Beiträge von dagmarjung

    Schaut in ein Tierheim, lässt euch dort beraten, da ist sicher ein erwachsener Hund dabei der zu euch passt.

    Ihr spart euch die Welpenarbeit und der Hund ist aus dem Tierheim raus.

    Das ist eine Möglichkeit, allerdings sind die Erfolgsaussichten sehr gering. Für kleine, gesunde, pflegeleichte Hunde gibt es in Tierheimen Wartelisten, die kommen erst gar nicht auf die Webseite. Dazu tun sich Tierheime (mit guten Gründen) sehr schwer, Hunde in Familien mit jüngeren Kindern zu vermitteln.

    Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine. Mein Mann ist fast 2 Meter groß und es würde komisch aussehen wenn er einen Chiwawa an der Leine hätte :tropf:

    Nein, kein bißchen. Falls ein Chihuahua zu euch passen würde, wobei ich euch diese Rasse nicht empfehlen würde, aber aus anderen Gründen.

    Einen Pudel würde ich euch ebensowenig empfehlen, weil Pudel aktive und temperamentvolle Hunde sind, die auch im Kopf gefordert werden wollen.

    Ähnliches gilt für Shetland Sheepdogs, wobei letztere auch noch hochsensibel sind und damit charakterlich so weit von einer Französischen Bulldogge entfernt, wie ein Hund nur sein kann.

    Bällchenwerfen ist keine Auslastung, kann sogar zur echten Suchtproblemen und körperlichen Schäden führen. Das gilt für alle Rassen.

    Ich fürchte auch, dein eigentlicher Wunsch, ein Hund wie Bonny, nur in gesund, ist verständlich, aber nicht erfüllbar. Jeder gesunde Hund ist ausdauernder, hat mehr Bewegungsdrang und ist auch geistig aktiver und anspruchsvoller als eine französische Bulldogge, die quasi mit dem bloßen Überleben ausgelastet ist.

    Danke für deinen Bericht! :smile:

    Am Ende tat mir der andere HH fast schon leid, man hat ihm klar angemerkt, dass er sehr an seinem Hund hängt, aber einfach maßlos überfordert war.

    Mal ehrlich: egal wie zerknirscht der Mann jetzt ist (oder tut) - so überfordert kann keiner sein, daß er nicht Leine und Maulkorb an seinem bissigen Hund befestigen kann!

    Und so dreist zu lügen und dich zu beschuldigen ist auch unter aller Kanone. Wenn er damit durchgekommen wäre, dann würde es ihm heute noch nicht im geringsten leid tun und du hättest niemals eine Entschuldigung bekommen.

    Also mein Mitleid hat er nicht.

    Wenn Hunde alt werden, wird ihnen die Nähe zu ihren Sozialpartnern auch immer wichtiger. Die Sinne und die Beweglichkeit lassen nach, der Hund braucht auch mehr Wärme als draußen in der Hütte. Nähe bedeutet Sicherheit und Geborgenheit.

    Selbst wenn du Echo abgibst, wirst du auch Chilli nicht bis zu seinem Ende ausschließlich draußen halten können. Das Thema wird sich also lediglich zeitlich nach hinten verschieben.

    Ich sehe hier auch ein Beziehungsproblem und kein Hundeproblem.

    Hier gibt's Sheltie die sind nur n tick größer wie meine Zwergspitze und Sheltie die sind so groß, das man erstmal denkt es wären Collie, bis man dann nach fragt.

    Vor -zig Jahren hab ich auch noch manchmal zweimal hingucken müssen, ob das nun ein großer Sheltie (-rüde) oder eine zierliche Collie (-hündin) war. Da gab es schon Hunde, die scharf an der Größengrenze lagen.

    Inzwischen nehme ich es so wahr, daß die Shelties alle deutlich klein sind, nicht wenige für meinen Geschmack schon allzu winzig im Hinblick darauf, daß es ja ein funktionaler Hütehund sein soll.

    Ich kann aber nicht sicher sagen, ob die Zucht sich insgesamt in diese Richtung entwickelt hat oder ob das ein lokal begrenzter Zufall ist und in anderen Gegenden vielleicht anders. Zum Beispiel bei @Mrs.Midnight.

    Kann mir Mal jemand erklären, warum Argos immer ausgerechnet für einen griechischen TS Hund gehalten wird?

    Vielleicht weil du ihn "Argos" genannt hast? :ka:

    Kannst ja mal den Gegentest machen: Sag "Pablo" zu ihm, vielleicht sehen die Leute ihn dann ja als Spanier. :D

    Den Rat nicht auf jede Aufforderung des Hundes einzugehen finde ich per se auch nicht schlimm. Es kommt halt stark auf den Typen Hund und die Beziehung an.

    Natürlich ist es nicht gut, den Hund allzusehr in den Mittelpunkt zu stellen und jedem seiner Wünsche jederzeit nachzugeben.

    Aber der Rat, jegliche Eigeninitiative des Hundes unter der Überschrift "der will die Herrschaft an sich reißen" zu sehen und daher abzuwürgen, ist auch falsch. Das führt zu einem Grundmißtrauen gegen den eigenen Hund. In diesem Licht wird dann jedes Fehlverhalten, jedes noch-nicht-können, jeder jugendliche Übermut als absichtliche Respektlosigkeit gegenüber dem Besitzer gedeutet. Das macht diese Sichtweise so potentiell giftig für die Beziehung zum Hund.

    Immer aufs Erscheinungsdatum des Buches schauen, bevor man sich über schlechte Ratschläge aufregt, das entspannt. Es hat sich in den letzen 40 Jahren wirklich sehr viel verändert. :woozy_face:

    Die schlechtesten Erziehungsratschläge finde ich übrigens regelmäßig in Rassebüchern, die ja normalerweise von altgedienten Züchtern/Zuchtrichtern der jeweiligen Rasse geschrieben werden. Die kennen sich zwar mit den Feinheiten des Standards und der Rassegeschichte aus, aber über Erziehung haben sie sich damals vor Jahrzehnten bei ihrem ersten Hund schlau gemacht, so wie jeder andere HH auch, und seither das Thema nicht mehr vertieft, geschweige denn regelmäßig über den aktuellen Stand des Wissens informiert.

    Nun müsen sie aber in ihrem Werk "Alles über Rasse X" auch ein paar Seiten zum Thema Erziehung und Training beisteuern. Ensprechend lückenhaft und veraltet ist dann in aller Regel das Ergebnis.

    Sehr unterhaltend können dann wiederum ganz alte Ratgeber sein, die man zB auf dem Flohmarkt findet. Keineswegs immer nur gruselig! Mit manchen Themen gingen vorangegangene Generationen auch wesentlich gelassener um als wir manchmal überangepaßten Heutigen.