Beiträge von dagmarjung

    Laufende Kosten wie Futter für einen kleinen Hund machen mir keine Sorgen, Austattung wie Leinen und Spielzeug ist von Cara her eh noch vorhanden - aber immer höhere Tierarztkosten machen einen eventuellen neuen Hund für mich zu einem finanziell unkalkulierbaren Luxus.

    Eigentlich hätte ich gerne einen neuen Hund gehabt, wenn ich in Rente gehe. Ob das dann finanziell möglich sein wird steht aber sehr infrage. Auch Kranken- und OPversicherungen werden ja die Preise anpassen und dazu hat man ja wohl das Risiko, daß man nach Inanspruchnahme von "zuviel" Leistungen gekündigt werden kann. Ich habe mich aber zugegebenermaßen noch nicht genauer mit dem Thema auseinandergesetzt.

    Was ich auf keinen Fall möchte ist, meinen Hund einzuschläfern obwohl eine Behandlung möglich und erfolgversprechend wäre, nur weil ich sie mir nicht leisten kann. Ich kann mich aber auch nicht komplett ruinieren für einen Hund.

    Für Cara hatte ich bis zu ihrem Tod relativ wenig Tieraztkosten, aber bei Freunden habe ich Hunde erlebt, die durch diverse, auch chronische Krankheiten schon in den mittleren Jahren, kostspielige Untersuchungen in der Tierklinik, stationären Aufenthalt in der TK usw schon bisher sehr hohe Kosten verursacht haben. Bei neuer GOT wären es schwindelerregend hohe Kosten.

    Da deine Hündin eine ausgeprägte Suchtproblematik zeigt mit den Schattenjagen, möchte ich nochmal ausdrücklich zu einem Verhaltenstierarzt raten. Sucht ist eine Krankheit und mit dem Schattenjagen hat die Hündin sich ein Suchtmittel gewählt, daß sich leider nicht so einfach für immer wegpacken läßt wie ein Ball.

    Es ist einfach so, daß manche Hunde dafür anfälliger sind als andere.

    Das Alter spielt auch eine Rolle: Genau wie bei Menschen ist das jugendliche Alter anfälliger für Suchtentwicklung als andere Alterststufen.

    Meine Welpentrainerin hat uns damals ihren damals etwa 6-jährigen Balljunkie-Schäferhund vorgeführt. Der war in jeder Hinsicht wie ein trockener Alkoholiker. (Der Mann der Trainerin hatte ihn vor Jahren mit Ballwerfen "ausgelastet".)

    Obwohl er seit Jahren keinen Ball mehr im Maul gehabt hatte, lag er die Stunde lang wie gebannt vor der Tasche der Trainerin, nur weil er wußte, daß ein Ball drin war. Für uns damals sehr eindrücklich, bei unseren Junghunden diese Thematik im Blick zu behalten.

    Der Hund war aber nicht nur ein trockener Ballkoholiker, er war außerdem ein ausgebildeter und in Realeinsätzen geführter Rettungshund. Der führte also ein durchaus aktives Leben.

    Ich kenne auch mehrere Menschen mit Hund & Rolli.

    Eine Frau hat erst eine, nach deren allzu frühem Tod dann eine weitere Großpudelhündin selbst zum Assistenzhund ausgebildet. Sie war allerdings vorher schon sehr lange aktiv im Hundesport gewesen mit entsprechender Ausbildungserfahrung. Ihr Großpudel kann sie auch im Notfall im Rollstuhl ziehen, mit einer Hand am Geschirr! :hundeleine04:

    Ein anderer Rollifahrer hält und züchtet seit Jahren Zwerg/Toypudel.

    Der Vorteil der kleinen Hunde ist es, daß die auf dem Schoß im Rolli mitfahren können und dort immer einen sicheren Rückszugsort haben, sei es im Straßenverkehr oder bei Begegnungen mit größeren Fremdhunden.

    Alle Hunde konnten /können auch frei laufen.

    Die Mehrzahl der Beiträge erklärte mir nur, das die User so ein Programm mit ihren Hunden nicht machen. Das ist schön, aber wenig hilfreich für mein Problem.

    Das ist durchaus hilfreich als Vergleich, weil es sich bei nicht wenigen dieser Hunde um aktive Gebrauchs- oder Sporthunde handelt, deren Halter sich sehr gut mit der richtigen Balance zwischen zuviel/zuwenig auskennen - gerade bei aktiven Rassen!

    Alles was aufputscht solltest du auf jeden Fall weglassen. Dazu gehört( leider) auch Fußball spielen und Bällchenwerfen mit den Kindern.

    Mit einem Jahr wirken viele Hunde schon recht erwachsen, aber gerade in dieser Zeit sind pubertätsbedingt zuviele Reize oft eine Überforderung für den Hund.

    Ich glaube gar nicht, daß die Ruhezeiten zu kurz sind, zumindest nicht unter der Woche. Aber in den Wachphasen sollte es vorwiegend ruhig zugehen und ohne viel Action.

