Beiträge von dagmarjung

    Ah, danke. Ich hatte mich gewundert, daß deine Hunde Radfahrer immer noch als Bedrohung wahrnehmen, obwohl sie seit 2016 im Einsatz sind.

    Überall, wo ich mich bewege, sind auch immer viele andere Radfahrer. Sogar, wenn ich mal raus aufs Land zum Wochenendausflug fahre sind das keine einsamen Strecken, da kommen jeden Tag Dutzende oder Hunderte Radler vorbei. Deswegen dachte ich, deine Hunde müßten eigentlich längst daran gewöhnt sein.

    Ich steige nicht ohne Not ab, weil ich Schmerzen beim Gehen habe, aber nicht auf dem Rad. Aber ich wäre langsam gefahren. Besonders, wenn mir die Hunde das so deutlich nahegelegt hätten wie du das geschildert hast. So schnell bin ich eh nicht, ich habe kein E-Bike.

    Freundlich und klug passt, das war’s aber auch. Einen faulen (jungen) KHC habe ich noch nie gesehen und der Rest ist Erziehungssache und je nach Typ auch nicht so schnell „installiert“ wie man sich das vorstellt.

    Dasselbe trifft auch auf Pudel aller Größen zu! (Weil die hier schon mehrfach genannt und empfohlen wurden)

    Spielplätze, Schwimmbäder und viele Kindereinrichtungen dürfen nur ohne Hund besucht werden - so kompatibel ist das nicht.

    Das ist auch ganz wichtig! Dazu kommt noch, daß Welpen noch nicht alleine bleiben können und das erst langsam lernen müssen. Bei einigen geht es schneller, andere tun sich sehr lange schwer damit. Vorhersagen kann man da nichts.

    Das ist sehr schlimm für deinen Hund, und es ist auch für dich hart, dem Leiden zuschauen zu müssen.

    Um jeden Atemzug ringen zu müssen und niemals genug Luft zu bekommen ist eine extreme Qual. Die Hitzesaison hat ja gerade erst angefangen. Und auch wenn es im Winter besser ist - gut im eigentlichen Sinne ist es für deinen Mops ja niemals, das darfst du nicht vergessen - der nächste Sommer kommt bestimmt und das Leiden wird mit jedem Jahr schlimmer werden, weil das Gewebe sich immer weiter verdickt.

    Ich weiß nicht, wo du deinen Mops hast operieren lassen. Es gibt einige Spezialkliniken, die sich auf solche OPs spezialisiert haben. Dort würde ich noch einmal anfragen, inwieweit eine weitere OP eventuell Hilfe bringen könnte. Der Kehlkopf wurde bei deinem Hund noch nicht operiert?


    Brachycephales Syndrom | Tierklinik Hofheim

    https://kleintierklinik.uni-leipzig.de/kurzkopf#f8

    Mit Alltagstips kann deinem Hund nicht geholfen werden. Wenn keine OP möglich oder sinnvoll ist, die Chico das Leben wesentlich erleichtert, dann würde ich dem Rat des Tierarztes folgen und ihn einschläfern lassen.

    Denn das:

    Er schläft mit Spielzeug im Maul, aber röchelt trotzdem so extrem, dass ich Angst habe, dass er nicht mehr aufwacht.


    ... Er nimmt kaum am Leben teil, quält sich wahnsinnig.

    ist schlicht kein zumutbarer Zustand.

    Und als nächsten Hund bitte nie wieder einen Mops oder eine andere kurznasige Rasse! Die gibt es nicht in gesund, sie sind alle krankgezüchtet, auch wenn die Produzenten das ableugnen.

    Der Hund wäre perfekt für uns. Er schläft den ganzen Tag auf einem Fleck und braucht nicht mehr als eine Stunde Spaziergang im Tag.

    Wenn das mein Hund wäre und er kein uralter Hundegreis ist, würde ich ihn gründlich beim Tierarzt durchchecken lassen. Herz, Bewegungsapparat, Wirbelsäule, alles.

    Denn soviel Teilnahmslosigkeit ist für einen gesunden Hund nicht normal.

    Es gibt Besitzer, die das nicht auf dem Schirm haben und im Grunde ganz froh sind, weil es ja auch bequem ist. Nicht jedes Gesundheitsproblem ist offensichtlich. Tiere verstecken oft vieles.

    aber ein großer Zwerg oder ein Kleinpudel das passt einfach total mit Kindern.

    Aber faul sind sie halt nicht, sondern aktive, lebhafte Hunde mit Bewegungsbedarf und die klugen Köpfchen möchten auch gefordert werden.

    "Eher faul" ist kein gesunder Hund, der nicht entweder krank oder alt ist.

    Daher kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Empfehlungen in diversen Internet-tests. Leider sind einige dieser Rassen tatsächlich krank (Mops) oder haben ein extrem hohes Krankheitrisiko (Cavalier King Charles Spaniel.) Andere sind sehr zart und klein (Malteser, Bolonka) und leider hält sich immer noch das Vorurteil, kleine Hunde bräuchten wenig Bewegung und kurze Spaziergänge würden daher reichen.

    Tatsächlich ist es aber so, daß kleine Rassen gerne genausoviel Zeit draußen verbringen wie große - mit Bewegung, Schnüffeln, Spielen und Erkunden - und lediglich die zurückgelegte Strecke bei langen Beinen logischerweise größer sein kann als bei kurzen.

    Zu lebhaften und kleinen Kindern würde ich keinen allzu kleinen und zarten Hund wählen, sondern eher einen stabilen kleinen Hund bis untere Mittelgröße. Denn kleine Kinder sind doch eher grobmotorisch unterwegs.

