Beiträge von silvi-p

    Huhu,
    ich wollte noch was zum Pinscher sagen.
    Meiner Meinung nach sind sie ein bissel "speziell" im Wesen. Sehr sensibel, aber dabei meist sehr eigenständig. Können (!) zum "Schützen" neigen, sind Fremden meist eher skeptisch gegenüber.
    Ich denke, durch Erfahrung mit Dobis hast du vielleicht auch Erfahrung mit einigen dieser Wesenszüge. Ich wollte nur damit sagen, dass ein Pinscher selten ein "gutmütiger Mitmachhund" ist, sondern seine Besitzer durchaus auch fordern kann ;)
    Pinscher sind aber auch gute Hofhunde, besonders mit Pferden sollen sie gut zurecht kommen. Allerdings haben sie auch oft gescheiten Jagdtrieb, sodass es u. U. dauern kann, bis man sie "sorglos" am Pferd mitnehmen kann.

    Bei euch hört es sich nach Hof an - dann wäre doch ein Mudi bestimmt auch cool!
    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    die Schilddrüsenwerte sind sehr schwierig zu interpretieren, es gibt zwar Grenzwerte, aber auch ein Wert, der zwar drüber, aber nur geringfügig drüber liegt, kann schon ein Problem sein... Und ich kann mich erinnern, dass es hieß, es würde standardmäßig ein Wert zuwenig gemessen.

    Ich würde mich bei einem TA mit verhaltenstherapeutischer Ausbildung schlau machen, unter http://www.gtvt.de findest du Adressen.
    Und ich habe hier noch ein pdf zum Thema:

    http://www.problemhundeforum.de/downloads/subk…U-d_jantzen.pdf

    Allerdings bedeutet das mE, dass dir hier so über Ferndiagnose wahrscheinlich eher nicht geholfen werden kann.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    tja, das isses halt. Wir wissen ja nicht, was da vorgegangen ist. Ich denke, es gibt genügend Malteser in Dtld, und ich denke auch, dass die Größe im Rassestandard gilt.
    Was jetzt einzelne "Züchter" anfangen, bzw ob die angesprochenen großen Malteser wirklich von einem seriösen Züchter kommen, können wir ja nicht wissen. (Ich glaube es rein bauchmäßig nicht!)
    Ich hätte auch lieber größere Zwergpinscher, rein nach meinem Geschmack finde ich 35-40cm viel schöner als die kleineren. Trotzdem bleibt der Standard bestehen, die zu großen bekommen keine Zuchtzulassung, und daher wird es ein Traum bleiben (und die großen Exemplare nur Zufall, den ein seriöser Züchter eigentlich vermeiden möchte).

    Ich persönlich denke, die Leute denken, der EU-Pass sind die "Papiere", und weil der TA "Malteser" da reingeschrieben hat, muss es ein reinrassiger sein.

    Züchter wollen die Rasse erhalten und verbessern, kommt halt drauf an, was unter "Verbesserung" verstanden wird. Meiner Meinung nach dürfte es da nur um gesundheitliche Dinge gehen, und zweitens darum, das Exterieur möglichst dem Standard entsprechend hinzubekommen.
    Um gesundheitliche Probleme zu beseitigen, sind es ja auch nicht "beliebige" andere Rassen, das meinte ich auch mit meinem obigen Post, dass das im Verband überlegt werden muss, und kontrolliert und dokumentiert.

    Du hast Recht, einen Malteser einfach so ein paar cm größer, das sollte mE auch kein Zuchtziel sein. Soweit ich weiß, gibt's bei denen ja keine Größenklassen.
    Daher finde ich es auch fraglich, was das für ein "Züchter" sein soll - wenn die Eltern deutlich größer als der Standard sind, kriegen die keine Zuchtzulassung, und dann kann man nicht davon ausgehen, dass der Wurf im Verband genehmigt bzw betreut wird.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    ich denke, das muss im Verband genehmigt werden, wird es bestimmt auch nur in Ausnahmen.
    Ich kenne den Fall von deutschen Pinschern. Da wurde zu DDR-Zeiten mal eine Dobermannhündin eingekreuzt, weil die Rasse so selten war und der Typ wohl etwas verloren ging. Die Nachkommen erhielten Registerpapiere und nach der 4. (?) Generation wieder "normale" Papiere.