    Wenn du das Programm jetzt runterfährst kann es übrigens gut sein, daß deine Hündin zunächt einmal umso mehr hochdreht - wie bei jeder Suchtkrankheit ist der Entzug schwer.

    Es klingt schon so als ob ihr über den Tag verteilt überwiegend aufregende und/oder hohe Konzentration fordernde Dinge mit eurer Hündin macht. Da würde ich als allererstes ganz viel weglassen und statt dessen lieber gemütliche Bummelspaziergänge machen, bei denen die Hündin einfach schnüffeln darf, wie sie möchte ohne aber weiter bespaßt zu werden. Kein Spiel, kein Ball, kein Training. Auch keine Stunde toben mit anderen Hunden.

    Wenn das Verhalten schon so in die Sucht kippt wie du hier beschreibst, macht auch der Gang zu einem spezialisierten Verhaltenstierarzt Sinn.

    Ich möchte euch auf keinen Fall von einem neuen Hund abraten, bitte nicht falsch verstehen.

    Aber darauf aufmerksam machen, daß jeder gesunde neue Hund anspruchsvoller und daher nicht so "pflegeleicht" sein wird wie Bonny. Weil er einfach sein Potential als normaler Hund entwickeln kann und nicht massiv körperlich einschränkt ist. Das betrifft Aktivität, Ausdauer, Temperament und damit den Aufwand für Erziehung und geeignete Beschäftigung.

    Als Beispiel: Ein gesunder junger Hund läßt sich von rennenden und tobenden Kindern leicht anstecken und legt sich nicht nach kurzer Zeit erschöpft hin, sondern findet meist von selbst kein Ende und dreht vielleicht immer mehr auf. Das muß man dann als Elternteil managen und dem Hund Ruhe verschaffen, die Kinder anleiten usw.

    Wenn ihr euch dessen bewußt seid und diesen Mehraufwand auch wirklich wollt, dann nur zu!

    Die Kinder sind ja mit 6 und 4 Jahren auch keine Kleinkinder/Babys mehr, so daß vermutlich mehr Kapazitäten frei sind als in den letzten Jahren.

    Zum Thema Fellpflege ist zu sagen, daß gerade Rassen mit aufwendigerer Fellpflege wie Pudel oder die Bichonrassen auch die sind, die kaum oder nicht haaren. Das muß man dann zeitlich gegenrechnen zu dem Aufwand, den man für die Pflege der Wohnung mit haarenden Rassen betreibt. Faustregel: Hundehaare machen immer Arbeit, entweder am Hund oder in der Wohnung.

    Schaut in ein Tierheim, lässt euch dort beraten, da ist sicher ein erwachsener Hund dabei der zu euch passt.

    Ihr spart euch die Welpenarbeit und der Hund ist aus dem Tierheim raus.

    Das ist eine Möglichkeit, allerdings sind die Erfolgsaussichten sehr gering. Für kleine, gesunde, pflegeleichte Hunde gibt es in Tierheimen Wartelisten, die kommen erst gar nicht auf die Webseite. Dazu tun sich Tierheime (mit guten Gründen) sehr schwer, Hunde in Familien mit jüngeren Kindern zu vermitteln.

    Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine. Mein Mann ist fast 2 Meter groß und es würde komisch aussehen wenn er einen Chiwawa an der Leine hätte :tropf:

    Nein, kein bißchen. Falls ein Chihuahua zu euch passen würde, wobei ich euch diese Rasse nicht empfehlen würde, aber aus anderen Gründen.

    Einen Pudel würde ich euch ebensowenig empfehlen, weil Pudel aktive und temperamentvolle Hunde sind, die auch im Kopf gefordert werden wollen.

    Ähnliches gilt für Shetland Sheepdogs, wobei letztere auch noch hochsensibel sind und damit charakterlich so weit von einer Französischen Bulldogge entfernt, wie ein Hund nur sein kann.

    Bällchenwerfen ist keine Auslastung, kann sogar zur echten Suchtproblemen und körperlichen Schäden führen. Das gilt für alle Rassen.

    Ich fürchte auch, dein eigentlicher Wunsch, ein Hund wie Bonny, nur in gesund, ist verständlich, aber nicht erfüllbar. Jeder gesunde Hund ist ausdauernder, hat mehr Bewegungsdrang und ist auch geistig aktiver und anspruchsvoller als eine französische Bulldogge, die quasi mit dem bloßen Überleben ausgelastet ist.

    Danke für deinen Bericht! :smile:

    Am Ende tat mir der andere HH fast schon leid, man hat ihm klar angemerkt, dass er sehr an seinem Hund hängt, aber einfach maßlos überfordert war.

    Mal ehrlich: egal wie zerknirscht der Mann jetzt ist (oder tut) - so überfordert kann keiner sein, daß er nicht Leine und Maulkorb an seinem bissigen Hund befestigen kann!

    Und so dreist zu lügen und dich zu beschuldigen ist auch unter aller Kanone. Wenn er damit durchgekommen wäre, dann würde es ihm heute noch nicht im geringsten leid tun und du hättest niemals eine Entschuldigung bekommen.

    Also mein Mitleid hat er nicht.