Aus dem Leserbrief eines Tierarztes im Tierärzteblatt "Vetimpulse" Nr 14/ von 2014: (!)
Ich habe es so satt, hier in der Praxis heulende Besitzer und röchelnde, arme Viecherl sitzen zu haben. In einem höhergradigen Stadium ist diesen Patienten nun mal entweder nur mit agressivem operativen Aufwand zu helfen (und damit meine ich nicht nur ein bißchen am Gaumensegel und an den Nares rumschnippeln) oder auch gar nicht mehr, falls bereits ein Larynxkollaps vorliegt beziehungsweise dann mit permanenter Tracheostomie und entprechendem Verlust an Lebensqualität.
Und von diesen Patienten sehen wir nicht zwei im Jahr, sondern viele. Und ebenso oft kommen die Kommentare der Besitzer: Ja, das haben wir nicht gewußt, das hat uns niemand gesagt. Die sind doch so lieb..."
Bei den Züchtern wird und will das niemand in ausreichendem Maß einsehen ... also wird man das angreifen müssen wie bei den Pelzmänteln, nämlich über die Aufklärung und die Gewissensbildung beim "Verbraucher", also dem Hundekäufer und Besitzer. Erst wenn dort ein Umdenken stattfindet und diese Qualzuchten eben nicht mehr verkaufbar sind, um nicht zu sagen geächtet, dann werden wir dieses Problem in den Griff kriegen.
Ich kann schon verstehen, daß ein Tierarzt wenigstens dann, wenn der zweite Frenchie angeschafft wird, der Halterin mal einen Realitätscheck zumutet. Wobei ich an eine Standpauke im eigentlichen Sinn gar nicht so recht glaube, da die TE ja bereits eine realistische Beschreibung der rassetypischen Leiden und den Hinweis auf ihre Verantwortung als Käuferin tendenziell als Angriff wertet.