Beiträge von dagmarjung

    Das ist aber auch das, was mich irritiert, denn oft genug hört er auf mein „Nein“ oder „Aus“ zu 100%, also guckt mich ganz traurig und beschämt an und unterlässt diese Sache dann komplett.

    Er hört vermutlich deinen strengen/bedrohlichen Tonfall und sieht die dazu passende Körpersprache, zB Drüberbeugen. Dadurch ist er einen Moment eingeschüchtert und abgelenkt von dem was er gerade tat und verhält sich ausweichend/ unterwürfig, da du offenbar gerade nicht gut auf ihn zu sprechen bist. Daß er dabei unterläßt, was er gerade tat, ist eher Zufall und bedeutet nicht, daß er schon begreift, was du mit den Kommandos "Aus" oder "Nein" meinst.

    Wahrscheinlich weiß er noch nicht wirklich, daß deine Reaktion etwas mit seinem Verhalten zu tun hat. Das erklärt, warum er manchmal (zufällig) nach Wunsch, ein andermal aber gar nicht reagiert.

    All das hat aber weder mit "traurig" noch mit "beschämt" auch nur das Geringste zu tun. Hunde schämen sich nicht, wenn sie in den Augen von Menschen etwas falsch machen. Warum sollten sie? Sich schämen und traurig sein, weil man jemanden enttäuscht hat - das sind menschliche Gefühle, die mit Hunden nichts zu tun haben. Warum sollte ein durstiger Hund sich zB schämen, wenn er versucht, aus einer Pfütze zu trinken? Er möchte nur ein ganz natürliches Bedürfnis stillen und kann nicht wissen, daß du es ihm aus gutem Grund verweigerst.

    Eine andere mögliche Erklärung ist es, daß auf Seiten der Hündin Spielverhalten ins Jagdverhalten gekippt ist. Daß sie vom vielleicht zunächst spielerischen Jagen zum ernsthaften Hetzen und Totbeißen übergegangen ist, wie bei einer echten Beute, zB einem Kaninchen. Auch das kommt vor.

    Das Dumme ist, man kann hier nur spekulieren, weil keiner gesehen hat, was direkt vor dem Biß geschah.

    Gerade kleinere Hunde können das Jagdverhalten bei größeren triggern, besonders, wenn diese in ihrer Jugend kleinere Hunde nicht als Artgenossen kennengelernt haben.

    Daisy hat zig Hundefreunde vom Dackel bis zum Schäferhund. Noch nie hat sie Aggression gezeigt.

    Ich würde das mal so übersetzen: bisher kam es noch nie zu einer Beißerei.

    Ich glaube ehrlich gesagt bei einer bereits vierjährigen, voll erwachsenen Hündin nicht an -zig echte Hundefreunde. Erwachsene Hunde freunden sich nicht wahllos mit allem an, was vier Beine hat.

    Hunde haben aber einige Möglichkeiten, Konflikte auch ohne Beißen zu regeln und daher verlaufen die meisten Hundebegegnungen ohne sichtbare Agression. Wenn du aber die Körpersprache von Hunden besser sehen lernst, wirst du die vielfältigen Anzeichen von Anspannung, Drohung, Beschwichtigung, Ausweichen, Imponieren und Deeskalieren besser einordnen können. Auch ein scheinbar fröhliches Spiel kann ein Mittel sein, um eine Bedrohung abzuwenden: "Tu mir nichts, spiel lieber mit mir!"

    Ob ein Hund sich unterwirft oder fiddelt (Sich einschleimt, aus Angst zum Spielen auffordert) oder offensiv gegen einen unerwünschten Artgenossen vorgeht, hängt natürlich auch vom eigenen Selbstbewußtsein ab und dieses nicht zuletzt von der Einschätzung der eigenen Chancen im Falle einer körperlichen Auseinandersetzung. Da kann ein und derselbe Hund durchaus freundlich-unterwürfig gegenüber größeren oder gleichstarken Artgenossen sein und ruppig gegenüber kleineren.

    Hunde sind keine Engel mit Fell. Aber sie sind auch nicht "böse".

    Du mußt natürlich selber entscheiden, wie stark und zeitintensiv du dich als Oma einbringen möchtest und inwieweit du auch dein eigenes Leben unabhängig von deinen Kindern leben willst. Ich glaube, das kannst nur du selbst beantworten und kein Hundeforum. :smile:

    Nur auf Englisch zu haben, stimmt das? Oder hab ich's nur übersehen?

