Danke,Frauchen07, für diese Zusammenstellung. Daraus ergibt sich ein viel klareres Bild über die Sichtweise des TE.
Für deine Mühe habe ich den "Gefällt"-Button gedrückt, nicht für den Inhalt der Zitate. 
DOjO2, du betonst in deinen Beschreibungen das Raufen, das Kräftemessen und das Bestreben, Vorteile über den anderen zu erlangen.
Wie erklärst du dir dann, wenn Hunde sich absichtlich zurücknehmen, sich schwächer machen als sie sind, um Nachteile ihres Spielpartners auszugleichen, sei es Mensch oder Hund? Das wurde in diesem Thread bereits in allerhand Beispielen beschrieben und ist ja auch wirklich eine ganz häufige Alltagsbeobachtung.
Ich hatte niemals eine Chance, den Hunden meines Lebens ein Beutespielzeug im schnellen Lauf abzujagen, aber sie alle haben sich meiner Schwäche erbarmt und Stöckchen oder Ball immer wieder so dicht an mir vorbeigetragen, daß ich zumindest eine gefühlte Chance auf Zugriff bekam. Umgekehrt halte ich beim Zergeln zB mit meiner 8 Kilo-Pudelhündin nur so stark dagegen, daß sie eine Chance aufs Gewinnen hat. In beiden Fällen passt sich der eine Spielpartner an den anderen an, damit beide weiter Spaß am gemeinsamen Spiel haben, und nutzt seine Vorteile eben gerade nicht aus.
Besonders eindrücklich wurde mir das einmal von meiner Schäferhündin Nuja vor Augen geführt, die mit mir temperamentvoll, leidenschaftlich und körperbetont spielte. Einmal trafen wir eine Großmutter mit ihrem etwa zweijährigem Enkelkind im Wald. Das Kind konnte noch keineswegs sicher laufen, aber der Kleine und meine Schäferhündin begannen miteinander zu spielen. Nuja trug einen Stock im Fang, das Kind versuchte diesen zu greifen, beide zergelten um den Stock. Nuja spielte im Prinzip dasselbe Spiel wie mit mir, aber sie stellte sich vollkommen auf ihren Spielpartner ein, bewegte sich viel langsamer und sehr vorsichtig, zog nur zart und nahm in jeder Weise Rücksicht auf die Fähigkeiten des ihr weit unterlegenen Kleinkindes.
Dagmar & Cara 