    Ich lese gleich mal komplett aber heilige da habt ihr euch aber auch gleich das härteste an Rassen rausgesucht, die euch gefallen. Mali und Co sind einfach nicht geeignet für Leute, die keinen aktiven Hundesport machen und unter den Voraussetzungen, die ihr sonst habt....

    Das ist der Familie durchaus klar... ;)

    Faul ist also wie gesagt keine Eigenschaft, die ihr von einem gesunden jungen Hund erwarten könnt.

    Kinderlieb hat ganz viel mit eurem Management und eurer Erziehung von Kindern und Hund - in dieser Reihenfolge - zu tun.

    Klug sind alle Hunde, weil sie eben Hunde sind. Die Aufzucht beim guten Züchter, der die Welpen umsichtig an eine vielfältige Umwelt gewöhnt, spielt hier die allergrößte Rolle, ganz unabhängig von der Rasse.

    Eine reizarme Umwelt beim Massenproduzenten behindert Welpen nachhaltig in ihrer geistigen Entwicklung.

    Freundlich - was versteht ihr darunter? Gegenüber der Familie? Gegenüber Fremden? Gegenüber Artgenossen?

    Nicht zu stürmisch und vorsichtig: solche Wünsche erfüllen vor allem sensiblere Gemüter wie zB Shelties. Aber Sensibelchen sind nicht unbedingt die beste Kombination mit lebhaften jüngeren Kindern. Sie leiden schnell unter Stress, wenn es unruhig um sie herum ist, und ein Hund, der sich - wenn auch unbeabsichtigt - bedroht fühlt kann auch zubeißen.

    Außerdem spielt auch hier die Erziehung und das Management des Hundes eine große Rolle. ZB kann muß man aufpassen, daß der Junghund nicht durch zu langes Toben mit den Kindern überdreht und daß er im Alltag genügend zur Ruhe kommt, auch wenn die Kinder spielen. Junge Hunde lassen sich immer gern von jeder Aktivität anstecken und drehen dann gerne auf.

    Ein älterer, schon gesetzter Second Hand Hund könnte Ansprüche wie eure erfüllen. Dann ist aber wiederum die Frage, wie es mit seinen Vorerfahrungen mit Kindern steht.

    "War immer lieb und hat alles mit sich machen lassen" ist zB keine Aussage, mit der ich einen Hund für eine Familie kaufen würde. So eine Aussage zeigt nämlich, daß die Besitzer dem Hund schlechte Erfahrungen mit Kindern zugemutet haben, was sich sehr rächen kann.

    Kaos ist mit 8 Monaten in einem Alter, in dem er viel Aufmerksamkeit haben sollte. Erziehung, Training, Grundlagen legen für Hundesport oder alternative Auslastung sind Thema und verlangen Energie und Zeit. Die Pubertät und Adoleszenz steht bevor und wird sich, bis der Hund wirklich erwachsen ist, über die nächsten 1, 2 Jahre hinziehen. Eine prägende Zeit für den Hund.

    Das ist keine Zeit, in der ein Hund nebenherlaufen kann oder einfach ohne Folgen irgendwo zwischengeparkt werden kann, bis man sich irgendwann mal wieder richtig um ihn kümmern kann.

    Nach der Geburt wird dein Kind erstmal lange Zeit im Mittelpunkt stehen, und als alleinerziehende Mutter ist kein Partner für dich da, der dich entlasten kann. (Ich wünsche dir von Herzen, daß dir andere Menschen in deinem Umfeld zur Seite stehen.)

    Es ist nicht mal gesichert, daß du genügend Schlaf bekommen wirst.

    Wer wird dann die Energie haben, sich mit vollem Einsatz um Kaos zu kümmern und ihn nicht nur aufzubewahren?

    Ich würde Kaos abgeben und zwar jetzt. Nicht weil du ihn nicht liebst, sondern weil du ihn liebst und damit er eine Chance bekommt, einen Besitzer zu finden, in dem er die Aufmerksamkeit bekommt, die er jetzt und in nächster Zeit braucht.

    Ein altergemäß gut erzogener, gesunder Junghund ist leicht zu vermitteln. Ein ein bis zwei Jahre älterer Hund mit diversen, durch verschlampte Erziehung entstandene Baustellen ist es viel weniger. Davon gibt es schon zuviele.

    Deine Lebensumstände haben sich ohne deine Schuld so verändert, daß eine Abgabe ohne schlechtes Gewissen gerechtfertigt ist, auch wenn du natürlich an Kaos hängst. Ich meine aber, es wäre vor allem eine echte Chance für ihn.

    Ich finde, stehende Schnauzerohren sehen gut aus, nur eben ungewohnt. Vermutlich gerade für Menschen, die sich intensiv mit der Rasse befassen und sie nicht nur gelegentlich erleben.

    Beim Welpen und Junghund sind die Ohren zwar noch überdimensioniert, aber der Hund wächst ja in seine Ohren rein.

    Ich habe noch die kupierten Ohren als normal erlebt - damals traf man auch noch mehr Schnauzer im Alltag - und ich kann mich noch gut daran erinnern, daß noch jahrelang alle nicht mehr kupierten Hunde diverser Rassen fremd und ungewohnt auf mich gewirkt haben.

    "Was ist aus unseren stolzen Hunden geworden - der Rasseausdruck ist völlig verloren gegangen!" klagten damals die Züchter und Halter von Doggen, Schnauzern Boxern usw.

    Heute zum Glück außer beim Dobermann längst kein Thema mehr. Das Auge gewöhnt sich um.