Beiträge von dagmarjung

    Ich finde es immer wieder faszinierend, dass es tatsächlich echte Menschen gibt, die zuschauen, wie andere Leute Spiele spielen.

    Ich mache das gern, um kurz in Spiele reinzuschauen, die mich interessieren. Dann sehe ich, ob sie mir so sehr gefallen, daß ich sie selbst spielen möchte. Sind sie mir zu schwer, zu gruselig oder fallen aus anderen Gründen raus, gefallen mir aber trotzdem, dann kann es auch sein, daß ich ein Let's Play bis zum Ende anschaue.

    Davon abgesehen, ich liebe es, mit meinem Bruder zusammen zu zocken, bzw er zockt und ich kiebitze. Da wir nur selten die Gelegenheit dazu haben. sind Let's Plays auf Youtube ein gewisser Ersatz dafür.

    Dagmar & Cara

    In 30 Minuten kommt man halt nicht weit, sondern bewegt sich stets und ständig im engsten Umkreis. Eine 30 Minutenrunde ist eine etwas ausgedehntere Löserunde. Abwechslungreiche Umgebung, auch mal unbekannte Gegenden erkunden fällt da eher flach.

    Mit meinem Pudel bin ich normalerweise morgens eine halbe Stunde, spätnachmittags dann aber 1 bis 2 Stunden unterwegs, wobei nicht stramm durchmarschiert wird. Da geht es halt auch mal in weiter entfernte Grünanlagen oder in den Wald. Mit Aufenthalten zum Spielen, Schwimmen, Wiesenschnobern, Buddeln und Seele baumeln lassen.

    Wenn du dich wirklich auf kürzere Gänge von 30 Minuten beschränken mußt, würde ich dir dringend einen älteren Hund empfehlen, keinen Junghund und auch keinen Erwachsenen im mittleren Alter.

    Klar, ein Hund macht auch mal ein paar ruhige Tage ohne viel Auslauf mit, wenn es sein muß. Das sollte aber nicht dauerhaft so sein. Nur ein ausgelasteter Hund ist ein ruhiger, unkomplizierter Wohnungshund.

    Während jüngere Hunde im Alter zwischen 1 und 3 Jahren oft wegen Überforderung/Unfähigkeit der Besitzer im Tierheim landen und dann entsprechende erzieherische Defizite haben, kommen ältere kleine Begleithunde nicht selten deshalb in den Tierschutz, weil die Vorbesitzer verstorben sind, ins Pflegeheim mußten oder den Hund krankheitshalber nicht mehr halten können. Solche Hunde können auch für Ersthundehalter gut geeignet sein.

    Dagmar & Cara

    Aber wir haben das Gefühl, dass unsere Dame etwas mehr Beschäftigung braucht.

    Ein Jahr ist ein schönes Alter, um mit einer Ausbildung anzufangen. Also jenseits der Alltagserziehung etwas, was Hund und Mensch Spaß macht, aber auch fordert. Für einen Retriever bietet sich Dummytraining an. Das ist sehr lustbetont, damit fördert man aber auch Gehorsam, Zusammenarbeit und die geistige Regsamkeit des Hundes.

    Dagmar & Cara

    da es wohl doch mehr Qualzuchten gibt, als ich dachte. Dass der Shih Tzu dazugehört, hab ich heut erst erfahren.

    Shi Tzu sind deshalb eine Qualzuchtrasse, weil die Schnauze viel zu kurz ist. Dasselbe gilt für alle Rassen mit stark verkürzter Schnauze, egal ob sie hier schon genannt wurden oder nicht. Es gibt da ja noch einige sehr seltene und deshalb kaum genannte Rassen.

    Man kann es ihnen allen buchstäblich am Gesicht ablesen, auch als Laie.

