Daher meine Überlegung: Was haben die Pudelzüchterinnen eigentlich richtig gemacht?
Was du in deinem Beitrag schreibst, hat mich auch immer erstaunt. Ja, es mag vereinzelt und in anderen Ländern jagdliche Linien geben, aber die Masse der Pudel betrifft das nicht, schon gar nicht in allen Größen.
@Lockenwolf, du betonst immer wieder, daß Pudel aus ausgesprochenen Showlinien besonders sportlich, fit, wesensfest und nervenstark sind, aber andere Rassen müssen im Showring dasselbe leisten und bei denen hat das keinerlei positive Folgen, gerade in bezug auf Wesen, Gesundheit und Fitness. Da sehe ich einen Wiederspruch.
Zwei Theorien habe ich als Antwort auf die obige Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe:
1: der liebe Gott ist dem Charme des Pudels erlegen und hat ein Wunder gewirkt;
2: zu Beginn der offiziellen Rassehundezucht waren Pudel schon längst da, und zwar zahlreich und auf mehrere Länder in Europa verteilt. Eine breite genetische Basis war also vorhanden, von der die Pudel, so vermute ich, heute noch zehren.
Auch in England und den USA waren Pudel sehr bald stark verbreitet, so daß die Rasse sich auch nach zwei Weltkriegen recht schnell erholen konnte.
In fast 14 Jahren Pudelklub Ortsgruppe (und natürlich auch außerhalb) habe ich viele Pudel aller Größen und deren HalterInnen kennenlernen dürfen. Dabei habe ich nie Wesensschäche oder fehlene Nerven als pudeltypisch feststellen müssen, egal welche Größe oder Herkunft. Bei verhaltensorginellen oder ängstlichen Hunden reichte ein Blick auf die Halter und deren Umgang mit dem Hund, um die Ursache zu erkennen. In anderen Fällen, bei Pudeln aus dem Tierschutz, war zB eine Herkunft zB aus isolierter Hoardinghaltung der Grund dafür, daß ein Pudel wesensmäßig hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb.
So manchen Pudel habe ich für seine Anpassungsfähigkeit und Geduld bewundert. Hunde anderer Rassen wären manchen Haltern schon längst um die Ohren geflogen.