Wenn dein Vater als Rentner sich oft zeitweise um den Hund kümmern soll, mußt du auch seine Möglichkeiten und Grenzen mitbedenken. Bis zum Alter von zwei bis drei Jahren sind in der Regel alle Hunde impulsiv und temperamentvoll, auch solche Rassen, die als ruhig gelten. Bis ein Hund die Leinenführigkeit so verinnerlicht hat, daß er in jeder Situation zuverlässig ist, vergeht schon einige Zeit.
Ein größerer Hund, der voll in die Leine springt, zB bei Sichtung eines anderen Hundes, kann aber einen älteren Menschen schnell von den Füßen reißen.
Ich kenne in meiner Umgebung einige Rentner, die tagsüber die großen Hunde ihrer vollzeitarbeitenden Söhne oder Töchter hüten, damit aber sichtlich überfordert sind. Die Idee ist meist, daß der Besitzer seinen Hund erzieht und ihn dem Vater fertig erzogen, leinenführig und gehorsam in die Hand drückt. Leider funktioniert es so nicht. Der Hund findet zu jedem Betreuer sein eigenes Verhältnis und weiß genau, was er sich bei wem erlauben kann. Zumal wenn der Betreuer von sich aus wenig Interesse daran hat, die notwendige Erziehungsarbeit zu leisten, was man ihm ja nicht verdenken kann, wenn er den Hund nur aus Gefälligkeit hütet.
Wenn dein Vater den Hund ausschließlich im Garten betreut und du selber alle Spaziergänge machst, ist das sicher ein Punkt, den du vernachlässigen kannst. Andernfalls aber ist das kein ganz unwichtiger Aspekt, wenn alle Beteiligten auf Dauer miteinander zufrieden sein sollen.
Dagmar & Cara