Beiträge von dagmarjung

    Ausschnitt aus dem gedruckten Interview

    Zitat :UP, Hervorhebungen von mir

    "Natürlich. Das größte Problem in der Hundeerziehung ist seit Jahren der "jagende Hund", das ist der Fachbegriff für den Hund, der einem Reh oder Hasen nachläuft. Der Hundehalter sagt: "Naja, der folgt seinem Instinkt." .... Ein Hund in der Natur jagt nicht, wenn er nicht muss."
    Doch, Hunde jagen "in der Natur", auch ohne zu müssen, wenngleich nicht unbedingt immer erfolgreich. Etwas anders zu behaupten zeugt von grundlegender Unkenntnis bezüglich Hundeverhalten. Das ist auch durch Freilandbeobachtungen an verwilderten Hunden belegt, aber die müßte man halt kennen.


    "Warum sollte er unnötig Energie verschwenden? Der Mensch hat die Jagd auch aufgegeben, nachdem er den Ackerbau und de Viehzucht entdeckt hatte. Ist ja auch logisch. Wer will schon jagen, wenn es draußen schneit oder wenn man krank ist."


    Schon ein flüchtiger Blick in die Menschheitsgeschichte zeigt, daß der Mensch bis heute sehr gerne jagt, auch wenn er es nicht muß. Ein Vergnügen für alle Schichten oder ein Privileg der Mächtigen, gejagt wurde und wird immer und weltweit, in armen ebenso wie in wohlhabenden Ländern, wo wirklich keiner aus Hunger jagen müßte.


    Dagmar & Cara




    Ich bin eine Fast-Überall-Leserin: Bett, Badewanne, Eßtisch, Straßenbahn, Zug. Sogar zum Hundespaziergang kommt oft ein Buch mit: Cara beschäftigt sich nämlich auch gerne mal längere Zeit an einer Stelle mit Buddeln, Schnüffeln oder selbsterfundenen Solospielen mit dem Ball. Da lohnt es sich schon, etwas zum Lesen dabeizuhaben.
    Wo ich gar nicht lesen kann: Im Auto und im Bus. Da wird mir umgehend schlecht.

    Dagmar & Cara

    Umarmt werden (von beiden Seiten festgehalten) mögen Hunde generell nicht gern, das ist ein alter Hut. Ob ein Hund meine Schmuseeinheiten gerade mehr oder weniger schätzt, läßt sich aber ganz leicht feststellen: ich kraule oder streichle Hunde immer so, daß sie sich nach einer Seite hin entziehen können, wenn sie genug haben. Außerdem halte ich immer mal wieder kurz inne und warte ab, ob der Hund mir durch eine Reaktion zeigt, daß er weiter beschmust werden möchte, zb durch Anschmiegen, Hand lecken, Anstupsen oder ähnliches. Besonders achte ich darauf, wenn ich fremde Hunde streichle, aber durchaus auch bei meiner eigenen Hündin.
    Und dasselbe Prinzip gilt auch bei allen übrigen Tieren wie Katzen, Kaninchen, Pferden...

    dagmar & Cara

    Bei der Modeschur der Pudel werden Gesicht und Kehle kurz ausgeschoren. Hinten am Hals bleibt die Wolle etwas länger. So wirkt der Hals schlank. Wie weit man das herunterzieht ist Geschmacksache.
    Hier wirkt es dank ungünstiger Beleuchtung + Apricotfarbe tatsächlich etwas seltsam, als ob der Hals nackt wäre, in Wirklichkeit ist das Haar aber nur so kurz wie im Gesicht.

