Huhu,
ich muss mich eljott anschließen.
Meiner Meinung nach sind die HH, die einen HSH (für mich die am schwierigsten auszulastenden bzw "ersatz-zu-befriedigenden" Hunde) in voller Kenntnis der Bedürfnisse und des Wesens aufnehmen, sehr sehr rar.
Gerade in unserer Nachbarschaft lebt ein Owtscharka. Der geht völlig ab an der Leine. Jetzt komm ich mit meinem 8kg-Hund daher. Prost Mahlzeit.
Ich sehe ihn auch nicht mehr hier spazieren gehen, ich glaube, die Nachbarn fahren jetzt immer mit ihm irgendwohin raus. Ich habe auch von einer anderen Hundehalterin hier in der Straße gehört, dass die Familie mit dem Hund recht unglücklich ist.
Irgendwie tun sie mir leid (die Leute UND der Hund), aber irgendwie muss ich auch sagen: wer kommt auf sone Idee, sich in soner Wohnsituation (Wohngebiet mit Häusern/Reihenhäusern/ziemlich kleinen Gärten) einen HSH anzuschaffen? Naja, vielleicht haben sie ihn auch als Welpe aus dem TH, wer weiß...
Ich persönlich kenne nur Fälle wie diesen, wo Leute und/oder Hund nach ner Weile unglücklich werden (es macht's ja auch nicht gerade leichter, dass die Hunde wohl recht spätreif sind, da hat man laaaaange Zeit, ne ganze Menge zu versauen). Ich denke, nach Deutschland gehört eigentlich weder ein Kangal noch ein Owtscharka, denn zu 95% haben wir keine passende Wohnsituation mehr, und zu 99% nicht die passenden Halter.
Andere Rassen als HSH-Rassen finde ich nicht sooo schwierig, denn zumeist können sie ersatzbeschäftigt werden, oder es geht nur um eine Art spezieller Arbeit, die auch hier anfällt. Die Territorialität der HSH ist ein Charakterzug, der meines Wissens bei kaum einer anderen Rasse so stark ausgeprägt ist, und gerade die macht ja hier die meisten Problemchen.
Viele Grüße
Silvia