Beiträge von Dächsin

    Also ich denke schon, daß es in einem TH den einen oder anderen Kandidaten gibt, der für so eine Haltung geeignet ist. Wenn der Hund in der restlichen Zeit ausreichend Familienanschluss hat und das Bewachen vielleicht sogar als Aufgabe sieht die ihn ausfüllt............ dann geht das durchaus.

    Mein altdeutscher Hütehund (keine Anfängerrasse!!) ist so einer, der sich selber das Bewachen hier als Job ausgesucht hat. Ich bin fast ganztägig zu Hause (arbeite von Zuhause), er hat jederzeit Zugang durch eine Hundklappe, kann also rein oder raus wie er will.
    Er liegt gerne draussen und "bewacht" - meldet wenn sich was rührt ohne in Kläfforgien zu verfallen und ich habe ihn schon beobachtet, wenn er aufmerksam möglichst mittig sitzt und in alle Richtungen sichert. Ich fest davon überzeugt, daß er diesen Job einfach toll findet und sich so einen Teil seiner Auslastung holt. In manchen Nächten will er sogar draussen schlafen.............

    Trotzdem ist er ein ganz normaler Haushund, den ich zum Einkaufen mitnehme, zu Freunden und auch täglich große Runden mit ihm laufe oder Fahrrad fahre - er macht mit mir Mantrailing, ZOS und ein bißchen UO.
    Heute hatten wir zwei echt viel Programm - jetzt ist er so platt daß er bewachen zu anstrengend findet und lieber auf seinem Platz hinter mir liegt und schnarcht :D

    Ich kenne hier noch ein Ehepaar, die haben sich vor etwa 3 Jahren auch einen Hund (Ridgeback.Mix) aus einem TH geholt - der Hund ist tägl 9 Stunden im Zwinger und beide sind arbeiten. Allerdings widmen beide ihre ganze Freizeit dem Hund - der macht mittlerweile bei Frisbee-Wettbewerben mit und ist ein As beim Mantrailing. Kennengelernt habe ich diese Leute als ich abraten wollte, sich mit dieser Vorraussetzung einen Hund zu holen (9 Std Zwinger).......!!! Doch wer diesem Hund heute in die Augen schaut der sieht, daß der glücklich ist.

    Tja, was ich mit diesem langen Exkurs sagen will: bestimmt gibt es Hunde, die mit so einer Haltung zufrieden sind, solange der Rest der Zeit sinnvoll und liebevoll gestaltet wird. Natürlich gibt es optimalere Bedingungen - aber manchmal funktioniert es auch anders

    Wenn Du mal einen ganzen Tag in die große Stadt willst zum Shoppen - Winterklamotten und so 8O

    Dafür deinen Hund mit einem Rucksack voll dringend!!!! nötigem Zubehör bei einem Freund ablieferst, dir in der großen Stadt irgendwie "halb" vorkommst ohne Hund, den ganzen Tag nur nach anderen Hunden schaust und dich die ganze Zeit wie eine Irre auf die Rückkehr freust.
    Da kannst du deinem Hund nämlich endlich das Geshoppte vorführen: tolles Knabberzeug, neue Schleppleine, ein Geschirr mit LED-Leuchten für den Winter, ein neuer Leckerlieball.......... :headbash:


    Doch, ich hab mir auch was gekauft: einen Schlüsselanhänger, wo ich das Foto von meinem Hund reintun konnte :ugly:

    Zitat

    Odin war bis zum Sommer chemisch kastriert ( auf Wunsch meiner Mutter ) und hat in dem Zeitraum auch zugenommen und noch träger geworden.

    .
    Wie lange war denn diese chem. Kastra - einen Chip lang oder mehrere, wann hat er das erstmalig bekommen? Manchmal kann das eeeewig dauern, bis sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert, vor allem wenn bei der chem. Kastra mal ja und mal nein gemacht wird.....

    Zitat

    Wir haben die Schilddrüse testen lassen.

