Beiträge von dagmarjung

    Ich sehe das Thema Farbreinzucht auch kritisch und meine, hier wird von Seiten vieler Vereine eine Chance vertan, die Zucht auf genetisch breitere Basis zu stellen, und das ganz ohne Fremdrasseneinkreuzung. Einfacher geht's doch nicht, sollte man meinen. Trotzdem gibt es viele Wiederstände. Letzendlich ist man in der heutigen Rassehundezucht daran gewöhnt, Hunde als wiedererkennbare Markenartikel anzusehen und zu verkaufen. Bunte Würfe oder "Fehlfarben" passen da nicht ins Bild.
    Un ja, das betrifft viele Rassen, zB Pudel, Cockerspaniel und jede Menge anderer Rassen. Wobei es je nach Verein inzwischen auch erste Bemühungen um mehr Öffnung gibt.

    Ein positives Beispiel ist für mich die KZG Eurasier. Die fördern die genetische Vielfalt in jeder Weise und daß dann nicht nach Farben getrennt wird, versteht sich ganz von selbst.

    Inzuchtdepression ist für den Organismus ein Stressfaktor, der sich besonders dann bemerkbar macht, wenn andere Stressfaktoren dazukommen, wie zB Wachstum, Erkrankung, Welpenaufzucht, Alterungsprozesse.
    Sie ist der Grund, warum Rassehunde im Schnitt eine kürzere Lebenserwartung haben als Mischlinge. Das hat nichts mit Erbkrankheiten zu tun, sondern mit einer allgemein etwas reduzierten Vitalität.

    Dagmar & Cara

    Also ich gehe mit der Kleinen immer raus wenn sie: Wach wird, getrunken hat, getobt hat oder ungewöhnlich unruhig ist.

    Das ist schon mal sehr gut! Zusätzlich, wenn nichts von all dem passiert und der Welpe nicht gerade schläft, alle 2 Stunden. (Tagsüber)
    Da kommt man gefühlt schon mal auf ein Dutzend Mal pro Tag.
    Nimm die Windelunterlagen baldmöglichst weg, damit sich der Welpe nicht daran gewöhnt, die Wohnung als Löseplatz anzusehen. Auch wenn es danach schon noch mal das eine oder andere Pfützchen im Haus gibt.

    Wenn es sich nur um Kurzgassigänge handelt, würde ich dem Welpen kein Mäntelchen anziehen, zum einen kommt es beim Rausgehen auf Schnelligkeit an und zum anderen mögen Hunde das Anziehen meist nicht so gern. Der Welpe soll nichts auch nur leicht Unangenehmes mit dem Gassigehen verknüpfen. Etwas anderes wäre es, wenn dein Welpe draußen sehr lange braucht, bis er sich endlich löst und dann friert.
    Daß deine Mutter extra Pullover für deinen Welpen strickt ist sehr lieb von ihr! Nur bezweifle ich, daß sie so schnell Neues stricken kann, wie ein junger Welpe wächst! :D

    Durchatmen ist gut :P - Ich hab innerhalb von 3 Tagen das Rauchen von 1 1/2 Schachteln auf 3 Zigaretten reduziert, weil ich der Kleinen den Qualm nicht zumuten wollte.

    Das ist super, bleib dabei! :applaus: Das Leben mit Hund fördert bekanntlich die Gesundheit... ;)

    Dagmar & Cara

    Es geht nicht darum, daß du Gauner erziehen sollst, das ist nicht deine Aufgabe. Aber Management sollte möglich sein, falls deine Schwiegereltern dazu bereit sind. Heißt einfach konsequente räumliche Trennung der Hunde. Mindestens eine geschlossene Tür dazwischen. Falls das nicht möglich ist, lass Luna besser zuhause.

    Luna ist mit ihren anderthalb Jahren noch im jugendlichen Alter, dazu erst seit kurzer Zeit bei euch. Sie ist also mental noch nicht erwachsen, hat noch keine Vertrauensbeziehung zu euch und wird nun in eine fremde Umgebung zu fremden älteren Hunden gebracht.
    Es ist also kein Wunder, wenn sie großen Stress hat, in der Situation aber erstmal sehr zurückhaltend auftritt und sich nicht wehrt.

    Es ist eure Aufgabe, Luna 100% vor dem zudringlichen Rüden zu schützen. Also keine halben Sachen, wie den Rüden immer wieder rankommen lassen und dann erst wegschicken.

    Dagmar & Cara

    Ich würde sie langsam an einen Maulkorb gewöhnen, damit sie andere Hunde nicht angehen kann.Habt ihr einen Boxerverein in der Nähe, wo du trainieren könntest?
    Ansonsten einen Trainer ins Haus kommen lassen.

    Maulkorbtraining und Einzelstunden bei einem kompetenten Trainer sind mit Sicherheit gute Tips.

    Was den Boxerverein betrifft, meine Pudelvereins-Ortsgruppe ist ebenfalls Untermieter beim örtlichen Boxerclub und daher kann ich sagen, die dortigen Trainingsmethoden sind seit Jahrzehnten veraltet und für Hunde mit Verhaltensproblemen absolut ungeeignet. Das muß nicht auf jede Ortsgruppe so zutreffen, aber Vorsicht ist bei den Gebrauchshundevereinen immer angesagt, manche denken noch sehr "traditionell".

