Beiträge von dagmarjung

    ein weisser Pudel zu sehen, vielleicht ist sie schwerhörig oder taub?

    Weiß beim Pudel ist nicht dasselbe wie beim Dalmatiner oder beim Dogo Argentino. Bei den letzteren ist das Weiß eine Extremscheckung, das kann auch das Gehör beeinträchtigen.

    Bei Pudel, Spitz oder vielen anderen weißen Hunden ist zwar das Haar weiß, aber die Haut pigmentiert, das hat keinen Einfluss aufs Gehör.

    Natürlich gibt es auch andere Gründe, warum ein Hund taub sein kann und das sollte abgeklärt werden oder wurde es hoffentlich in diesem Fall schon.

    Ich kann 100% nachvollziehen, daß du sehr traurig bist.

    Ich weiß nicht, was dich zu diesem Entschluß bewogen hat, aber du hast sicher gute Gründe dafür.

    Vielleicht hilft es dir, das Ganze aus Hundesicht zu sehen.

    Du lässt den Welpen nicht im Stich, sondern gibst in in eine vertraute Umgebung zurück, in der er alles und jedes kennt. Das verkraftet ein junger Hund ohne weiteres. So eng ist die Bindung zum Halter nach 10 Tagen noch nicht. Die kurze Zeit bei dir war dann eben ein Intermezzo in seinem Leben.

    Bei der Züchterin bekommt er dann eine neue Chance auf ein endgültiges Zuhause, und zwar, das ist nicht unwichtig, solange er noch im Welpenalter ist. Pubertäre Jungrüpel, bei denen wegen Überforderung der Halter schon einiges falsch gelaufen ist, finden weitaus schwerer ein neues Zuhause.

    Es geht nicht um anstrengend oder verboten beim Treppenlaufen, sondern um die mögliche Überlastung der wachsenden und noch nicht so stabilen Gelenke gerade des Junghundes. Beim gesunden, körperlich ausgereiften erwachsenen Hund wäre die Anzahl der Stufen nicht so kritisch.

    Besonders abwärts muß der Hund jedesmal sein volles Gewicht auf den Vorderfußwurzelgelenken abfangen. Da kann man 4 Stockwerke schon kritisch sehen. Die der Junghund eben noch deutlich öfter bewältigen muß, auch wenn die Anzahl der Löserunden sich mit der Zeit reduziert.

    Nun wohnst du aber da und wirst nicht von heute auf morgen die Wohnung wechseln können. Wohnungssuche mit Hund, besonders mit großem Hund, ist ohnehin eine Herausforderung. Also geht es jetzt darum, den Hund so gut wie unter den Umständen möglich zu schonen.

    - Regel Nr 1 ist dabei, den Hund immer langsam und angeleint zu führen, niemals runter stürmen bzw die letzten Stufen überspringen zu lassen.

    - Dann würde ich auch wirklich auf ein Tragegeschirr zurückgreifen, um den Hund zu unterstützen. So ein Geschirr hat einen Griff oben, den greift man wie bei einer Tasche und nimmt dem Hund so Gewicht ab.

    - Auf jegliche Ball- oder sonstige Wurfspiele besser konsequent verzichten, denn auch hier werden durch das plötzliche Abstoppen die Vorderfußwurzelgelenke stark beansprucht.

    Ich würde mir mal den Großpudel anschauen. Das passt dann auch von der Größe her besser als die heute überwiegend an der unteren Größengrenze liegenden Kleinpudel.

    "Mimosig" fällt mir nun wirklich nicht ein bei den GP die ich kenne, und das sind dank lokalem Pudelverein recht viele. Temperamentvoll, fröhlich, unbefangen, das schon.

    Wollt ihr den zweiten Hund vor allem für euch selbst oder mehr in Hinblick auf eure Hündin? Mit 16 Monaten und nach deiner Schilderung, erscheint sie mir noch recht kindlich und da steckt noch viel Entwicklung drin, bis man wirklich weiß, was für einen Hund man hat. Vielleicht verschwindet das Kontaktbefürfnis zu fremden Hunden schon bald. War sie schon läufig?

    Soweit ich es verfolgt habe, beruht der Aufstieg des Lagotto in Deutschland nicht auf seiner Eignung als Arbeitshund, sondern darauf, daß Leute eine Alternative zum Pudel suchen. Man möchte einen nichthaarenden, allergikerfreundlichen, vielseitigen Begleithund, aber Pudel sind ja bekanntlich uncoole Omahunde, mit denen sich vor allem Männer nicht sehen lassen wollen. Also sind Alternativen hochbegehrt. Ähnlich wie Pudel, aber darf auf keinen Fall so heißen. Dazu zählen neben den Doodeln auch die Lagotti. Für letztere spricht natürlich auch die angenehme mittlere Größe zwischen Klein- und Großpudel.

    Das zumindest ist die Rückmeldung, die ich bisher durchweg von Haltern dieser Rasse bekommen habe. Da ich mich für Pudel und alle ihre näheren und ferneren Verwandten interessiere, spreche ich die Halter gerne an und frage, wie sie auf diese Rasse kamen, die ja noch nicht lange in Deutschland bekannt ist, aber schon Jahre vor Corona geboomt hat.

    Daher überrascht es mich nicht, daß der Lagotto hier vorrangig als Begleithund gezüchtet und vor allem auch so vermarktet wird. Obwohl man mit der Trüffel kokettiert, wegen rassegeschichtlichem Alleinstellungsmerkmal.

    Auch wenn die Züchterin eures Rüden nicht mehr züchtet, kann sie euch nicht weiterhelfen? Euch vielleicht andere Züchter empfehlen, die eher mit euch auf einer Wellenlänge liegen? Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg.