Beiträge von dagmarjung

    Ein wirklich kurioses Verhalten ist mir vorhin aufgefallen:

    Vielleicht hat es in dem Moment ein wenig gedrückt. Es ist aber ganz normal, daß Hunde sich beim Kotansatz einige Schritte weiterbewegen.

    Es kann sein, daß gerade bei kleinrassigen Welpen die 3 Stunden, vielleicht auch die 2 Stunden schon reichlich lang sind. Der Stoffwechsel ist etwas schneller als bei den Großen. Im Zweifelsfall nicht so lang warten - nach dem Spielen, Fressen, Schlafen müssen Welpen immer sofort raus, auch wenn noch keine 2 Stunden vergangen sind. Ich würde da auch gar nicht warten bis der Welpe etwas anzeigt. Nicht reagieren, sondern vorher handeln! :smile:

    Wenn der Welpe schläft, dann läßt man ihn natürlich ruhen.

    Dagmar & Cara

    Ein gewisses Maß an Stress gehört zum Leben dazu, beim Hund wie beim Menschen. Für einen jungen Hund ist nun mal vieles aufregend und neu. Er kennt auch sein eigenes Maß noch nicht und dann ist manchmal etwas plötzlich zuviel, was bis gerade eben noch in Ordnung war.

    Ich erwarte nicht, meinen Hund völlig stressfrei durchs Leben zu führen, in einer rosaroten, sanft abgepolsterten Wattewelt. Stress gehört wie gesagt dazu, sonst kann man ja gar keine neuen Erfahrungen machen. Und man kann und muß lernen, mit einem gewissen Maß an Stress umzugehen.

    Was wichtig ist, sind genügend Erholungsphasen. Neben allzu starkem starkem Stress ist auch leichter, aber dauerhafter Stress schädlich.

    Das sage ich, damit du dich hoffentlich etwas entspannst. Ich finde es gut, daß du dich mit der Körpersprache von Hunden auch theorethisch auseinandersetzt. Es gibt viele Hundebesitzer, die erkennen massiven Stress bei ihrem Hund auch dann noch nicht, wenn der schon völlig verzweifelt und kurz vor dem Zuschnappen ist.

    Alle Anzeichen, die du erwähnt hast, und noch einige dazu können auf Stress hindeuten oder in ganz anderen Zudammenhängen auftreten. Wenn man seinen Welpen mit der Zeit besser kennenlernt, klärt sich vieles.

    Dagmar & Cara

    Das hektische und erregte Verhalten im Haus und draußen ist nicht verwunderlich, denn der Hund hat ja gerade einen (erneuten) Besitzerwechsel hinter sich. Die Eingewöhnung dauert sehr viel länger als nur ein paar Wochen. Das unterschätzt man oft bei Hunden, die sich insgesamt dem Menschen zugewandt zeigen und zB schon von Anfang an einige Kommandos beherrschen. Trotzdem ist der Hund vorläufig noch in einem gewissen Dauerstress. Den ein junger, gesunder Husky sicher eher in Jagen und Toben auflösen wird als durch Rückzug.

    Dazu kommt, daß ein Rüde von 18 Monaten natürlich im schönsten Hormonrausch ist, das fährt sich mit zunehmender Reife aber auch wieder zurück.

    Eine Kastration kann bei bestimmten Problemlagen hilfreich sein, aber euch sehe ich das überhaupt nicht. Euer Hund braucht Geduld, Zeit und Erziehung - und das bekommt er ja bei euch.

    Neben anderen möglichen Nebenwirkungen kann sich auch Jagdverhalten durch Kastration verstärken: Der Hund hat dann ja weniger Interesse an sozialer Interaktion mit Artgenossen, also Energie frei zum Jagen.

    Dagmar & Cara

    Du hast alles goldrichtig gemacht, vorausschauend und der Situation angemessen gehandelt.

    Deine Verwandten hätten sich vermutlich überhaupt nicht aufgeregt, wenn der herankommende Hund (mit exakt derselben Körpersprache) ein blonder Labrador gewesen wäre. Aber Dobermänner fressen ja kleine Kinder....

    Dagmar & Cara

    Ich habe mir das Video angeschaut.

    Der Trainer begründet den Einsatz des Stachlers damit, das sich Wölfe untereinander auch kurz und heftig korrigieren und Hunden dieses Vorgehen unmittelbar verständlich ist.

    Großer Denkfehler hierbei: Ein kurzes Abschnappen (nebenbei: oft nur mimisch, ohne Zahneinsatz) dient immer dazu, den anderen wegzuschicken, also ihn dazu zu bringen, die Distanz zu vergrößern.

    Im gezeigten Training der Leinenführigkeit soll der Stachler den Hund aber zum genau gegenteiligen Verhalten bringen, nämlich dazu, den Kontakt zum Hundeführer zu suchen und nah bei ihm oder ihr zu bleiben. Das ist keineswegs unmittelbar verständlich. Der natürliche Impuls wäre es ja, den Schmerzauslöser zu meiden.

    Kein Wolf beißt einen anderen, um ihn dicht an seine Seite zu holen.

    Die Hündin zeigt durchgehend Stressverhalten, Stresshecheln, Stressgesicht, Übersprungsverhalten, Beschwichtigungsverhalten. Etwas weniger hektisch, wenn der Trainer mit ihr arbeitet als wenn es die Besitzerin tut, da ersterer sich immerhin körpersprachlich klarer verhält und den Stachler nicht nebenbei und halb aus Versehen einsetzt.

    Im ganzen möchte ich jedenfalls auf keinen Fall, daß mein Hund sich derart unwohl fühlt, wenn ich mit ihm trainiere. Was man hier sieht, ist eben das Ergebnis, wenn man einen Hund überwiegend über Strafe trainiert.

    Dagmar & Cara

    Wenn 12 von 15 Hunden ein Stachelhalsband tragen dann ist es definitiv der falsche Verein.

    Was meinst du mit "dünner Showleine"? - Dünne Showleinen sieht man auf Hundeschauen, nicht auf Sportübungsplätzen. Wenn Gebrauchshunde im sportlichen Training mit auffällig dünnen Leinen geführt werden, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um dünne Würgeleinen. Die wirken ebenfalls sehr scharf und sind keinen Deut besser als Stachelhalsbänder.

    Falls Training mit schmerzerzeugenden Hilfsmitteln in diesem Verein die Regel ist, bloß weg da.

    Dagmar & Cara

    Welcher Hund optimal passt, das kommt auch aufs Revier an. Außer dem Weimaraner, der auch mannscharf sein soll, haben alle Vorstehhunde den Ruf, allgemein gut veträglich mit Menschen zu sein und eher wenig Wach- und Schutztrieb zu haben.

    Unter den verschiedenen Rassen gibt es sehr lebhafte und etwas ruhigere. Dafür einfach mal bei den einzelnen Rassebeschreibungen nachschauen.

    Neben den sehr häufigen Rassen gibt es auch seltenere, auf die sich ein Blick lohnt, wie Pudelpointer oder Setter aus jagdlichen Linien. Wenn es etwas kleiner sein darf, schaut euch mal den bretonischen Vorstehhund (Epagneul Breton) an.

    https://www.jghv.de/index.php/mitgliedsvereine/zuchtvereine

    Dagmar & Cara