    Also einfach so kann man nicht Rassen einkreuzen. Ich weiß auch nicht, inwiefern bei den Nachkommen Ausnahmen bei der Zuchtzulassung gemacht werden (zB, wenn sie eben größer werden, dafür aber den anderen Vorzug wie eben zB längere Nase haben).

    Haben die großen Vertreter der Malteser "normale" Papiere und ist die Einkreuzung nicht dokumentiert, ist es wahrscheinlich nur Richter-Ermessen, ob er sie DISQ oder ob er beide Augen zudrückt.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi Luisa,
    mir geht es nicht um das Alleine bleiben als solches.
    Mir geht es darum, dass so viele Dinge von einem Hund erwartet werden, und das Alleine bleiben ist da halt ein Teil, dass man leicht übersieht, wann die Grenze zwischen "ich halte mir einen Hund" und "eigentlich könnte ich mir auch einen Plüschhund daheim hinlegen" sehr dünn oder überschritten wird. Alles zusammengenommen finde ich eben schon viel verlangt. Wer dies alles von seinem Hund verlangt, ohne darüber nachzudenken (das sind dann wieder die, die die Freizeit komplett dem Hund opfern), ist für mich ein Tyrann oder hat einen Hund, der schon fast klischeehaft "brav" ist. (Andere würden sagen, "doof".)

    Und zu deinem Argument, dass auch wir als Kinder Gesellschaftsregeln lernen: Ja klar, tun wir - aber wir sind Menschen und es ist eine Menschengesellschaft. Soooo krass stehen die Regeln unseren Bedürfnissen nicht entgegen. Hunde haben nun mal nicht darum gebeten, und einige Interessen stehen dann halt doch den "Erwartungen" der Menschen entgegen (wie du sagtest - ich möchte schnappen, wenn ich bedrängt werde, ich möchte Beute hetzen etc.)

    Muss weg, viele Grüße
    Silvia

    Hi Trine,

    aber genau das

    Zitat

    Das ganze halt auch auf mehrere Geräte ausgedehnt. Jedoch hier passiert mehr das er verschwiedet, weil es ihm pinscherartig zu langsam und zu langweilig wird/ist.

    kannst du ausbauen. Motivier ihn zwischendurch. Mach die Sequenzen langsam immer schwieriger - Wechsel, viele Kontaktzonen, wenig Sprünge, keine Geraden, meinetwegen auch noch Slalom drin, damit er sich wirklich konzentrieren muss. Achtung, das ist für beide ober-anstrengend!
    Deinem Pinscher ist bei den einfachen Sachen (Geraden, Tunnel) langweilig, erst wenn er rumrasen kann, macht's ihm Spaß! Dann forder' ihn einfach mal kopfmäßig dabei und motivier ihn fett, damit er merkt, dass die tollen bunten Geräte Arbeit bedeuten, mit der man auch ohne Rumpesen Spaß haben kann.

    Keine Ahnung, wie das so im Training machbar ist. Aber ne Leine wäre mir wirklich zu gefährlich.
    Eigentlich hört es sich nach nem Junghund an, der einfach nur Spaß am Rennen hat, aber vielleicht vom Kopf her noch nicht so weit ist, konzentriert einen ganzen Parcours zu gehen. Musst du beurteilen.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Hi Trine,
    dann würde ich tatsächlich auch nur 1-2 Geräte machen. Am besten Kontaktzonengeräte, damit er gar nicht erst schnell werden kann. Ich würde es auch nicht mit Leine machen. Wäre mir auch zu heiß.
    Du kannst das nicht mit BH-Training vergleichen. Leckerli sind Moti, die Leine dient in deinem Fall dazu, fehlenden Gehorsam auszugleichen. Das ist was anderes.
    (Ja, ich übe für die BH auch gleich ohne Leine. Nicht ohne Leckerli. Auch im Agi haben wir gleich ohne Leine/Halsband angefangen.)