    Was habt ihr denn testen lassen bzw welche Werte wurden mit welchem Ergebnis genommen?

    Der Hormonhaushalt ist eine enorm komplexe Sache, chem.. Kastrationen sind nicht ohne und können sogar im Extremfall Auswirkungen auf die SD haben - nur so als Denkanstoss.

    Ansonsten wie oben schon mal erwähnt: einige Kilos sind echt belastend und können sich total auf die Motivation niederschlagen. Da hilft nur Diät - und trotz allem würd ich doch noch mal übers Barfen nachdenken, dann ist man ziemlich auf der sicheren Seite was das Futter angeht.
    Mein Hund z.B reagiert auf jegliches Fertigfutter, egal ob nass oder trocken, mit erhöhter Aktivität die oft in Stress umschlägt. Selbstverständlich gibts da auch Unterschiede in Qualität und Auswirkung, aber seitdem er bekocht wird ist es um Längen besser. (barfen kann ich nicht wegen weil kein Gefrierer)

    Hallo,

    es tut mir sehr leid für Dich !!!
    Bei Deiner Schilderung musste ich an Nachbars Briard-Hündin denken, die im August auf einmal starke Schwächen in den Beinen zeigte, Tremor-Zittern hatte und leicht lustlos schien. Keine Schmerzen !!
    Als es dann schlagartig ganz schlimm wurde, wurde Hund in Klinik untersucht und nichts wirkliches gefunden. Beim Blutabnehmen stellte sich dann raus, das Hund fast null Blutplättchen mehr hatte, Entzündungswerte aufwies und kein Arzt irgendeine Ahnung hatte.
    "Vorsichtshalber" wurde sie mit Cortison und AB vollgepumpt und jeder rechnete schon mit dem Tod des Hundes - bis eine Freundin auf den französischen Herzwurm stieß!!
    Eine sofort erfolgte Entwurmung rettete der Hündin das Leben !! Untersuchungen bestätigten den laienhaften Verdacht der Freundin.
    Einige Behandlungen mussten noch folgen, da Hund durch die Wurminfektion ziemlich angegriffen war - heute springt sie wieder rum wie ein junger Hund und ist frech wie nie zuvor !

    Sie hat sich den Herzwurm offensichtlich durch Schnecken zugezogen, beim googeln findet man einiges darüber. Weder die Klinik noch sonst ein TA hatte überhaupt nur ansatzweise dran gedacht, die Symptome waren nicht wirklcih typisch da sie auch kaum Husten aufwies, nur ab und an hüstelte was man auf ihren schlechten Allgemeinzustand zurückführte. Allerdings verstopfen wohl auch Gefäße gerne in Rückenmarksgegenden..................

    *gedanken-anstoss*

    Ganz ehrlich, ich weiß nicht warum die anderen so "zahm" reagiert haben.

    Ich finde es ein Unding einen Hund, der gerade mal Sa angekommen ist am Mo schon alleine zu lassen, Di mit ihm zu sein und Mi schon wieder alleine zu lassen. Da er aus der Tötung kommt hat er schon einiges erlebt bzw nicht gelernt - und ihr lasst ihn gleich alleine.

    In meinen Augen absolut unverantwortlich dem Tier gegenüber - wie habt ihr euch das gedacht? Ihr kauft euch einen Hund und da das alle machen, lässt man den einfach viele Stunden alleine ohne ihm zu erklären, was eigentlich wie jetzt in seinem neuen Leben läuft.
    Echt, ich bin total fassungslos über soviel mangelndes Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein einem Lebewesen gegenüber, dessen Leben grad total auf den Kopf gestellt wurde.........

    Zitat

    Mir ist das mittlerweile wirklich peinlich und ich bin wieder mal kurz davor die Hundeschule zu beenden. Mir macht das so auch keinen Spass mit ihr.

    Ist das denn zu viel verlangt, dass sie auf dem Hundeplatz das macht, was sie zuhause auch kann?

