Das ist aber auch das, was mich irritiert, denn oft genug hört er auf mein „Nein“ oder „Aus“ zu 100%, also guckt mich ganz traurig und beschämt an und unterlässt diese Sache dann komplett.
Er hört vermutlich deinen strengen/bedrohlichen Tonfall und sieht die dazu passende Körpersprache, zB Drüberbeugen. Dadurch ist er einen Moment eingeschüchtert und abgelenkt von dem was er gerade tat und verhält sich ausweichend/ unterwürfig, da du offenbar gerade nicht gut auf ihn zu sprechen bist. Daß er dabei unterläßt, was er gerade tat, ist eher Zufall und bedeutet nicht, daß er schon begreift, was du mit den Kommandos "Aus" oder "Nein" meinst.
Wahrscheinlich weiß er noch nicht wirklich, daß deine Reaktion etwas mit seinem Verhalten zu tun hat. Das erklärt, warum er manchmal (zufällig) nach Wunsch, ein andermal aber gar nicht reagiert.
All das hat aber weder mit "traurig" noch mit "beschämt" auch nur das Geringste zu tun. Hunde schämen sich nicht, wenn sie in den Augen von Menschen etwas falsch machen. Warum sollten sie? Sich schämen und traurig sein, weil man jemanden enttäuscht hat - das sind menschliche Gefühle, die mit Hunden nichts zu tun haben. Warum sollte ein durstiger Hund sich zB schämen, wenn er versucht, aus einer Pfütze zu trinken? Er möchte nur ein ganz natürliches Bedürfnis stillen und kann nicht wissen, daß du es ihm aus gutem Grund verweigerst.