    Das Problem ist halt, dein Hund muss ansprechbar bleiben. Sinnlos durch den Parcours rasen bringt keinem was. Du könntest ihn auch durch den Tunnel abrufen, und wenn er bei dir ist, ihn ein bissel im Tunnel blocken, sodass er quasi "stecken bleibt", ganz krass gesagt, einfach, damit er nicht in den "Rase-Rausch" kommt.
    Du könntest auch versuchen, ihn nur durch den Tunnel laufen zu lassen (ohne weitere Hindernisse) und ihn anzusprechen, wenn er etwa am Tunnelende, aber noch drin ist - meeeegahohe, quietschige Stimme, super Belohnung - aber dafür im leichten Winkel zum Tunnelausgang, also eben nicht geradeaus. Erstmal ziemlich nah am Tunnel, dann weiter weg und eckigere Winkel. Wie sprichst du ihn jetzt nach dem Tunnel an? Und was sagt dein/e Trainer/in denn dazu?

    Es macht nix, wenn er erstmal nicht ganz so rast - du musst ihn kontrollieren können. Die Geschwindigkeit kommt schon wieder. Ist ja ein Pinscher ;)

    Viele Grüße
    Silvia
    PS: http://www.youtube.com/watch?v=tKo_PMyyUpk - die ersten 30 Sekunden - aber das hat er nur ein einziges Mal gemacht.

    Hi,
    sehr interessant.
    Ein bißchen, finde ich, hängt es am fehlenden Einfühlungsvermögen und am fehlenden Respekt vor dem Tier als lebender Kreatur mit einem eigenen Charakter, eigenen Begabungen und eigenen Bedürfnissen. Ein HH sollte ein souveräner Führer sein, kein Tyrann.

    Manche Dinge kann man an Hunden einfach nicht wirklich ändern, nicht mit den besten Trainingsplänen. Mein Hund wird Fremde nie schwanzwedelnd begrüßen. Zuerst war es mir vor Nicht-HH ein wenig befremdlich, sagen zu müssen: er lässt sich nicht so gerne anfassen, am besten in Ruhe lassen.
    Aber mittlerweile habe ich erkannt, dass er da einfach eine Grenze hat. Punkt, aus. Er entscheidet. Denn es ist für mein Seelenheil NICHT nötig, einen Hund zu haben, der irgendeinem Klischee in uninformierten Köpfen entspricht. Und es ist definitiv NICHT ausgeschlossen, dass er sich von selbst der Grenze nähert. Nur kann ich ihn nicht dazu zwingen.

    Man kann sich immer wieder wünschen, dass Probleme nicht da wären, es ist natürlich gut und sinnvoll, wenn man an etwas arbeiten kann, um Stress aus der Welt zu schaffen.
    Aber: inzwischen wird sooooo viel von unseren Hunden verlangt, dass man da schon leicht Grenzen übersieht. Man fordert perfekten Grundgehorsam. Der Hund soll immer, wenn gewünscht, alleine bleiben können, damit Familie und Freunde nicht zu kurz kommen. Der Hund soll mit allem und jedem verträglich sein, am besten auch noch mit Fremden, falls man doch mal ne Flugreise macht und der gewohnte Sitter ausfällt. Gleichzeitig aber soll er ein super-Teamplayer sein, der immer mitarbeitet (aber möglichst keine eigenen Ideen hat - was ist denn das für ein TEAM??), seine Menschen über alles liebt, ihnen nie was krumm nimmt und auch noch alle seine potenziell unpassenden Instinkte hinten anstellt.
    Ja aber hallo.
    Als MENSCH möchte man sich einen HUND halten - und dann ist auch MENSCH für das HUNDEWESEN, das, was es ausmacht, verantwortlich. Nicht für das, was einem im Kopf rumspukt, sondern für das, was vor einem steht.
    Das hat meines Erachtens wenig mit Halti, Wattebäuschchen oder Geschirr zu tun.

    Püh. Muss nun mit meinem Hund raus.
    Viele Grüße
    Silvia

    Kann mich nur anschließen, wohne ja in der Großstadt.
    Hier gibt's sehr viele Jackies. Nur teilweise in den richtigen Händen, leider. Die eine Hündin war als Junghündin sooooo lieb und süß, aber so langsam entwickelt sie sich zum Tyrannen (geht jeden anderen Hund an), weil Frauchen einfach zu weich ist (eine ältere, nette Dame). Frauchen geht sogar darauf ein, wenn die Hündin es Frauchen nicht erlaubt, andere Hunde zu streicheln...!

    Weitere Modehunde: Viszlas sowie Aussies. Border noch nicht so ganz viele.

    Viele Grüße
    Silvia