Beiträge von dagmarjung

    Das war nicht als Kritik gemeint, bitte entschuldige, falls es so rüberkam! :no:

    Ich kann mir gut vorstellen, daß du gerade ziemlich neben dir stehst - irgendwie ist es immer viel schlimmer, wenn der Hund was hat als wenn man selbst krank ist. :streichel:

    Temperatur von Bella klingt gut, kein Fieber.

    Tante Google hilft:

    "Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius, bei Welpen bei bis zu 39,5 Grad. Ab einer Temperatur von etwa 40 Grad spricht man von Fieber. Steigt die Körpertemperatur über 41 Grad, kann der Zustand für den Hund lebensgefährlich werden."

    Das war das erste, was aufploppte.
    Vielleicht am besten noch mal mit anderen Ergebnissen vergleichen.

    Gute Besserung für Bella! :streichel:

    Was hat er denn für einen Lernerfolg wenn er jedesmal auf den Arm genommen wird?

    Den allerwichtigsten: der Hund lernt, daß er sich 100%ig auf den Schutz seines Menschen verlassen kann.

    Das ist notwendige Basis, von der aus man dann auch Hundebegegnungen trainieren kann. Weil der Hund verinnerlicht hat, daß er das nicht alleine regeln muß. Er kann viel entspannter bleiben, wenn er weiß er bekommt sofort Schutz, wenn er ihn braucht.

    Und Hunde, die nur einen Bruchteil soviel wiegen wie ihre Artgenossen brauchen tatsächlich besonderen Schutz. Stell dir mal vor, dir würden täglich ein Dutzend Riesen begegnen, die soviel wiegen wie Pferde, Nashörner oder Elefanten. Und die wollen dich je nachdem auch gerne mal anfassen, deine Taschen kontrollieren oder dich aus dem Weg schubsen. So etwa stellt sich ein normaler Spaziergang für einen Chihuahua dar.

    ob er irgendwann kapiert dass ihm nix passiert auch wenn er nicht auf den Arm genommen wird.

    Aber wenn der andere Hund ihn verbellt, dann passiert ihm ja in dem Moment was, und das wird er sich merken.

    Hundebegegnungen kann man mit zuverlässig freundlichen, gelassenen Hunden bewußt und in Ruhe üben. Aber nicht mit jeder Zufallsbegegnung auf der Straße, und dreimal nicht, wenn das Gegenüber auf kläffende Kleinhunde seinerseits agressiv bellend reagiert.

    Den Shitstorm soll er ruhig mal über sich ergehen lassen wenn er selber anfängt zu kläffen.

    Der einzige Lernerfolg wäre, daß er seine Befürchtungen bezüglich anderer Hunde voll bestätigt sieht und sich fremde Hunde künftig erst recht durch Bellen vom Leibe halten will.

    Chihuahuas neigen erfahrungsgemäß zum Verbellen, man kann daran arbeiten, aber bestimmt nicht so wie oben empfohlen.

    Du als gelegentliche Gassigängerin machst alles richtig, wenn du den Zwerg hochnimmst. Prima, daß er sich auf dem Arm sicher fühlt, das schafft Vertrauen. Zusatznutzen: Er kann auf dem Arm auch seinerseits keinen Unfug machen. :smile:

    Danke, @Lockenwolf! :smiling_face_with_hearts:

    Als meine Kleinpudekhündin Cara 6 Monate alt war, gab es täglich mehrere kleine Löserunden und einen großen Ausflug. Der dauerte allermindestens eine Stunde, meist aber 2 Stunden oder länger. (Es war Sommer und ich bin dann auch gerne draußen.)

    Was nicht heißt, daß wir in dem Alter Gewaltmärsche gemacht haben, aber wir waren jeden Tag länger am Stück draußen. Ein Stück laufen, Welt erkunden, mit mir spielen, mit anderen Hunden spielen, Wasser kennenlernen, sich davor noch gruseln, Löcher in Walderde buddeln, ein bißchen Grundgehorsam üben, sich zwischendurch ausruhen, mich bei Besorgungen begleiten. Mal Unbekanntes kennenlernen, am nächsten Tag dafür wieder in vertrauter Umgebung herumbummeln.

    Mit 6 Monaten darf man junge Hunde nicht überlasten, aber sie sind jetzt schon wie aktive Schulkinder, nicht wie Babys. Sie wollen und müssen sich viel frei bewegen und ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten trainieren. Das geht nicht in der Wohnung. Und 30-Minuten-Häppchen sind zu kurz dafür, da wird es gerade erst lustig und dann muß man schon wieder rein...

    Stichwort Alleinebleiben: Das gehört ganz dringend auf die To-do Liste! Am besten gestern...

    Wir achten auch drauf, dass sie nicht sieht wie wir die Pipi weg machen.

    Warum? Das ist dem Hund völlig egal. Das tut überhaupt nichts zur Sache, wenn der Welpe das sieht.

    Zum Thema Vorbiß: der Vorbiß bezueht sich auf die Schneidezähne. Die werden beim Fressen aber gar nicht verwendet. Wenn Hunde ihre Nahrung zerteilen - gekaut im eigentlichen Sinne wird sie kaum - dann verwenden sie dazu die kräftigen Backenzähne. Trockenfutter hat meine Kleinpudelhündin in der Regel gar nicht gekaut, sondern unzerteilt heruntergeschlungen, wenn es sich um Futter handelte, dessen Brocken in etwa auf ihre Größe abgestimmt waren.

    Was immer ihr also füttern wollt, auf den geringen Vorbiß müßt ihr dabei keine Rücksicht nehmen, der wird Bambi beim Fressen nicht einschränken.

    Zwei Gründe:

    - dass er im Freien (wenn Stehzeit ist) nicht ständig auf andere Hündinnen springen will (Leine ziehen oder wenn Freilauf nicht zurück kommt)

    - er scheinbar immer wieder in ihrem oder des Tochters Intimbereich schnüffelt.

    Das Zauberwort für diese Verhaltensweisen heißt Erziehung und nicht Kastration.

    Gerade in der Pubertät muß halt öfter mal die Leine dran, bis durch Übung und Wiederholung und schlichtes Dranbleiben der Gehorsam gefestigt ist. Das dauert halt seine Zeit. Freilauf nur da, wo man die Übersicht hat. Nicht abwarten und zugucken wie der Jungrüde sein Ding macht und Hündinnen belästigt und dann erst reagieren. Immer vorausdenken.

    Auf guten Hundeübungsplätzen werden heute läufige Hündinnen ganz normal in der Gruppenstunde geführt und nicht ausgeschlossen. So erhalten Rüden und ihre Besitzer eine wertvolle Lernmöglichkeit: man kann sich trotz toller Gerüche aufs Arbeiten konzentrieren. Das ist eine Lern- und Übungssache.

    Wenn ich nicht will, daß mein Hund mich im Schritt beschnüffelt, dann erlaube ich ihm das einfach nicht, sondern schicke ihn deutlich weg bzw unterbinde das schon im Ansatz.

    Das positive beenden, hab ich bisher eher als positive Verstärkung gleich gesetzt

    Weil wir immer "positiv" als "angenehm", "gut" usw interpretieren, während es im Begriff der "positiven Verstärkung" lediglich im mathematischen Sinne gemeint ist: etwas wird von außen hinzu gefügt, zB eine Futterbelohnung.

    Negative Verstärkung ist ja eine hochwirksame Belohnung und erstmal nichts Böses. Kurze Pausen sind sehr belohnend.