Beiträge von Dächsin

    na, dann kannst du dir das ja selber ausrechnen.......sie steigt jetzt schon mit einer Enddosis ein. Das kann - muss nicht - zu Problemen führen

    Ich find grad nicht, wieviel Lucy wiegt........

    Forthyron wird eigentlich eingeschlichen - mit 5µg pro KG Hund als Tagesdosis angefangen, und das dann auf zwei Gaben täglich aufgeteilt. Ansonsten kann es vorkommen, daß der Hundekörper mit dem plötzlichen Anstieg der Hormone nicht zurecht kommt und sich ev. manche Symptome verschlimmern oder der Hund erstmal in eine Überdosierung rutscht!
    Die Dosis wird wöchentlich immer wieder leicht gesteigert, die Steigerung hängt auch etwas vom Gewicht ab. Die Enddosis bzw die sogenannte Wohlfühldosis liegt meistens!! zwischen 20 und 30µg pro KG Körpergewicht als Tagesdosis. Das ist jetzt kein in Stein gemeißelter Wert - jeder Hund entwickelt eine eigene Wohlfühldosis und das zu ermitteln ist manchmal nicht so einfach. Daher sollte man das erste Jahr mindestens alle 8Wochen die Werte checken, bei Auffälligkeiten eher. Die Schilddrüse passt sich der Medikamentengabe an - und das ist leider kein linearer und vorhersehbarer Prozess sondern verläuft unterschiedlich. Deshalb ist eine gute Dokumentation empfehlenswert - eine Art Schilddrüsen-Tagebuch ist sehr hilfreich - da schreibt man alles rein, was sich verändert bzw was auffällt - insbesondere bei Erhöhung der Dosis oder einem besonders anstrengenden Tag.

    Es ist wichtig, die Medikamente pünktlich und entweder 30min vor der Fütterung oder mindestens 2Std nacht der Fütterung zu geben, dann können die Hormone besser aufgenommen werden. Am besten nicht mit Käse geben - der enthält zuviel Calcium - sondern einen Klecks Leberwurst, Butter o.äh......

    @MichaelHS : Also Lucy kratzt sich immer noch so wie vor den Schilddrüsentabletten. Besonders wenn sie dem Bett/ der Couch zu Nahe kommt. Vom Gefühl her würde ich sagen dass es hauptsächlich die Allergie ist, die sie zum Kratzen bringt. Aber in ihren Körper hineingucken kann ich ja leider nicht. Vielleicht ist es nach 4 Tagen auch noch viel zu früh, diesbezüglich was zu sagen.

    Auch da wieder - was erwartest du denn nach so kurzer Zeit??? Ausserdem lassen die SD-Tabletten die Allergie nicht verschwinden - sie wirken auf den gesamten Organismus (Thyroxin ist mit das wichtigste Hormon im Körper) und müssen dort erstmal den Stoffwechsel wieder in geordnete Bahnen lenken....... wie gesagt, das kann u.U. Wochen, vielleicht sogar noch länger dauern.

    Die Facebookgruppe ist für jemanden wie dich ein echt guter Anlaufpunkt - in den Dateien sind ganz viele Infos hinterlegt die dir 'ne Menge erklären können und mit deren Hilfe du die Zusammenhänge vielleicht schneller verstehst.
    Und ausserdem - Schildis sind ganz besondere Hunde, sie brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und Fürsorge.......

    Meinen Hüterich hab ich mit etwa 4,5 Jahren testen lassen, da war er nicht ganz ein Jahr bei mir.

    Er war ständig sowas von "drüber", leicht hysterisch und immer wieder hatte er aggressive Ausfälle mit Beschädigungsbeissen gegenüber Mensch und Tier. Keine Konzentrationfähigkeit, keine Trainierbarkeit.

    Werte waren alle in der Referenz, aber im unteren Viertel, er wurde als gesund befunden. Ich habe mich dann telefonisch an eine Schilddrüsenspezialistin gewandt.

    Nach langen Kämpfen mit diversen hiesigen TÄ konnte ich ihn dann probehalber substituieren - sein Verhalten wurde quasi von heute auf morgen wie ausgewechselt....... er schaffte es sogar, mich anzuschauen und dabei zuzuhören. Vorher undenkbar!!!

    Sein Fell hat sich auch verbessert, das war vorher eher weich und flusig, jetzt ist es schön in Unter-und Deckhaar geteilt und wesentlich "wetterfester" als davor.

    Edit: ja, wie @Quo Vadis schreibt - bei meinem Hüterich wars eher die subklinische SDU. Da fehlen dann die "typischen" klinischen Symptome wie Fettleibigkeit und Trägheit einer klassischen Schilddrüsenunterfunktion.

    Laß mal die Schilddrüse untersuchen - und zwar richtig.
    Dazu gehört ein großes Blutbild und alle Schilddrüsenwerte (TSH, T4, T3, ft3, ft3 (falls vom Labor angeboten) T4- Antikörper, T3-Antikörper) - nur mit all diesen Werten und diese in Relation zueinander gesehen kann eine Fehlfunktion der SD ausgeschlossen oder diagnostiziert werden. Lass dich nicht abspeisen mit "die zwei Werte waren soweit in Ordnung" - im Zweifelsfall läßt du dir die Ergebnisse schriftlich aushändigen und fragst einen anderen TA.

