Beiträge von dagmarjung

    Welpen machen jede Menge Unfug und haben sich noch nicht an das Leben in einem halbwegs ordentlichen menschlichen Haushalt angepasst

    Der Alltag eines Welpen besteht also in aller Regel - notgedrungen - aus viel "Nein" "Laß das" und "darfst du nicht".

    Letztendlich sind ja sogar die bekannten Kommandos Rückruf, Sitz, Platz, Aus dazu gedacht, den Hund unter unsere Kontrolle zu bringen, um ihn von selbstgewählten Tätigkeiten abzuhalten, die wir nicht gutheißen.

    Das führt leicht dazu, daß wir im Alltag sehr oft die Spaßbremse für unseren jungen Hund sind. Umso wichtiger finde ich es, von Anfang an auch auf die Interessen des Hundes einzugehen. Und da kommt die Nasenarbeit ins Spiel.

    Wir wissen ja alle, daß Hunde eine tolle Nase haben, aber alles, was wir so im Alltag tun ist doch, stehenzubleiben wenn der Hund irgendwo schnüffelt.

    Wenn jarvik aber ihrem Welpen eine Schweißfährte legt, dann sagt sie ihrem Hund: ich interessiere mich für das, was du wahrnimmst, zeig mir deine Welt. Das ist Kommunikation. Es ist schön, wenn sich mein Sozialpartner für das interessiert, was mir wichtig ist. Es ist großartig, wenn wir uns darüber verständigen können. Der Hund lernt durch bestimmte Rituale und Worte, was und wie er suchen soll. Der Mensch läßt sich führen und lernt seinem Hund zu vertrauen und ihn immer besser zu lesen. Beide nehmen sich gegenseitig als Partner wahr. Da sind wir auch wieder beim Thema Bindung.

    Für den Nichtjagdhund muß es ja keine Schweißfährte sein. Man kann Leberwurstwasser oder Käsewasser oder Pansenwasser nehmen und am Ende der Fährte entsprechend belohnen.

    Cara durfte schon als Welpe nach einem kleinen Behältnis mit Käse stöbern, daß ich im Gelände ausgelegt habe oder in der Wohnung. Das brachte sie als geborener Apportierhund dann zu mir und bekam den Inhalt. (Korrektes Apportieren kam natürlich viel später)

    Mit solchen Nasenübungen fördert man auch nicht den unerwünschten Jagd/Hetztrieb, sondern schafft sich im Gegenteil frühzeitig Werkzeuge für spätere art- und rassegerechte Auslastung, sprich Jagdersatz.

    Vor allem macht man sich aber schon früh als Sozial- und Teampartner interessant. Man findet eine gemeinsame Sprache zu einem Thema, das den Hund begeistert.

    Das wissen nicht nur Jagdhunde zu schätzen.

    PS: Schnüffelteppich und "Intelligenz"spielzeuge, in denen Futter versteckt wird, sind nette Zwischendurchbespaßungen, aber keine Nasenarbeit im obigen Sinne.

    Wenn man Single ist und nicht den sicheren Rückhalt einer Familie hat, ist man letzten Endes immer auf Fremdbetreuung angewiesen, denn man kann auch bei sonst optimalen Bedingungen mal kürzer oder längerfristig ausfallen (Unfall, Krankheit) oder man hat gelegentlich Verpflichtungen, zu denen man den Hund nicht mitnehmen kann.

    Das alles ist mit einem netten, kleineren Hund unendlich viel leichter zu regeln als mit einer Riesenrasse. Kleinpudelhündin Cara wog unter 10 Kilo, die konnte ich bedenkenlos einer netten alten Dame aus der Nachbarschaft in die Hand drücken, die früher selbst Pudel gehabt hat.

    Das finde ich gut. :bindafür:

    Es ist ja schon ein bißchen wie bei Eltern und Kindern: Keiner soll sich verbiegen müssen, aber die Eltern sollten schon grundsätzlich miteinander einig sein, wie sie die Erziehung und den Umgang mit dem Kind gestalten. Und dazu müssen die Eltern miteinander kommunizieren und nicht einfach jeder sein oder ihr Ding durchziehen.

    Ach so, sorry, ich sollte wohl ins Bett.... :pfeif: :winken:

    Noch mal deinen Beitrag richtig gelesen und ja, es ist schon möglich, daß das veränderte Verhalten das Katers, zB Gangbild und Atmung, den Dackel triggert.

    Auch unter Hunden kommt es vor, daß alte und gesundheitlich angeschlagene Tiere aus der Gruppe gemobbt werden. Hunde sind keine Engel.

    Das ist eine sehr gute Idee! Wenn du durch deine bisherige Rasse schon Züchterkontakte hast, dann nutze sie unbedingt!

    Ich kenne es so von den Pudeln, daß Scheidungswaisen, Rückläufer ecetera oft per Buschfunk innerhalb des weiteren Züchter- , Bekannten- und Interessentenkreises vermittelt werden, ohne daß diese Hunde jemals auf einer Anzeigenplattform landen.

    "Rasse XY in Not" Seiten sind auch eine Möglichkeit.

    Lass nicht locker, such weiter.

    Ich kenne Menschen im Rollstuhl mit Hund, die Zwergpudel es einen dürfen auf dem Rolli mitfahren - warum auch nicht? Hunde dürfen ja auch im Auto oder Fahrradkorb mitfahren; die Großpudelhündin der anderen Rollifahrerin darf den Rollstuhl auch mal ziehen - macht ihr Spaß und kann gelegentlich nützlich sein.

    Die eigentliche Frage ist doch: kannst du dem Hund ein gutes Leben inclusive Auslauf bieten?

    Wenn du das schlüssig darlegen und auch für Eventualitäten vorsorgen kannst, dann wirst du deinen Hund finden, besonders da du ja keinen Welpen suchst.

    Bist du sehr auf Tierschutz festgelegt? Alternativ wären auch Privatabgaben oder Züchter eine Möglichkeit. Manche Züchter geben Zuchthunde nach der Zuchtphase ab oder haben gelegentlich Rückläufer zu vermitteln.

    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Klappt das zuhause schon nicht, klappt es draußen noch viel weniger.

    Genau, so herum wird ein Schuh draus. Wenn der Hund dir zuhause auf der Nase rumtanzt, dir das Brötchen aus der Hand reißt, dich vom Sofa knurrt und auf nichts hört, dann muß man sich nicht wundern wenn er dich draußen auch ignoriert und die Basis muß von Grund auf neu gelegt werden. Vielleicht war das Video ja so gemeint.

    Aber das trifft bei dir ja nicht zu.

    Meine Kleinpudelhündin wäre sicher gerne bei euch eingezogen. :smile:

    Neben dem Kleinpudel käme sicher auch nicht zu kleiner Zwergpudel infrage.

    Dem Vorbehalt gegenüber Koijkerhondje möchte ich mich anschließen: Artgenossenunverträglichkeit ist oft ein Problem. Da man in der Stadt viele Hundebegegnungen hat, kann man sich das Leben auch leichter machen.