Beiträge von dagmarjung

    Sie war von Anfang an sehr ängstlich (was ja wohl normal bei einen Welpen ist),

    Nein, das ist nicht normal. Es klingt sehr nach einer schlechten, isolierten Aufzucht, bei der der Welpe zuwenig von seiner Umwelt kennenlernen durfte. Schlechte Aufzucht kombiniert mit dem sensiblen Wesen eines Bordercollies hat leider häufig die Folgen, die du beschreibst.
    Woher hast du denn deine Hündin und in welchem Alter hast du sie übernommem?

    Ängstliche Welpen und Junghunde wählen meist den Weg nach rückwärts, aber wenn sie mit zunehmendem Erwachsenwerden mehr Selbstbewustsein entwickeln, werden sie in der Regel offensiver. Das ist eine ganz typische Entwicklung. Dabei hat sich die innere Einstellung des Hundes jedoch nicht geändert, er findet fremde Hunde oder Menschen immer noch gefährlich und möchte Abstand haben. Nur daß er sie jetzt offensiv vertreiben will, anstatt selbst zu fliehen.


    Sprich, die Rute wird nicht eingezogen, und sie legt sich in diese Richtung ins Geschirr, in der die Menschen sind. Für diese Menschen sieht es dann so aus, als wollte sie diese "angreifen". Manche Menschen wissen, dass es sich hierbei um Angst und "die Flucht nach vorn" handelt,

    Agressives Verhalten beginnt nicht erst beim Biss. Die Flucht nach vorn ist bereits Agression, deine Hündin will den Menschen oder Hund vertreiben, weil sie Angst vor ihm hat. Wer das als Angriff wertet, hat also recht. Es könnte durchaus zum bis Schnappen oder Biss führen, je nach Reaktion des Gegenübers, auch wenn das bisher noch nicht vorgekommen ist. Dashalb nimm das Verhalten bitte sehr ernst!

    ich rufe mal @flying-paws, die sich sehr gut mit Bordercollies und Hundetraining auskennt.

    Dagmar & Cara

    Was fieses konnte sie aber auch... Wir waren einkaufen und ich dann beim Kaffee so: Hach ich weiß ja das es irgendwie doof ist, aber shoppen macht halt doch irgendwie glücklich und sie mit so nem leicht abschätzigen Ton: Du hast EIN Oberteil gekauft, Pretty Woman.

    Wieso abschätzig? Soviel Glück für den Preis nur eines Oberteils ist doch großartig! :D
    (Sparsam, sparsam isch dr Schwob...)

    Dagmar & Cara

    Erzählungen wie deine am Anfang lassen mich auch an Pudel denken. Darunter finden sich ausgesprochen "menschliche" Hunde. Pudel sind dafür bekannt, daß sie dich mit Charme manipulieren, wo andere Hundetypen vielleicht eher den direkten Weg suchen.

    Es sind allerdings längst nicht alle Pudel so. Meine ist auch klug, aber kein "halber Mensch".

    Sehr viel hängt aber von Umgang ab, ob ein Hund sich von Anfang an gut entwickeln kann. Ob er schon beim Züchter gut sozialisiert wird und - altersangepaßt - vieles kennenlernen darf, und danach beim Halter, macht wesentlich mehr aus für seine geistige Entwicklung als die Rasse. Ich kenne den einen oder anderen Pudel, der unter schlechten Bedingungen aufwuchs, und diese Hunde wirken nicht annähernd so intelligent wie meine Hündin.

    Dagmar & Cara

    Klingt meine Beschreibung denn so absurd?

    Ja, denn es klingt, als wenn du einen Ersatzmenschen suchst und keinen Hund. Sorry! :ka:

    Immerhin: Meine Pudelhündin sitzt gerne artig unterm Esstisch, um darauf zu warten, daß etwas für sie runterfällt, damit sie es angemessen verspeisen kann. Vielleicht hilft dir das weiter? :smile:

    Nein, im Ernst: Hunde sind grundsätzlich sozial intelligente Tiere, die sich auf ihre Menschen einstellen können, unabhängig von der Rasse. Erwarte aber bitte nicht, daß ein neuer Hund genau die Eigenschaften deines verstorbenen Hundes haben wird. Die ja auch im Laufe seines Lebens erworben wurden und nicht etwa genetisch angeboren waren.

    Die von dir genannten Rassen sind schon sehr unterschiedlich im Wesen. Vielleicht solltest du einmal überlegen, was du willst oder nicht willst in punkto Temperament, Verträglichkeit mit anderen Hunden, Jagdtrieb, Wachtrieb, Reizempfänglichkeit...

    Dagmar & Cara

    Mit einem Welpen geht man täglich ein Dutzend mal rauf und runter zum Lösen, da ist es schon besser, wenn man ihn zunächst mal trägt. Ein Junghund von 6 Monaten muß nicht mehr annährend so oft raus und darf dann auch die Treppen laufen. Irgendwann wiegt das Risiko der Sturzgefahr mit dem immer größer werdenden Hund auf dem Arm auch mal mehr als der mögliche Vorteil.

    Dagmar & Cara

    Die "natürliche" Regulation bedeutet Tierleid durch Hunger und Krankheit.

    Das ist mit zu platt. Die Bestände von Singvögeln, Insekten, Kleinsäugern und andere Arten regulieren sich auch selbst, ohne daß jemand "gnädig" mit der Flinte eingreift und ihnen Hunger und Krankheit erspart.
    Die Jäger sind nur an bestimmten nutzbaren Arten interessiert sowie an solchen Tieren, die den nutzbaren Arten schaden können oder im Verdacht stehen, das zu tun.

    Dagmar & Cara