Beiträge von dagmarjung

    Hab mir gerade mal Nowaks Homepage bezüglich Werdegang angeschaut- Beruf Liedermacherin, hat eine Ausbildung zur Heilpraktikerin in Psychotherapie für Menschen gemacht (Kein Studium) und ein "Fernstudium" in Hundepsychologie bei einer nicht genannten Institution/Firma/Wasauchimmer. Also kein Studium (Hundepsychologie ist kein Studienfach).

    Die berühmt-berüchtigten 'Rudelstellungen' sind tatsächlich auch auf ihrer Homepage der neueste Schlager. Na toll. Was bisher der milde belächelte Blödsinn einer kleinen Sekte war, wird dann ja wohl bald via Fernsehen die neue Religion in Hundedeutschland.

    Himmel hilf! :???:

    Dagmar & Cara

    PS: Danke für die Links zu den kritischen Artikeln zu Fernsehtrainern!

    Bei King Charles Spaniel fällt mir auch das Stichwort Migräne ein, es gibt da eine rassebedingte Krankheit, die mit Kopfschmerzen einhergeht. Wobei der Terrier da ausgleichend wirken sollte. Aber ich würde auch unbedingt zum Tierarzt gehen. Deine Schilderung läßt mich eher an eine gesundheitliche Störung denken als an ein Erziehungsproblem.

    Alles Gute für euch!

    Dagmar & Cara

    Haltung auf dem Balkon fällt definitiv nicht unter 'Auslauf im Freien'!

    Wenn der Hund sich wirklich regelmäßig auf dem Balkon lösen muß, spricht das wohl nicht dafür, daß er oft genug rauskommt, egal zu welchen Zeiten. Und wenn die Halterin die Kacke einfach runterfegt, wird man diesen Sachverhalt ja leicht überprüfen können. (Igitt!)

    Es gibt Alkoholiker, denen man es nicht ansieht, und andere, die schon von weitem auffällig sind. Im zweiten Fall muß man wirklich nicht näher bekannt mit der Person sein, um das zu beurteilen.

    Wenn die Zustände so sind wie von dir beschrieben, würde ich eher gleich das Ordnungsamt einschalten und nicht erst das Gespräch mit der Halterin suchen.


    Dagmar & Cara

    Zum Thema Kastration, weil das Tierheim es so will: solche Klauseln in Kaufverträgen sind null und nichtig. Du kannst diese Klausel getrost ignorieren, sie hat keinerlei rechtliche Bindung.

    Eine Kastration kann sinnvoll sein, falls ein Rüde ein übertriebenes Sexualverhalten zeigt, auf jede Hündin draufspringen möchte, sich mit jedem Rüden anlegt, draußen nur und ausschließlich an den Duftspuren von Hündinnen interessiert ist gar keine anderen Interessen hat als immer nur DAS EINE.

    Deine Probleme liegen aber ganz woanders. Dein Hund ist eher unsicher und leicht gestresst, geht aus Angst oder Frust nach vorne. Testosteron sorgt unter anderem für ein gewisses Selbstbewustsein, fällt es weg, können sich Angst und Unsicherheit verstärken. Angstagression kann also durch eine Kastration schlimmer werden.

    Dagmar & Cara

    Ich finde es auch ganz wichtig, eine Welpenstunde erstmal ohne Hund anzusehen. Da sieht man, wie dort gearbeitet wird und kann sich in Ruhe ein Bild machen, ob das Angebot zu einem passt. Wenn das nicht möglich ist, ist für mich die entsprechende Hundeschule schon erledigt.
    Ich war in der glücklichen Lage, unter mehreren Angeboten in meiner Nähe wählen zu können. Ich habe mir jeweils eine Übungsstunde angeschaut, schon bevor meine Welpe einzog. Bei einer der Hundeschulen war ich froh, daß ich meinem Welpen das nicht angeten habe!
    Die drei anderen Angebote waren gut, zwei Hundeschulen und ein Hundesportverein.


    Dagmar & Cara

    (Kann leider meinen Beitrag nicht mehr ändern)

    Bei einer Hündin nach der Läufigkeit muß man natürlich auch an die Möglichkeit einer Gebärmuttervereiterung denken.

    Du schreibst, daß deine Hündin vor drei Monaten läufig war, ich weiß aber nicht, ob du die drei Monate vom ersten Tag an oder ab dem letzten Tag zählst.

    Dagmar & Cara

    Mit meiner Hündin habe ich vor einigen Monaten etwas ähnliches erlebt. Sie wurde plötzlich ganz steif, im Stehen und mit rundem Buckel und blieb über Minuten so. Ich trug sie schnell runter, aber Durchfall war nicht der Grund. Allmählich löste sich die Steifheit. Es sah so dramatisch aus, ich dachte auch an eine Anfallskrankheit.

    Im Nachhinein und nach Rücksprache mit TÄ gehe ich davon aus, daß sie plötzlich starke Bauchschmerzen hatte. Sie war zu dem Zeitpunkt noch läufig, die TÄ meinte, daß Unterleibsschmerzen während der 'Tage' auch bei einer Hündin mal vorkommen können. Der Vorfall blieb einmalig und hat sich seither nicht wiederholt.

    War der Bauch bei deiner Hündin hart?

    Ich habe mal gelesen, daß Hündinnen zwischen den Phasen der Scheinträchtigkeit und der Scheinmutterschaft auch durchaus hormonell bedingte 'Pseudowehen' haben können. Würde das mit dem Läufigkeitskalender deiner Hündin zusammenpassen?

    Gruß von Dagmar & Cara

    Der Genetiker Dr Hellmuth Wachtel begleitet die Rassehundezucht schon seit Jahrzehnten kritisch und hat ein sehr lesenswertes Buch dazu verfasst:

    Rassehund wohin, erschienen 2012 im Kynos Verlag.

    Ich fasse mal kurz zusammen:

    Die Rassehundezucht steckt heute insgesamt in der Krise. Viel diskutiert werden ja die offensichtlichen anatomischen Übertreibungen bei Möpsen, Deutschen Schäferhunden usw, aber von wenigen Gebrauchshunderassen abgesehen ist die Rassehundezucht seit ihrer Gründung eine Schauzucht. Eine Selektion auf Vitalität und Leistung gibt es bei der großen Mehrheit aller Hunderassen nicht.
    Das meistgebrauchte Werkzeug der Züchter war und ist oft bis heute die Linienzucht, eine gemäßigte Form der Inzucht, wodurch sich der Genpool immer mehr verengt. Dazu kommen weitere Faktoren wie der zu häufige Einsatz weniger 'Super'Rüden oder die Zucht in getrennten Farbschlägen innerhalb einer Rasse.
    Ein Umdenken der Vereine gibt es bis heute nur in seltenen Fällen, das Rassehundewesen und seine Organisationen erweist sich als sehr schwerfällig, Probleme werden oft verleugnet.

    Daß Mischlinge durchschnittlich länger leben als Rassehunde ist kein Märchen, sondern wurde inzwischen in zwei unabhängigen Untersuchungen (USA und Skandinavien) nachgewiesen. Dabei wurden die Hunde in mehreren Größenkategorien erfasst, denn es ist ja bekannt, daß kleine Hunde eine höhere Lebenserwartung haben als große. Es wurden also nur Rassehunde und Mischlinge gleicher Größe/Gewicht miteinander verglichen. Über alle Größen hinweg lebten Mischlinge fast zwei Jahre länger.

    Dagmar & Cara