Beiträge von dagmarjung

    Nochmal die Frage nach dem Hundeplatz: Was genau verstehst du darunter?

    Was du und deine Hündin jedefalls dringend braucht, ist eine Möglichkeit, sich draußen im Grünen aufzuhalten, wo der Hund sich frei bewegen kann und wo ihr keine 20 Hundebegegnungen in ebensovielen Minuten absolvieren müßt. Das stresst dann nämlich auch.

    Was genau meinst du mit "Hundeplatz"?

    Ich kenne das als Hundesportplatz, mit einem Welpen oder Junghund geht man also dort zur Welpenspiel/Trainigsstunde hin. Andererseits schreibst du von Hundeschule. Du wirst ja vermutlich nicht mehrmals die Woche zu zwei verschiedenen Trainingsstunden gehen, oder? :denker:

    Meine Frage wäre auch gewesen. inwieweit der junge Mann auch mal sein Köpfchen anstrengen darf und muß?

    Denn mit einem Jahr ist ja eigentlich Lehrzeit bzw Ausbildung angesagt. Da kann man die interessanten Dinge wie Hundesport anpacken, die über die notwendige Alltagserziehung hinausgehen und Hund und Halter sowohl Freude machen als auch fordern.

    Die Faustregel ist ja, daß 10 oder 20 Minuten Kopfarbeit einen Hund mehr auslasten als eine Stunde herumrennen.

    Den Border Collie würde ich auch dann konsequent ausschließen, wenn die Tochter eines der seltenen Naturtalente im Umgang damit wäre. Denn der zukünftige Hund muß zu beiden passen, Mutter und Tochter.

    Egal wie engagiert die Tochter ist, niemand kann vorhersagen, wie die zukünftigen Anforderungen in der Zeit von Ausbildung, Studium, Berufsfindung sein werden. Dann muß es möglich sein, daß der Hund - zu dieser Zeit in den allerbesten Jahren und noch lange kein ruhiger Rentner - auch bei der Mutter ein zufriedenes Leben führen kann, ganz ohne Hundesport und spezielle Auslastung.

    Wenn der Kompromiss Sheltie nicht klappt, schaut euch evtl. mal Mini Australian Shepherd an.

    Mini Aussies sind des Ergebnis der Kreuzung von Australian Shepherds mit Shelties. Das sind zwei Rassen, die sich äußerlich ähneln, aber im Charakter sehr verschieden sind. Die Verbindung von energisch nach vorwärts agierendem Aussie mit dem sensiblen bis tendenziell ängstlichen Sheltie führt gerne mal zu Hunden, die sehr schwierig im Umgang sind. Für Anfänger: Finger weg!

    Du magst die Hündin, du kennst ihre Baustellen, du bist bereit, mit Trainerhilfe ernsthaft daran zu arbeiten, du hast einen klaren Blick auf die Realität und lügst dir nichts in die Tasche. Und die Hündinnen kennen sich und kommen bislang gut miteinander klar.

    Selbst wenn du Skye letztendlich doch weitergeben müßtest, hättest du mit ihr bis dahin auf jeden Fall einige Grundlagen erarbeitet und sie hätte dann eine ungleich bessere Chance auf einen guten Endplatz.

    Und wenn es dumm läuft sieht der Hund im Kind eher sowas wie nen Spielkameraden und nicht die Bezugsperson die er ernst nimmt.

    Das ist bei einem Sheltie oder auch Pudel und einer bereits 13jährigen eher nicht zu erwarten. Bei diesen sehr kooperativen Rassen kann man durchaus auch als junger Mensch punkten, wenn man sich mit ihnen beschäftigt und zusammen interesannte hundesportliche Dinge unternimmt.


    Wie kommt sie da hin? Ist sie sich bewußt (und du auch) das Fahrradfahren mit dem Hund im ersten Jahr nicht drin ist? Das alle Wege mit Welpe und Junghund meist deutlich länger dauern?

    Einen kleinen Hund unter 10 Kilo kann man in einen Fahrradkorb setzen. So habe ich meine Cara schon zur Welpenstunde gefahren. Sogar für etwas schwerere Hunde gibt es noch geeignete Körbe, die dann aber hinten montiert werden müssen und nicht vorne am Lenker hängen.

    Ich gönne es deiner Tochter sehr, daß du der Idee vom eigenen Hund positiv gegenüberstehst. Ich in ihrem Fall wäre überglücklich, ich habe mein Interesse an Hunden auch als Teenager zu keiner Zeit verloren. Es sind schöne Jahre, die man als Teenager mit einem Hund haben kann.

    Der Knackpunkt kommt aber auf jeden Fall , wenn die Tochter in Ausbildung geht oder zum Studium. Da kann man einfach nicht voraussagen, was kommt.

    Sehr viele für Kinder angeschaffte Hunde bleiben letztlich dann doch bei den Eltern zurück.