    Die meisten Bücher wurden auch ins Deutsche übersetzt. Zum Teil meines Wissens auch als Sammelbände, die mehrere Einzelromane zusammenfassen. Die letzten Bücher wurden aber leider nicht mehr übersetzt. Es lohnt sich dennoch, jeden Band zu erwerben, den man neu oder gebraucht bekommen kann, denn die einzelnen Bücher haben alle eine abgeschlossene Handlung und hinterlassen daher nicht das unbefriedigende Gefühl, mitten in eine Handlung hineingeworfen zu werden und das Ende niemals zu erfahren, nur weil man den mittleren Band einer Serie erwischt hat.

    Natürlich ist es trotzdem sinnvoll, nach Möglichkeit mit den früheren Bänden anzufangen. Denn die Charaktere entwickeln sich im Verlauf der Serie weiter und es ist reizvoller, wenn man die Vorgeschichte der Personen kennt, denen man in den späteren Bänden (wieder) begegnet.

    Zu Suche nach den Büchern google am besten sowohl "Vorkosigan" (Name des Protagonisten) als auch "Barrayar" (Name seines Heimatplaneten).

    Kultur-Zyklus

    Was und von wem ist der Kultur- Zyklus? Klingt auf jeden Fall gut, wenn du es qualitätsmäßig mit der Barrayar/Vorgosigen Saga vergleichst.

    Falls es schon mal erwähnt wurde, ich habe diesen Thread gerade erst "wiederentdeckt" und nur die letzten Beiträge gelesen.

    Lois McMaster Bujold hat mit ihrer Vorkosigan Serie nicht nur mehrere Nebula- und Hugo Awards gewonnen. Die Vielseitigkeit deir Auttorin zeigt sich auch darin, daß eine Kurzgeschichte aus dieser Serie empfohlene Lektüre für Offiziersanwärter in den USA ist (Thema: Ungehorsam gegen verbrecherische Befehle von Vorgesetzten), während ein anderer Roman derselben Reihe einen Preis als bester Liebesroman des Jahres bekam.

    aber weil der schöne Vampir keinen Sex vor der Ehe will (wurde der Autorin ja sehr angekreidet) bleibt dem Leser viel erspart.

    :applaus: :applaus: :applaus:

    Ja, gute Sexszenen zu schreiben ist sehr viel schwerer, als viele AutorInnen vermuten. :D

    Liess mal "Der Astronaut" von Andy Weir. Das ist so so toll. Klug, mit Witz, unkitschig und trotzdem emotional. Ich fands toll.

    Das klingt gut. Name und Titel ist notiert.

    Ähnlich würde ich die Vorkosigan Romane von Lois McMaster Bujold beschreiben. Bitte nicht bloß davon abschrecken lassen, daß es um ferne Welten, Raumschiffe, Militär und Söldner geht. Vor allem geht es um Charaktere, die man gerne und sofort in seinen inneren Freundeskreis aufnehmen möchte. Schräg, genial und liebenswert. Und um tolle, mitreißende Plots jenseits von Klischees.

    An einen Hund hat man doch ganz andere Erwartungen als an ein Kind. Er soll sich unserem Leben anpassen, sich einfügen. Er soll gehorchen und nicht hinterfragen.

    Hunde sind geistig hochstehende Säugetiere, vor allem sind sie sozial intelligent. Das heißt, Hunde hinterfragen immer. Sie gehorchen nicht einfach so wie ein Gerät auf Knopfdruck. Die Beziehung spielt immer eine wichtige Rolle. Lohnt es sich für den Hund, den Wünschen des Menschen zu entsprechen? Den Respekt eines Hundes muß man sich erst verdienen, das schafft man aber nicht durch Härte und Strafen, sondern durch Verläßlichkeit. Hunde sind gerne bereit, sich anzupassen, wenn sie Vertrauen in die Verläßlichkeit ihres menschlichen Partners haben.

    Und natürlich muß der Mensch überhaupt in der Lage sein, sich verständlich zu machen.

    "Es ist MEINE Schuld, dass ich dem Hund nicht erklären kann, was ich von ihm möchte".

    Das ist genau die Haltung, die man als Hundemensch haben muß - ebenso wie zB als Reiter oder überhaupt im Umgang mit Tieren.