Beiträge von Dächsin

    Ich bin bei blöden Sprüchen ziemlich empfindlich - liegt wohl daran, daß mein Hüterich als Schilddrüsenpatient seeehr stressempfindlich ist und eine sehr schlechte Vergangenheit hat. Daraus resultieren manche Verhalten bei ihm wie mal andere Hunde / Autos / Radfahrer anpöbeln oder wie ein Stier an der Leine zu ziehen.

    Wohlgemerkt, in solche Verhaltensweisen kippt er nur dann wenn das Maß übervoll ist - was ich natürlich vermeide wo es nur geht, manchmal gehts halt nicht....... Zusätzlich ist es hier eher unüblich, mit einem großen Hund Gassi zu gehen "der hat auf dem Hof doch genug Auslauf"
    Und wenn dann noch so blöde Sprüche kommen wie "der gehört mal anständig erzogen", "geh mit dem mal zum Hundeflüsterer" oder sonstige Aussagen in diese Richtung - grrr, dann könnt ich platzen...... als ob der Umgang mit einem so gestressten und überdrehten Hund nicht eh schon anstrengend und fordernd genug wäre.

    Damit ich die Leute aber nicht einfach anpöble (obwohl mir meistens danach ist) hab ich mir Sprüche zurechtgelegt: bei Fremden " dafür ist er ziemlich tolerant und urteilt nicht über andere Lebewesen ohne die Hintergründe zu kennen"........ bei Freunden " auf jeden Fall ist er wesentlich loyaler und toleranter als manche Freunde und aktzeptiert sie und ihre Eigenarten und mäkelt nicht an ihnen herum".

    Betretene Gesichter sind in den allermeisten Fällen meine Genugtuung :D

    Hey - natürlich KANN eine SDU Epi begünstigen - eventuell sogar auslösen.

    Bist du bei Facebook? da gibts eine hervorragende Gruppe zum Thema SDU "Schilddrüse und Verhalten beim Hund" - dort sind sehr kompetente Leute unterwegs, es gibt Erfahrungen mit dem Thema SDU und Epi und es gibt eine Ärzteliste mit auf SD spezialisierten Tierärzten.

    Ansonsten poste mal deine Postleitzahl und ich schick dir Ärzte per PN.
    Grundsätzlich solltest du wirklich nur zu Spezialisten zu diesem Thema geben - besonders, da noch andere Faktoren wie Anaplasmose und Toxoplasmose mit reinspielen, das ist einfach zu viel um einfach Blutwerte per Forum anzuschauen......

    @Sarah1

    um welche Milben handelt es sich denn die du mit deinem Mittel bekämpfen kanns? Oder ist das egal?
    Weil wir nämlich gerade Sarkoptes-Milben als Untermieter haben.......(mit Advocate behandelt, glücklich bin ich damit nicht)

    Billi, ich finds toll was du für Fortschritte mit Charly machst. :respekt:

    Zur Situation mit dem Berner: manchmal passieren solche Sachen, muss man unter dumm gelaufen abhaken. Vielleicht kannst du Charly das nächste Mal hochheben wenn er sich das gefallen läßt? Und schon vorher weiträumiger ausweichen...... das ist meine "Methode" :D - sollen die anderen doch lästern!!

    Und ja - vielleicht war der Klickerkurs noch einfach zu viel für ihn? Ich finds echt toll, was du mit ihm machst und welche Mühe du dir gibst :gut: - eventuell wäre ein Kurs zur Stressbewältigung beim Hund mal was für dich? Ich hab mal einen bei einem CumCane-Trainer gemacht - der Input war klasse, wir haben viele kleine Tipps bekommen wie wir mit Übersprungshandlungen umgehen können und den Hund aus seinem stressbedingten Tunnelblick wieder rausholen können. Ausserdem haben wir eine Menge über die biologischen Hintergründe und Ursachen der gestressten Hunde gelernt, wir konnten es danach wesentlich besser einschätzen und verstehen.

    Die Schilddrüse wurde ja hier schon mehrfach angesprochen - bevor Charly "entmannt" wird (auch nur chemisch) würde ich einen kompletten Schilddrüsentest machen lassen. Kastration nützt nichts bei bestehenden Problemen der SD und kann ausserdem zur SDU beitragen.
    Mittlerweile würde ich einen stressanfälligen Hund nicht mehr kastrieren lassen, sondern andere Möglichkeiten versuchen zu nutzen - mein persönliches Fazit nach umfangreicher Bekanntschaft und tiefgehendem Befassen mit SDU.

    Ich stimme vielen Vorschreibern zu: mach mal langsam, fahr dich runter und geniesse das Zusammensein mit deinem Hund. In deinem Allergiethread hab ich mich ja auch schon dazu geäussert - daß es alles Stressbedingt bzw durch Stress verstärkt sein kann.