    Kann das sein daß Du ziemlich unter Druck stehst das alles sofort klappen muss? Ich habe grad ein bissi in Deinen anderen Beiträgen gestöbert - Du meckerst immer nur über den Hund und stellst nie in Frage ob Deine Art des Umgangs und der Erziehung vielleicht nicht das Richtige für den Hund ist??

    Du hast hier schon so viele Tipps für den Hund gekriegt, dem Du teilweise Sturheit und Dummheit unterstellst - was davon hast Du in der letzten Zeit umgesetzt?
    Mir vermittelst Du den Eindruck, als ob Dir jegliche Empathie und alles an Gefühl für Deinen Hund fehlt :sad2:

    Diese Seite hier http://www.gtvt.de/ kann Dir vielleicht weiterhelfen, zumindest kan Dir da jemand einen Hundepsychologen empfehlen.

    Es muss gar nichts Schlimmes in der Welpenzeit passiert sein, es reicht völlig, wenn Welpen nichts kennenlernen. Wenn sie isoliert oder ohne große Umweltreize groß werden, haben sie auch in Zukunft Schwierigkeiten mit der Angst und der Bewältigung.
    Reizarme Umgebungen "verhindern" das im Gehirn wichtige Verbindungen geknüpft werden - und das kann später nur unzureichend wieder gut gemacht werden.
    Diese Tiere lernen auch beim 1000.Mal nicht, daß die Mülltonne da vorne keine Hunde frisst - da fehlen neuronale Verknüpfungen - vielleicht haben sie beim 2000.Mal kapiert, daß die Mülltonne nur mäßig gefährlich ist...........

    Das wäre meine Vermutung - oder ein tiefgreifendes Trauma was die Hundeseele so stark gefangen hält daß der Kleine da nicht mehr rauskommt und in seiner Angst gefangen ist.

    Um es jetzt mal grob vermenschlicht auszudrücken, vor allem wenn Dein Hund aus Unsicherheit pöbelt:
    "Da kommt ein Hund, ich fühl mich schlecht, Hund hau ab, Hund soll abhauen ich hab Schiss........ jetzt ist Frauchen auch noch aufgeregt, hab ich doch recht das Hunde schrecklich sind, warum kann ich denn nicht weg dann muss ich ja böse werden, Frauchen wird ja auch immer böser und schimpft............"

    Das erhebt jetzt keinen Anspruch auf absolute Korrektheit, aber so in etwa fühlt sich Dein Hund. Unsichere Hunde wollen Distanz zu den Dingen aufbauen / haben, vor denen sie sich fürchten. Wenn das nicht geht (leine) dann wird gepöbelt um sich diesen "Schrecken" vom Leib zu halten. Kommt vom Menschen dann noch eine Maßregelung, fühtl sich der Hund bestätigt in seinem Tun und hilflos in seiner Unsicherheit.

    Stell Dir vor, Du hast Angst vor Spinnen und sollst an einer Spinne vorbei gehen - ganz dicht. Wenn Dich Dein Partner dann an der Spinne vorbeizerrt und Dich anschnauzt, daß Du Dich nicht so anstellen sollst - hast Du dann was gelernt?? Höchstens, daß Dich keiner versteht.... :fear:

    Redet er aber lieb auf Dich ein, führt Dich in einem Bogen an der Spinne vorbei und Du kriegst auch noch Schoki - dann lernst Du, das es noch andere Wege gibt und das jemand deine Ängste wahrnimmt und auf Dich eingeht :smile:

    So grundsätzlich ist das Verhalten von Hunden bei massiver Pöbelei zu verstehen - maßregeln bringt da gar nichts. Schwierig machen zwei Dinge diese Pöbelei bei Hunden: man kann die Auslöser nicht immer meiden und das Verhalten hat sich schon ziemlich verselbständigt.

    Gegenarbeiten kannst Du jetzt mit dem Klicker und mit dem oben verlinkten "Zeigen&Benennen" durch das bei richtigem Training viele Dinge ihren Schrecken verlieren.