    Es hört sich schon ein bißchen so an (tranig), auch das Alter und der Umstand das er kastriert ist könnten ein Indiz sein.
    Allerdings weiß ich keinen Zusammenhang mit Husten - ausser, daß eine "verschleppte" SD-Unterfunktion aufs Herz schlagen kann, was ev. den Husten erklärt. Aber das ist jetzt reine Spekulation, war nur ein Denkanstoss..... ;)

    Die Schilddrüse kann in vielen Bereichen Ärger machen - Haarausfall, Hautverfärbungen, Juckreiz, Verhaltensauffälligkeiten (überdreht oder träge, alles ist möglich) ........ es gibt eine unglaublich lange Liste an Symptomen.

    Es wäre aber echt sinnvoll, alle !!! Schilddrüsenwerte bestimmen zu lassen (das sind T4, T3, ft4, ft3 (nicht jedes Labor macht den mehr), TSH, T4-Antikörper, T3-Antikörper) Daran lässt sich - in Verbindung mit dem großen Blutbild - sehen, ob und wie die SD die Ursache ist oder ob die niedrigen Werte eventuell nur sekundär sind.

    Zudem braucht ein Hund mit SD-Problemen erstmal ein relativ stressfreies Leben - die SD produziert u.a. das Hormon T4, bei Stress wird das aber vermehrt verbraucht, das führt zu erhöhter Aktivität der SD........ aber wenn die das nicht leisten kann weil sie angegriffen ist.....

    Bei Facebook gibts eine hervorragende Gruppe rund um das Thema SD "Schilddrüse und Verhalten beim Hund" - da findest du viele Infos darüber, spezialisierte TÄe sind da aufgeführt und man bekommt fundierte Antworten auf so ziemlich jede Frage.

    Über das Trinken würde ich mir vorläufig keinen Kopf machen - das kann sich mit der Medikation auch wieder ganz anders zeigen. Aber an deiner Stelle würde ich mich nach einem TA umschauen, der sich gut mit der SD auskennt - das ist leider bei den meisten TÄen nicht der Fall, auch wenn sie es sagen.

    Komischerweise hatte ich bei deinen Threads immer den Rat an dich "auf der Zunge liegen" : lass doch mal die SD überprüfen......... keine Ahnung, warum ichs nicht gemacht hab, vielleicht war es mir nicht eindeutig genug, aber vom Gefühl her stimmte es.
    Gerade Tierschutzhunde (besonders Auslands-TS) haben häufig niedrige Werte - sie wurden nicht immer optimal ernährt, haben eventuell schon viel mitgemacht und sind häufig völlig mit der Situation im neuen Zuhause überfordert. Das drückt auf die Schilddrüsenwerte - und es kann dauerhaft so bleiben, wenn die Schilddrüse sich nicht "wieder fängt"

    Zum Rest wurde ja schon viel geschrieben. Hast du schon mal an Abgabe des Hundes gedacht? Manchmal paßt so ein Hund nicht ins Leben. Kostenintensiv wird so ein Hund wohl bleiben.

    Also soweit würd ich ja noch nicht gehen - aber ich plädiere dafür eher heute als morgen einen guten Trainer kommen zu lassen. Wenn der 2 Stunden nach Haus kommt und sich die Sache vor Ort anschaut, beim gemeinsamen Gassigehen den Hund einschätzt - dann sinds eben mal 100€ (oder so in der Größenordnung). Dafür hat man - sorgfältige Trainerwahl vorausgesetzt - eine professionelle Einschätzung der Gesamtsituation, des Hundes und des eigenen Verhaltens. Plus ein paar Tipps.......

    Vielleicht solltest du auch noch mal in Betracht ziehen, daß dein Hund momentan ein bissi "dünnhäutig" ist was sein Nervenkostüm angeht. Du schreibst in anderen Threads von Giardien, von dauerndem Juckreiz, von TA-Besuchen. Das alles allein stresst einen Hund schon - und deiner kommt noch dazu aus einem komplett anderen "hündischen Kulturkreis" und ist nun wirklich nicht lange bei euch. Dafür muss er aber schon relativ viel mitmachen - und da sind ihr halt auch mal "die Nerven durchgegangen". Ständiger Juckreiz kann unglaublich belastend sein!

    Ich will die Bisse gar nicht schönreden - das darf nicht passieren - aber man sollte auch Verständnis für die Lage des Hundes haben........
    Maulkorbtraining halte ich ebenfalls für angebracht - und so Dinge wie mit den Öffis zu fahren finde ich für so einen Hund fast unzumutbar.

    Zur Eierschale: man kann sie kochen, muss aber nicht. Hauptsache, sie ist einmal erhitzt worden (Backofen, Mikrowelle) um Unliebsames abzutöten. Ich sammel meine Schalen und schmeiß sie dann in einer Schüssel mit in den Backofen wenn ich den benutze.......
    Pulverisiert sein müssen sie nicht, werden so aber besser gefressen.

    Wichtig finde ich, Schalen von "glücklichen" und Bio-Hühnern zu verfüttern - da sind dann noch viele Spurenelemente und Mineralstoffe drin.