Ich lebe in einer Stadt mit tierärztlicher Hochschule und kann aus meinem Bekanntenkreis nur bestätigen, was Lockenwolf schrieb. Selbstständige TierärztInnen arbeiten tatsächlich oft am Rande der Selbstausbeutung, gerade was Arbeitszeiten betrifft. Da ist ein Angestelltenverhältnis mit festen Arbeitszeiten sehr erstrebenswert.
Das Problem bei allen Unternehmen, die Investitoren/Aktionären die Tür öffnen ist folgendes: Vorher bestand die Beziehung zwischen zwei Partnern, Firma und Kunde, Leistung gegen Geld. Mit dem Aktionär kommt eine dritte Partei hinzu, und der finanzielle Gewinn aus dem Unternehmen steht zunächst einmal diesem Dritten zu. Erst danach folgen die Interessen von Tierarzt und Tierhalter. ZB kann erst in verbesserte Praxisausstattung investiert werden, nachdem der Aktionär sein Teil erhalten hat usw.
Die Abstimmung mit den Füßen wird für uns Tierhalter auch nur insoweit möglich sein, wie wir vor Ort mehrere Alternativen haben.
Dagmar & Cara