    Dagmar & Cara

    Vielleicht ist die Sache mit dem Schnauzgriff hier auch ein Mißverständnis.

    Um dem Welpen etwas anzutrainieren, ist der Schnauzgriff absolut ungeeignet, den dadurch lernt der Hund allenfalls, sich dem Menschen möglichst rasch zu entziehen, sobald er was Interessantes im Fang hat.

    Andererseits sollte man schon wissen, wie man seinem Hund im Notfall (!) rasch das Maul öffnen kann, falls der Hund etwas Gefährliches aufgenommen hat. Eben mit einem Griff über die Schnauze und Druck gegen die Lefzen, bis der Hund den Fang öffnet. Das ist aber eine Notfallmaßnahme und nicht Teil der Erziehung.

    Allgemein finde ich, daß gerade Büchermenschen (ich bin auch einer) mindestens zwei, besser gleich drei Welpenratgeber lesen sollten, dadurch kommt man unweigerlich zu dem Schluß, daß es die eine und einzige Weisheit nicht gibt, sondern daß viele Wege zum Ziel führen. Nach der Lektüre stellt man die Bücher am besten hoch oben ins Regal, vergißt sie dort weitgehend und läßt sich voll und ganz auf den jungen Hund ein. Er ist der beste Lehrer. :smile:

    Dagmar & Cara

    Es ist absolut normal für einen frisch übernommenen Hund, daß er zunächst mal ständig an einer Bezugsperson "klebt". Egal ob 10 Monate alt oder 10 Jahre, Rüde oder Hündin, der Hund sucht halt äußerlich, was er innerlich noch nicht hat, nämlich Sicherheit und eine stabile Beziehung.
    Nach nur einer Woche von "Stalking" zu reden dramatisiert das Thema völlig unnötig. In dieser Phase des ersten Ankommens kannst du mit hektischen Erziehungsversuchen nach dem Motto "das muß er doch akzeptieren!" nichts erreichen und höchstens den Stress für alle Beteiligten erhöhen.
    Versuch doch bitte mal, dich zu entspannen und mehr Ruhe und Geduld aufzubringen. Das Kleben in der ersten Zeit ist wie gesagt vollkommen normales Hundeverhalten. Je mehr das gegenseitige Vertrauen wächst, umso mehr wird das Problem sich erledigen. Du kannst das unterstützen, indem du das Kleben zunächst mal weitgehend tolerierst, aber den Hund im Alltag eher so mitlaufen läßt und dich nicht ständig (auch innerlich) mit ihm beschäftigst.

    - er hat keine Anzeichen von Stress oder innerer Unruhe
    ...

    Das EINZIGE ist sein Stalking...

    Ja, eben. Das ist sein Zeichen von Stress und innerer Unruhe. (Eventuell auch das ständige Besteigen von nicht läufigen Hündinnen).
    Jeder Hund, der gerade einen Besitzerwechsel duchlebt, hat naturgemäß Stress, es sei denn, er ist aus Plüsch. Du wirst den Unterschied im Verhalten bemerken, sobald dein Hund sich wirklich bei euch eingelebt hat.
    Also in einigen Monaten, nicht nächste Woche.

    Meine 9 Jahre alte Pudelhündin mußte ich wegen eines Krankenhausaufenthaltes in Pflege geben und dort klebte sie sowohl im Haus als auch draußen sehr viel enger an ihrer Ersatz-Bezugsperson als sie es bei mir tut. Ansonsten benahm sie sich entspannt und freundlich und ließ sich den Stress nicht anmerken. Was nicht heißt, daß sie keinen hatte.

    Dagmar & Cara

    Gibt es das überhaupt, bzw. gibt es Hunderassen die bis zu 7 Welpen bekommen?

    Zähl mal die Zitzen an den Gesäugeleisten deiner Daisy, dann weißt du, welche Welpenzahl die Natur eingeplant hat.
    Man spricht bei Hunden übrigens nicht von Siebtlingsgeburt, was nach Sensation klingt, sondern man sagt einfach ein Wurf von 7 Welpen, daran ist überhaupt nichts Ungewöhnliches.
    Eine Faustregel besagt, daß kleine Hündinnen eher weniger Welpen bekommen und große mehr. Das sind aber nur Durchschnittswerte.

    Dagmar & Cara

    Ich finde es bei allen Hundetrainern im Fernsehen, Internet usw hilfreich, den Ton auszuschalten und sich mal nur auf die Körpersprache von Hund und Mensch zu konzentrieren. Dann sieht man viel klarer, was wirklich geschieht und wie der Hund das empfindet.

    Der Begleittext dient bei einigen Promi-Trainern (und solchen, die es werden wollen) nämlich nicht so sehr der sachlichen Information, sondern dazu, den Zuschauer einzulullen. Wir glauben oft dem gesprochenen Wort mehr als dem, was unsere Augen sehen. Ich vermute, es ist einfach bequemer, denn der Text liefert die Deutung der Vorgänge frei Haus, während wir das Gesehene erst selbst interpretieren müssen, und das ist mühsamer.

    Paradebeispiele für diese Art von Schaumschlägerei sind natürlich Millan und Nowak, aber auch manche anderen leisten darin Großes.

    Dagmar & Cara