Beiträge von dagmarjung

    Fenjali, jeder Hund ist halt anders. Ich habe auch nicht jeden gleich von der Leine gelassen. Man guckt wie der Hund so tickt und danach richtet man sich dann. Hier im Thread wurde weder frei laufen lassen noch Leine dranlassen lächerlich gemacht. Es wurden nur diverse Erfahrungen berichtet.

    ich weiß nicht, warum man das mit Facepalms kommentieren muß.

    (m voraus schon Danke für den nächsten.) :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Und dann kam Ida mit 11 Wochen, ich Dödel war fest der Meinung der Folgetrieb sei in den Hund natürlich eingebaut, keine Frage.

    Folgetrieb ist real - aber im Kleingedruckten steht, daß die Bindung an die sichere Wohnhöhle bei jungen Caniden weitaus stärker ist, damit die Eltern Jagdausflüge ohne ihre Kleinkinder machen können.

    Der Trick ist, den Welpen vom Heim wegzutragen oder zu -fahren. In unbekannter Umgebung regiert dann der Folgetrieb, der aber individuell auch unterschiedlich sein kann. Verläßt der Welpe sein Heim auf eigenen Pfoten, dann kann leicht genau das passieren, was du schilderst. Heimweh! :dizzy_face:

    Weil ich in Teenagerzeiten oft Hunde ausgeführt habe, habe ich einige Erfahrung damit, ab wann ich einen Hund frei laufen lassen kann und wann noch nicht. Das richtet sich nach verschiedenen Kriterien, unter anderem natürlich nach der Sicherheit der Umgebung, dem Wesen des Hundes, seinem Radius, seiner Reaktion auf den Rückruf, vor allem aber wie ich die Bindung zwischen uns einschätze.

    Cara habe ich mit 8,5 Wochen bekommen und in geschützer Umgebung (aber ohne eigenen Garten) von Anfang an viel frei laufen lassen. Großzügige Parkanlagen oder Kleingartenkolonien boten Schutz vor dem Autoverkehr. Auch als Cara größer wurde, gab es keine Phase, wo ich dauerhaft eine Schleppleine hätte dranlassen müssen. Wo mit Wild zu rechnen war, mußte sie an die Leine, sonst nicht.

    In Mietwohnungen wird von Hunden nun mal noch mehr Anpassung gefordert als im Eigenheim. Hauptproblem: Bellen und Jaulen. Kann der zB der Hund nicht oder nur schlecht alleinebleiben und jault und bellt und die Nachbarn beschweren sich, dann muß der Hund schnell weg oder die Kündigung droht.

    Gesäugetumoren verhinderst du mit einer so späten Kastration ohnehin nicht mehr. Dazu müßte man eine Hündin am besten vor der ersten, spätestens vor der zweiten Läufigkeit kastrieren, was aber gravierende Nachteile hat, da die Hündin ihre Hormone zur körperlichen und geistigen Ausreifung benötigt.

    Abgesehen davon, ein Hund kann auch einen Milztumor bekommen. Und er kann ohne Milz leben. Trotzdem wird keinem Hund als Krebsvorsorge die Milz wegoperiert.

    Das Risiko einer Gebärmutterentzündung bleibt natürlich weiterhin real. Daß man eine Hündin nach der Läufigkeit gut beobachten muß und wenn sie matt ist, lieber einmal zuviel zum TA geht, ist dir ja bekannt.

    Später im hohen Alter muß man auch im Hinterkopf behalten, daß eine Hündin wegen anderer Leiden matt sein und aber zusätzlich noch eine Gebärmutterentzündung bekommen kann, das ist dann nicht so einfach zu erkennen wie bei einer sonst gesunden Hündin.

    Ich finde es nicht zielführend, eine Entscheidung wie diese aufgrund von doch eher diffusen eigenen Ängsten zu treffen. Also ob du dich mehr vor einer Narkose fürchtest oder vor einer möglichen Krankheit, sollte nicht das Entscheidungskriterium sein. Lieber so gut und umfassend informieren wie möglich und dann mit bestmöglicher Sachkenntnis entscheiden.

    Eine Kastration ist kein leichter Eingriff, auch abgesehen vom Narkose- und OP-Risiko. Das gesamte Hormongefüge wird verändert und das kann positive, aber auch negative Folgen haben.

    Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert

    Tierschutzhund ist ja nicht gleich Tierschutzhund. Jeder hat seine eigene Geschichte seine eigenen Erfahrungen oder schlimmer, einen Mangel an Erfahrungen.

    Ich würde daher die Aussagen der Pflegestellen nicht gleich als Ausrede werten. Immerhin sind das ja die Personen, die die jeweiligen Hunde bisher am besten kennen und einschätzen können. Wir haben auch hier im Forum immer wieder Fälle, bei denen Halter mit ihren aus dem Tierschutz übernommenen Hunde nicht zurechtkommen, weil des Leben in der Enge eines Mehrparteienhausens schon herausfordernd sein kann für einen Hund, der sowas gar nicht kennt.

    Weitersuchen und die Augen offen halten bis der Richtige kommt wäre meine Devise. Manche Züchter geben auch ehemalige Zuchthündinnen ab, das wäre eventuell auch eine Möglichkeit, an einen erwachsenen Hund zu kommen.

    Wenn ich bei unserem großstädtischen TH schaue, gibt es dort nur wenige kleine Hunde, und die haben alle ganz gehörige "special effects". Kleine, nette und gesunde Hunde landen nur ganz ausnahmsweise im TH, für die finden sich fast immer anderweitig Interessenten.

    Die TE hat ihre Entscheidung nach besten Gewissen und ethisch korrekt im Sinne des Hundes getroffen, ins enger Absprache mit mehreren TierärztInnen, die den Mops alle aktuell live gesehen haben.

    Wenn ich ein Tier erwerbe, dann bin ich von diesem Moment an diesem Tier gegenüber in der Verantwortung und nicht dem Vorbesitzer.

    Der Vorbesitzer hat das Recht, für das Tier zu entscheiden, mit dem Verkauf aufgegeben.

    An Stelle der TE hätte ich meine Energie auch zu 100% in den Hund investiert und mir keinerlei zusätzlichen Stress mit der Vorbesitzerin angetan, geschweige ihr den Hund zu irgendwelchen Zwecken zurückgegeben.

    Das Argument, daß die Vorbesitzerin 5 Jahre mit dem Mops verbracht hat und es ihm bisher wohl nicht so schlecht gegangen ist, also warum jetzt? - ist sehr schwach.

    Zum einen ist es so daß die Symptome sich ständig verschlimmern. Es kann also sein, daß es letzten Sommer noch nicht ganz so katastrophal war wie dieses Jahr.

    Außerdem ist es ein bekanntes Phänomen, daß langjährige HalterInnen von Möpsen & Co den Zustand ihrer Hunde meist wesentlich besser einschätzen als er ist. Man hat den Hund von kleinauf, die Probleme beginnen und steigern sich ganz allmählich. So gewöhnt man sich unmerklich an den immer schlechter werdenden Zustand. Schnarchen ist niedlich und das tun ja eh alle Möpse, er rennt und spielt doch so munter (muß sich aber nach 2 Minuten hinlegen), die Stressminik mit weit zurückgezogenen Lefzen und aufgerissenen Augen wird als "Lächeln" interpretiert usw. Oder auch: der Hund wurde ja operiert, nun ist alles gut.

    Es ist also mehr als wahrscheinlich, daß der Blick der TE, die den Hund erst seit kurzem kennt, tatsächlich wesentlich objektiver ist als der der Vorbesitzerin.

    Frage: Was ist den bei allem unter 18 Grad? Ist es dann sage ich mal ´lebenswürdig´ oder hat er die gleichen Probleme nur etwas gemildert?

    Die Ausage, daß es dem Hund bei Temperaturen unter 18 Grad angeblich gut gehen soll, ist genauso zu bewerten wie andere Aussagen der Vorbesitzerin.

    Es wird ihm immer noch schlecht gehen, nur vielleicht nicht ganz so katastrophal wie jetzt, wo er buchstäblich jeden Moment mit dem Tod ringt. Der wird immer noch schnarchen und röcheln, nur Mini-Gassigange machen können im Vergleich zu normalen Hunden, nur schlecht und vermutlich mit Spieli im Maul schlafen können.

    Die meisten Wohnungen sind ja schon mehr geheizt als 18 Grad.