Beiträge von dagmarjung

    Noch nicht. Keine Sorge, das kommt schon noch... :D :roll:

    In dem Alter probiert Hund sich aus und weiß noch nicht so recht, was geeignetes Jagdwild ist und was nicht. Wildcaniden würden ihren Nachwuchs jetzt gezielt in die Lehre nehmen, auch Jäger tun das mit ihren Hunden. Wir als Nichtjäger haben es da schwerer, einen Fuß in die Türe zu bekommen, weil wir unseren Hunden ja sämtliches Jagen untersagen müssen. .

    Ich finde, das klingt bei dir total nach Blues und nicht nach einem grundsätzlichem Problem. Du hast dir ja vorher Gedanken gemacht und bist zu dem Urteil gekommen, daß in deinem Leben Platz für einen Hund ist. Wann das vorher wahr war, dann stimmt es auch jetzt noch.

    Der Welpenblues trifft meist die Menschen besonders hart, die sich vorher innerlich sehr viel mit dem Hundekauf beschäftigt haben und alles möglichst gut machen wollen. Zugleich ist eine sehr große Glückserwartung damit verbunden. Auf Liebe, innere Verbindung usw.

    Nun ist der kleine Hund da, aber er ist ein völlig fremdes Wesen und klar, er ist niedlich, aber die innere Verbindung ist noch nicht da. Auch nach einer oder zwei Wochen noch nicht. Das hat man sich anders erwartet, Enttäuschung macht sich breit.

    Wie jede andere Beziehung oder Freundschaft braucht aber auch die zwischen Mensch und Hund Zeit zum Wachsen. Beziehung entsteht mit der Zeit durch viele gemeinsame Erlebnissse und Erfahrungen. Man lernt sich gegenseitig allmählich kennen. Man lernt, daß man sich auf den anderen verlassen kann. Man teilt schöne und manchmal auch weniger schöne Erlebnisse miteinander.

    Ich hatte den Welpenblues nicht so heftig wie du, aber trotzdem haben Cara (meine Pudelhündin) und ich auch länger gebraucht, bis wir diese tiefe Verbindung hatten, wenn man sich mit einem Blick verständigt und genau weiß, was die andere will und vorhat. Als Welpe und Junghund war daran noch nicht zu denken.

    Gestehe dir Zeit und eigene Unvollkommenheit zu, dann wirst du irgendwann froh darum sein.

    Das klingt, was Autos und Radfahrer betrifft, nach Jagdverhalten. Mit der Pubertät erwacht bei vielen Hunden auch der ernsthafte Jagdtrieb. Objekte, die sich schnell vom Hund wegbewegen, können Jagdverhalten wie Hetzen und gegebenenfalls auch Packen auslösen.

    Von selbst wird sich da nichts geben, sondern ihr müßt an dem Thema aktiv arbeiten, mit TrainerIn, auch Bücher zum Thema können Hilfestellung geben.

    Wichtig ist in jedem Fall, nicht erst zu reagieren, wenn der Hund schon in der Leine hängt, sondern schon den Ansatz - Fixieren und Lauern - zu erkennen und zu unterbinden.

    Vorausschauend unterwegs sein, um schon vor dem Hund mögliche Trigger zu erkennen, ist ganz wichtig.

    "Voller Stolz dürfen wir verkünden, dass sich in den letzten Jahren einige Welpen aus unserer Zucht zu herausragenden Hunden weiterentwickelt haben, die vielfältig eingesetzt werden."

    Es ist halt ein Werbespruch ohne Inhalt, da ja nicht gesagt wird, worin die herausragenden Leistungen bestehen. Niedlich gucken? Pfötchen geben? Agility Meisterschaften gewinnen? Einsatzfähiger Rettungshund?

    Aber um hier Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, "herausragend" bedeutet ja nicht, daß die anderen Hunde der Vergleichsgruppe automatisch nichts taugen.

    Ich habe es auch nicht (ab)wertend gemeint, schon gar nicht gegen dich.

    Meine Mutter hört nicht mehr gut, und auch mit Hörgerät ist es am Telefon deutlich schwieriger als live, sich mit ihr zu verständigen.

    Auch als Malteser-Hundeteam im Seniorenheim habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Auge in Auge mit dementen/schwerhörigen Personen zu kommunizieren und wie wesentlich dabei die nonverbalen Anteile der Kommunikation sind - ein Lächeln, ein Nicken im richtigen Moment usw.

    Die alte Dame in dem Video ist oft verwirrt, weil ihr diese Anteile im Gespräch fehlen und sie daher kaum unterscheiden kann, ob das, was der Polizist gerade sagt, eine Frage, eine Verneinung oder eine Bestätigung ist.

    Für diese Frage werde ich dann einen neuen Post öffnen.

    Bitte eröffne keinen neuen Thread. Da du hier schon einiges an Infos über euch zusammengetragen hast, ist es für alle einfacher, wenn du hier weiterschreibst. Zum einen mußt du dann nicht im nächsten Thread wieder bei Null anfangen zu erklären, zum anderen hängen verschiedene Themen rund um denselben Hund meist doch stärker zusammen, als man denkt.

    Die Aufzucht von Cara, also kleine Begleithundrasse, verlief auch etwa so wie von WorkingDogs beschrieben. Geboren am 1. Mai verbrachten die 5 Geschwister die ersten Wochen im Haus, anschließend draußen im Gartenzwinger mit Hütte und Auslauf und täglich auch frei im Garten. Betreuung, Ansprache, Gewöhnung an Pflegemaßnahmen, Kontakt zu anderen Menschen usw war alles gegeben, aber es gab weder ein Bällebad noch wurde 24/7 um die Welpen gekreist.

    Mit Cara konnte ich dann einen wesensfesten, aufgeschlossenen und gut sozialisierten Welpen entgegennehmen.