    Umstellung auf eine neue Umgebung, neue Bezugspersonen, einen "fremden" Tagesablauf, neue Regeln, Alleinebleiben in noch ungewohnter Umgebung........ dazu noch Flohbefall, TA-Besuche, Hundewiesen und ein Frauchen, daß jeden Schritt, jede Äußerung, jedes Schlucken und sogar das Trinkverhalten argwöhnisch beobachtet und registriert.
    Es ist nich böse gemeint - aber denk mal drüber nach, was dein Hund alles zu verarbeiten hat. Sie ist nicht in D aufgewachsen, vielleicht kennt sie solche Gassigänge nicht wirklich, es riecht überall so anders und aufregend, es fahren viele Autos, es laufen überall so viele Hunde rum, die Gerüche und auch Geräusche können überwältigend sein für einen Hund, der ev. nur auf dem Land auf einem Hof war oder sich selber durchschlagen musste........

    Kratzen, kauen, jagdliche Handlungen - all das kann auch der Versuch des Hundes sein, seinen Stress irgendwie zu kompensieren. Wenn du jetzt noch Erziehungsmaßnahmen und Allergietests obendrauf setzt, dann dauert es viiiiiel länger bis sie endlich richtig ankommt und irgendwann Ruhe findet. Laß sie erstmal in Ruhe ankommen, beschränke die "Erziehung" auf die Hausregeln und vielleicht noch ordentliches Laufen an der Leine, sei selber erstmal viel gelassener im Umgang mit ihr. Kleine Gassirunden können erstmal ausreichend sein, sie braucht unglaublich viel Ruhe um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.

    Das sie sich aufregt wenn du deinen Freund umarmst mag daran liegen, daß für Hunde solche "Bedrängungen" oft erstmal bedrohlich wirken. Sie reagiert dann eben auf vermeintlich bedrohliche Handlungen eurerseits - das hat nichts mit Eifersucht oder so zu tun. Und Hunde, die noch nie in einer Familiensituation gelebt haben, können damit erst recht nicht umgehen.

    Hey,
    um die Schilddrüsenfehlfunktion als "Modeerkrankung" ranken sich ja nun allerlei Thesen..... vergessen wird dabei, daß es auch beim Menschen kontinuierlich zunimmt - eine Folge der stark veränderten Lebens- und Ernährungsbedingungen (vereinfacht ausgedrückt)

    Klar können veränderte SD-Werte eine Folge eines Prozesses im Körper sein - aber diesen Prozeß sollte man dann auch benennen bzw finden können. Dein Hund ist kastriert - häufig neigen kastrierte Hunde eher zur SDU da die Kastration schon einen schwerwiegenden Eingriff in den hormonellen Haushalt des Körpers darstellt.
    Zu einer gescheiten Diagnostik gehört daher ein sogenanntes geriatrisches Profil (ein großes Blutbild mit allen Organwerten) sowie folgende Schilddrüsenwerte: T4, T3, TSH, ft3, ft4, T4-Antikörper, T3-Antikörper und TAK. Damit ist man auf der absolut sicheren Seite - und man sollte sich von keinem TA einreden lassen, daß 2 oder 3 SD-Werte ausreichend seien. Denn nur die Relation aller Werte zueinander sowie zu den Blutwerten kann genau gesagt werden, was nun Sache ist.

    Grundsätzlich solltest du dich damit an einen TA wenden, der sich damit auskennt - Schilddrüse ist nicht jedermanns Sache und es gibt nicht viele TÄe, die damit ausreichend Erfahrung haben. Bei Facebook gibts eine hervorragende Gruppe dazu - voller gesammelter Infos zu Blutwerten, Ursachen, Symptomen und vor allem einer Ärzteliste....... "Schilddrüse und Verhalten beim Hund"

    Und ja - bei diesem Verhalten würde ich als allererstes die SD untersuchen lassen. Ich bin ein großer Fan von Naturheilkunde, Pflanzenauszügen und Homöopathie - aber die fehlenden Hormone der SD lassen sich einfach nicht "natürlich" ersetzen sondern müssen klassisch in Form von Tabletten gegeben werden.

    Eigentlich müssten wir die Viecher los sein.

    "Eigentlich" heißt im Klartext, es ist nicht sicher :D

    Ich versteh dich schon, auch wg. des Stresses :smile: - trotzdem würde ich erstmal gescheite Diagnostik betreiben.
    Auch eine Flohspeichelallergie kann dem Hund noch lange zu schaffen machen - durchs Abtöten der Flöhe verschwindet ja nicht der Biss mit der gereizten Hautstelle.