Beiträge von Dächsin

    Mir kam auch gleich der Gedanke an eine SDU - alles in allem hört sich das wirklich nach einem gravierenden gesundheitlichen Problem an.

    Hast du die Möglichkeit, Diesel mal in einer Tierklinik vorzustellen? Bei so einer komplexen und doch ergebnislosen Vorgeschichte ist das oft die beste Möglichkeit.
    Ausserdem sind die auch in ungewöhnichen Diagnosen besser informiert - ich nenne jetzt mal den franz. Herzwurm als Beispiel. Den hatte sich eine befreundete Hündin eingefangen, starb fast dran weil 5 TÄ nichts finden konnten. Erst eine TK brachte den diagnostischen Durchbruch - die haben halt andere Möglichkeiten und einen größeren Erfahrungsschatz als ein normaler TA.

    Eine meiner Freundinnen macht mit ihren Hunden auch Therapiearbeit - in Behinderteneinrichtungen, Altenheimen und Kinderheimen sowie bei irgendsoeinem Verein der Lernschwache Kinder und Kinder aus sozial auffälligen Familien betreut.
    Es sind 3 recht große Mischlinge (Hündin 12jahre, Neufi-Jagdhund.Mix, Rüde7J, Irisch-Wolfshund-Irgendwas-Mix, Rüde 5J,Schäfer-Dogge-Mix) und ein kleiner Wischmop - irgendein Terriermix.
    Außer der Hündin sind alle Hunde aus dem Tierschutz, der Schäfer und der Terrier mit unbekanntem Vorleben als erwachsene Hunde zu ihr gekommen.

    Die Hunde arbeiten "aktiv" mit den Leuten, lassen sich rufen, streicheln, spielen mit den Kindern, werden Gassi geführt. Den anstrengensten Job haben die Hündin (mittlerweile aber in Rente) und der Wischmop: sie liegen bei Patienten im Bett oder im Rollstuhl, geben Nähe, Wärme und Geborgenheit. Eigentlich müssen sie nichts machen ausser ruhig dazuliegen - aber nach 15Min sind die völlig platt.

    Je nach Anforderungen nimmt die Freundin die Hunde abwechselnd mit zur Therapie, es sind glaub ich 4 Tage pro Woche nur jeweils max 2 Stunden. Kein Hund arbeitet mehr als 2 Tage in der Woche, es ist fürchterlich anstrengend für die Tiere.

    Aber alle Hunde haben ein sehr nervenstarkes, ausgeglichenes Wesen, machen als Ausgleich Agility und Frisbee, brauchen nach einer Therapieeinheit einen wirklich ausgiebigen Spaziergang ohne irgendwelche Anforderungen.
    Dem Schäfer und dem Irish-Mix sind natürlich durch ihre Größe Grenzen gesetzt - aber da sie recht "robust" sind stecken sie auch gröberes Handling leicht weg, der Schäfer ist der Liebling der Kinder und ist selber immer ganz verrückt auf Kinder.

    Keiner dieser Hunde ist der "typische" Therapiehund was Optik, Größe und Rasse angeht - aber alle 4 füllen ihren Job mit Herz und Pfoten aus, verzeihen auch mal ungeschicktes Tatschen und 3 sind aus dem TS.

    Meine 2cents zu dem Thema :D

    Finde ich eine tolle Idee das mit der Leinenführigkeit - da wär ich so nie drauf gekommen. Mir wurde die IB eben ans Herz gelegt weil mein Hüterich ja doch mit einem riesigen Rollkoffer voller Probs hier aufgeschlagen ist.

    Daß das, was ich als Keep-Going bezeichne eigentlich auch unter die IB fällt.......... das hab ich erst später kapiert.

    Ich habe mich mal rangetastet und am Anfang beim Bürsten, später dann bei allerlei "Manipulationen" am Hund die IB benutzt.
    Ich fand lalalala am einfachsten - man kann es ruhig sagen, in einem angenehmen Singsang, man hält es recht lange durch (versuche mal, immer pieppieppiep zu sagen, das wird hinterher pipipipipi) und ich finde es ehrlich gesagt nicht so waaaahnsinnig auffällig.

    Beim Rückruf nutze ich allerdings juijuijui - würde es aber eher als "keep-going-Signal" bezeichnen um den Hund im Signal zu halten und anzufeuern.
    Die IB verwende ich meistens bei den Sachen die Hund nicht so mag - um ihm mitzuteilen:es dauert noch, du musst noch durchhalten - und die IB löse ich mit einem Klick & Lecker auf.

    Angefangen habe ich mit ganz kurzen Einheiten lalala, Klick und Lecker. Dann während lalala iwas am Hund gemacht, Klick, Lecker. Zeit immer mehr ausgedehnt usw. Iwann hatte ich den Eindruck, daß das lalalala Hund in eine Art "Duldung" oder "Trance" versetzt - ich kann es nicht genau beschreiben. Aber er hat sich entspannt in sein Schicksal gefügt und auf den alles auflösenden Klick gewartet. Und er war nicht genervt, ließ fast alles mit sich machen was uns vorher vor schier unlösbare Probleme stellte und war vor allem hinterher noch völlig entspannt.

    Wir haben ein Ritual entwickelt was ihm ebenfalls hilft, die Manipulationen zu ertragen: ich hole das nötige Bürstzeugs, den Klicker und einen Haufen Leckerlies, dann wird Hund ins Platz gelegt und ich nehme eine Bürste in die Hand, zeige sie ihm, sage "bürsten" (damit er weiß, was kommt) und fange an. Dabei fange ich sofort mit lalala an, immer wieder wird mit Klick & Lecker belohnt und mit dem Wort "bürsten" wieder weitergemacht.

    Am Anfang hatte ich hier einen Hund, der beim Anblick von Kamm und Bürste völlig in Drohstarre verfallen ist - und das bei seiner Putzwolle :D Die IB war für uns ein wahrer Segen und ist mittlwerweile nur noch bei den Problemzonen nötig, für die restliche Fellpflege brauche ich sie kaum noch.

    ......wenn du sogar die Kassiererin klickerst :lachtot:

    Nach dem "Stadtgassi" Hund ins Auto und noch schnell in Edeka rein - Klicker baumelte noch am Handgelenk. An der Kasse dann Kleingeld/Wechselgeld hin-und hergegeben bis es passte - die Kassiererin meinte: 'na, jetzt stimmts' und ich sag mit schönster Frauchenstimme: 'Ja Priiiiiiima' und drück auf den Klicker - den Griff in die Leckerchentasche konnt' ich mir grad noch verkneifen :D :D

    Die Blicke der Umstehenden reichten von amüsiert bis ahnungslos...........

    nextdog, ich finde, du solltest dich mal in einem Forum von Betroffenen umschauen und umhören - dann würdest du fundiertere Aussagen über ADHS machen können.

    Was du hier über diese "Störung" von dir gibst ist populistisches Halbwissen, du machst dich lustig (Bachblüten) und hast als "Lehrer" deshalb in meinen Augen keine Kompetenz, mit solchen Kindern umzugehen. Menschen wie du sind der Grund dafür, daß ADHS-Betroffene es häufig so schwer haben mit ihrer "Störung" einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

    Und ja, es ist mittlerweile festgestellt das auch Hunde sowas wie ADHS haben - und es immer mehr werden. Das hat eben - wie beim Menschen - etwas mit der genetischen Disposition zu tun, den Bedingungen in der frühen Lebensphase sowie den unvermeidlichen Umwelteinflüssen - z.B. über die Nahrung.