    Dagmar & Cara

    Schön, daß du doch noch mal neu über die Rassewahl nachdenkst! :smile:

    Betont "gemütliche" Rassen sind eigentlich immer körperlich eingeschränkt: brachyzephal, sehr kurzbeinig, übermäßig schwer oder eine Kombination davon. Ein gesunder, körperlich nicht eingeschränkter Hund hat normalerweise Temperament, ist bewegungsfreudig und ausdauernd und möchte etwas erleben.

    Etwas anders ist es mit älteren Hunden egal welcher Rasse. Wie der Mensch wird auch der ältere Hund allmählich gemütlicher und nimmt das Leben etwas gelassener. Vielleicht lohnt sich also auch ein Blick ins Tierheim. Denn Hunde, die älter als 6, 7 Jahre sind, finden oft nur wegen ihres Alters schwer Interessenten.

    Ich weiß halt nicht, was du dir unter gemütlich vorstellst und wie viel Auslauf und Beschäftigung am Tag du bieten kannst und willst. Jeder Hund, auch ein temperamentvoller, kann und soll lernen, daß in der Wohnung Ruhe und Entspannung angesagt ist und Action draußen stattfindet. Das hat mit Erziehung zu tun und nicht mit der Rasse. Voraussetzung ist, daß der Hund genügend Auslauf und auch geistige Anregung hat.

    Bei Zwergrassen steht oft in den Beschreibungen, sie bräuchten nicht viel Auslauf. Das stimmt aber so nicht. Rein in Kilometern gerechnet kann ein Setter in der Stunde mehr Strecke machen als ein Zwergpudel, weil er längere Beine hat. Aber auf die zurückgelegte Strecke kommt es gar nicht an beim Gassigehen. Beide Größen möchten nämlich gerne dieselbe Zeit draußen verbringen, mit Erkunden, Schnüffeln, Spielen usw.

    Dagmar & Cara

    Wenn die junge Huskybesitzerin einen glücklichen und zufriedenen Eindruck gemacht hätte, würde sie sich sicher jede Einmischung deinerseits verbitten. Aber du schreibst ja:

    aber die Besitzerin sah total überfordert auch,

    - deshalb würde ich unbedingt das Gespräch suchen, falls du sie wieder triffst. Unsichere Hundehalter neigen nun mal dazu, auf die angenommene Fachkompetenz des Trainers zu hören, auch wenn ihr Bauchgefühl dagegen rebelliert. Da braucht es manchmal einen kleinen Anstoß von außen, damit man erkennt, daß es Alternativen gibt.

    Dagmar & Cara

    Hundehalterhaftpflichtversicherung ist ein absolutes Muß!

    Was Krankenversicherung/ OP Versicherung angeht, würde ich mich heute beim Kauf eines Welpen dafür entscheiden.

    Du hast dich für eine brachyzephale, also sehr kurznasige Rasse entschieden, bitte informiere dich genau, was das im Hinblick auf die Gesundheit heißt. Google "Brachyzephalie", "brachyzephales Syndrom", damit du weißt, was das für den Hund bedeutet. Es kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit höhere OP-Kosten auf dich zu, um dem Hund auf Dauer das Atmen zu erleichtern. Da gelten auch bei Versicherern spezielle Konditionen bzw Ausschlüsse aufgrund der Rasse.

    Züchter und Vermehrer pflegen dem Käufer zu versichern, daß die eigenen Hunde alle freiatmend und gesund sind und nur die Hunde ander Leute unter dem brachyzephalen Syndrom leiden. Das stimmt aber nicht. Kurze Nase bleibt kurze Nase mit allen Folgen, die sich logisch daraus ergeben.

    Eine Box braucht man nicht für die Aufzucht eines Welpen. Für die allerersten Nächte tut es eine oben offene Pappschachtel, die gut ausgepolstert ist und direkt neben dem Bett steht, so daß man eine Hand reinhängen kann. Der Sinn der Schachtel ist lediglich, daß man nächtliche Unruhe des Welpen sofort hört und dann fix mit ihm rausgehen kann.

    Dagmar & Cara