    Dagmar & Cara

    Ich habe Cara auch mit 8 1/2 Wochen geholt und von Anfang an in meinen Single-Alltag mitgenommen. Da das Alleinbleiben natürlich noch nicht möglich war, kam sie selbstverständlich auch mit, wenn ich notwendige Besorgungen in der Stadt erledigt habe. Begegnungen mit Menschen jeden Alters ergeben sich mit einem Welpen ganz von selbst, wobei ich nie zugelassen habe, daß der Welpe distanzlos "überfallen" wurde. Ich bewege mich mit Fahrad, S-Bahn, Straßenbahn und Bus, also keine Frage daß Cara das von Anfang an kennenlernte.
    Tierarzt ergab sich ebenfalls von selbst, da ja noch Impfungen fällig waren.
    Das einzige, was sich nicht zwingend aus dem Alltag heraus ergab, war die Teilnahme an einer gutgeführten Welpenstunde, wovon Cara durchaus profitiert hat.

    Einige Zeit lang wurde von Hundeexperten ein teilweise sehr umfassendes Programm gefordert, um Welpen möglichst früh an möglichst viele Umweltreize zu gewöhnen. Zur Zeit und besonders auch hier im Forum stelle ich einen gegenteiligen Trend fest: Aus Angst vor Reizüberflutung und Überforderung wird Umwelterfahrung nur in homöopathischen Dosen empfohlen.

    Für mich liegt die Wahrheit in der Mitte.
    Aus Cara ist jedenfalls ein sehr ausgeglichener und umweltsicherer Hund geworden.

    Dagmar & Cara

    Die TE hat den Hund erst seit letzten Mittwoch, und obwohl sie sich grundsätzlich einen Hund wünscht, war die Übernahme ungeplant. Von einer Bindung kann da noch keine Rede sein, eher von einem verlängerten Wochenende. Dem Hund wird die Abgabe sicher nicht das Herz brechen, und von einem Wanderpokal zu reden, ist nicht angemessen.

    Die Ratten und Mäuse hält die TE geplant und in angemessenen Gehegen.
    Es kann nicht im Sinne einer artgerechten Tierhaltung sein, die Nager jetzt dauerhaft in Notkäfigen im Badezimmer zu stapeln. Auch eine anderweitige sichere und dauerhafte Trennung ist wohl kaum realistisch.

    Liebe TE, manchmal muß man sich eingestehen, daß man etwas länger auf die Erfüllung seines Traums warten muß, bis wirklich alle Bedingungen dafür erfüllt sind.
    Ich möchte dir noch einmal ans Herz legen, mit dem Tierheim Kontakt aufzunehmen, von dem der Hund kommt.

    Dagmar & Cara

    Wenn die Hündin aus dem Tierheim oder von einer Tierschutzorganisation kommt, ist das sicher so im Vertrag geregelt, daß deine Freundin sie auch dorthin wieder zurückgeben muß, wenn sie sie nicht behalten kann. Tierheime legen großen Wert darauf, daß die Hunde nicht an Dritte weitergegeben werden.

    Ich halte es im Interesse deiner Ratten und Mäuse für zu gefährlich. Leider entsprechen kleine, huschende Nager zu 100% dem Beuteschema von Hunden, das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer als Katzen. Allein der Stress durch das Dagegenspringen ist nichts, was ich den Nagern zumuten würde.

    Bitte wendet euch unbedingt an das TH und laßt euch dort helfen. Tierheime haben Erfahrung in der Vermittlung von Hunden, mehr als du oder deine Freundin es haben könnt.

    Dagmar & Cara

    Ich gebe mal eine Buchempfehlung:
    Sabine Middelhaufe: Jagdhund ohne Jagdschein

    Auch ihre Webseite wird euch weiterhelfen:
    Sabine Middelhaufe - Hund & Natur Startseite
    Das Problem bei Jagdhunden und anderen Arbeitspezialisten, die als reine Begleithunde gehalten werden sollen, ist einfach, daß du -womöglich lebenslang - gegen die Begabungen und Neigungen deines Hundes antrainieren must. Es macht unendlich mehr Freude, die Anlagen des Hundes zu stärken, zu förden und zu entwickeln als sie ab- und umzulenken und zu unterdrücken.

    Wenn die verständliche Faszination sich in erster Linie auf das Äußere bezieht, würde ich doch eher davon absehen und mir eine Rasse suchen, die auch tatsächlich in euer Leben passt.

    Dagmar & Cara