Radkasten geklemmt gesehen in meiner Panik - als das Auto dann anhielt hat er tatsächlich versucht, die Fahrerin zu fressen...... jedenfalls sah es so aus so wie er da rumtobte und voller Wut rumbrüllte. Es war ein grauenhaftes Erlebnis für mich :(

    Vorher habe ich es auch mit der von dir geschilderten "Technik" versucht - danach habe ich meine Taktik verändert. Trainiert wurde nach BAT (Behaviour Adjustment Training) - ich habe ein paar Stunden bei einer Trainerin genommen, um sicherer in der Anwendung zu werden.
    Es ist ein total einfaches Prinzip was in erster Linie Timing und wirklich gute Kenntnis des eigenen Hundes verlangt.
    Wir nährten uns einer mäßig befahrenen Landstrasse - und jedesmal, wenn mein Hüterich das Auto nur wahrnahm habe ich ein (neues) Markerwort gesagt und mich mit ihm abgewendet / bin ein paar Schritte kehrt gelaufen (gerannt).

    Das Erkennen davon, wann der Hüterich das Auto wahrnahm - das war das Schwierigste an der ganzen Sache. War für mich oft nur am Zucken eines Ohres oder dem Senken der Rute oder ähnlicher Kleinigkeiten wahrnehmbar. (Deshalb sollte man anfangs mit einem Trainer an die Sache drangehen).
    Gelernt hat er daraus, daß er sich auch abwenden kann - und das es reicht, ein Auto von weitem nur nuanciert wahrzunehmen um Frauchen als Unterstützung zu haben.

    Richtig angewendet ist es eine echt tolle Sache - in der ersten Stunde haben wir uns von über 100m an etwa 20m rangetastet (Entfernung zur STrasse). Es gab dann zwar im Laufe der Zeit mal einige Rückschläge, aber das ist bei Training ja iwie auch normal :roll:
    Heute ist es so, daß er Autos fast immer ignorieren kann - als Schilddrüsenpatient hat er allerdings ein schwankendes Nervenkostüm, sodaß ab und an das 5. oder 8. Auto (meistens sinds LKW) eine Reaktion bei ihm auslöst: er wendet sich an mich :hurra:

    In unserer Anfangszeit gabs ja Situationen, wo Autos einfach neben uns fuhren und wir nicht so einfach wegrennen konnten - da habe ich mir mit einer Handvoll Futter (gerne Fertigfrikadellen oder Fleischwurst) geholfen und ihn einfach an der Futterhand dran vorbeigeführt.

    Aber es hat über ein Jahr gedauert - solche Hunde verlangen vom Menschen eine neue Definition des Begriffes "Geduld" :D


    Edit: zur Ursache des Autojagens: ich finde das unerheblich, weil wenn der Hund es "gelernt" hat dann ist es immer selbstbelohnend und die eigentlich Ursache darunter verschüttet. Und auch angstauslösende Faktoren werden "davongejagt"......

    Nur mal kurz wegen des Maulkorbs: bei Sofahund findest du MK auch für Windhundeschnauzen - und aus Kunststoff.

    Ich kenn das Problem mit Drahtmauli gegen Menschenbeine, daher nehme ich den bloss beim TA und ansonsten einen aus Kunststoff. Der reicht wenn man vorsichtshalber sichern möchte - in der HuSchu bist du ja auch immer in der Nähe.

    Sammeln tu ich nämlich selber gerade. Habe aber gehört, die Unterwolle muss eine bestimmte Länge haben? Deckhaare müssen rausgeholt werden, Wolle eventuell gekämmt und und und?

    Also, Deckhaare hole ich z.B nicht raus - und die Wolle kämm ich nur bei Aufträgen. Aber eine gewisse Länge brauchts schon - normales Stockhaar ist zu kurz, das muss man tatsächlich mischen.

    @Rübennase - ich wäre auch an einem Beutel (muss ja kein ganzer Sack voll sein ;) ) Fremdhundewolle interessiert. Gerne hell (weiß, creme, hellgrau) - da würde ich so gerne mal Effekte mit in die Wolle bringen - ich habe nur Zugang zu grauschwarzen und braunschwarzen Hunden mit geeignetem Fell.

    @Chester09 @kadat - Winterfell vom Pferd ist eher suboptimal bis ungeeignet. Die Haare haben nicht die winzigen Widerhaken wie Hunde- oder Schafwolle und sind eher glatt, daher hält das Gesponnene nicht so wirklich.
    Ich habs mal probiert mit dem Winterfell von Eseln - da musste ich mächtig straff spinnen damit das überhaupt hält und nicht gleich wieder auseinanderfusselt. Im Endeffekt ist eher eine Art harte, fast überdrehte Schnur dabei rausgekommen........ davon hab ich mir einen Hut gehäkelt :D - der kratzt aber :lol:

    Ich weiß auch nicht, warum sich "Otto-Normalbürger" so vor Hundewolle ekelt - das ist mir auch schon öfter aufgefallen. Sie findens zwar schön und aussergewöhnlich, aber einen Schal aus Hundewolle - und sei er noch so weich und hübsch - den hat mir noch niemand abgekauft.
    Ich verarbeite das Fell meines Hüterichs, manchmal die gesammelten Haare aus dem Bekanntenkreis - das reicht immer für Schal, Mütze und Handschuhe bzw Stulpen. Man kann ja auch immer nur eine Mütze anziehen, und so bin ich bei 1xFellwechsel = 1xStrickobjekt.

    Mein nächster Plan wäre eine Weste - aber eventuell fusselt das im Alltag doch ziemlich. Je nach Hundetyp verliert so ein Strickding doch einiges mehr an Haaren als aus Schafwolle. Da hab ich noch keine echte Lösung gefunden.

    Letztens habe ich als Auftragsarbeit das gesammelte Lebenswerk eines Afghanen versponnen - das war toll!! Lange Haare, schön kardiert (kardierst du deine Wolle??) - es war zum Spinnen ein Traum. Das Ergebnis ist klasse geworden, und die Auftraggeberin hat sich ein wunderschönes Andenken an ihren mittlerweile verstorbenen Hund daraus gestrickt!


    Cm arbeitet hingegen mit Hunden, die teils völlig aus dem Ruder laufen.

    Das hast du wegeditiert :D - CM bringt die Hunde dazu, sich so zu benehmen das es "gefährlich" wirkt - und ich bitte auch dich mal darum, mir zu zeigen wo ein Hund von DM nachhaltig!!! rehabilitiert wurde. Und das er seine eigene Gesundheit gefährdet - tja, das ist einfach Dummheit. Er beherrscht nämlich nicht die Körpersprache der Hunde...... "das habe ich nicht kommen sehen" (Holly) - zeigt das eindrucksvoll :lachtot:

    @Ziggy - danke, mir wurde schon ganz schwummrig vor lauter "Natur nachmachen" und ähnlichem.....