Heute leben Hunde mit uns in unserer Wohlstandsgesellschaft. Sie werden gut und reichlich gefüttert und medizinisch versorgt. Gegen Krankheiten gibt es Impfungen, gegen Würmer Tabletten. Sie leben nicht mehr draußen in Kälte oder Hitze, sondern mit uns in gleichmäßig temperierten Wohnungen. Kranke und schwache Welpen werden medizinisch versorgt und aufgepäppelt, früher wären sie gestorben.
Selektionsdruck durch harte Lebensbedingungen fällt weg.
Zur früheren Zeiten, in der Entstehungsgeschichte der allermeisten Rassen, sorgten die ungleich härteren Lebensbedingungen für einen Ausgleich für die auch damals schon angewandte Inzucht. Es kamen eben nur solche Hunde durch, die robust genug waren und auch noch die jeweils gewünschte Leistung brachten.
Was ist denn bitte eigenschaftslos?
Heute definiert sich der ideale und von vielen gewünschte Familien- und Begleithund vor allem durch das, was er nicht tut: nicht bellen, nicht jagen, nicht wachen, keinerlei Agressivität gegen Artgenossen und schon gar nicht gegen Menschen zeigen, nicht anspruchsvoll in Bezug auf Bewegung, nicht zu lebhaft, nicht fordernd in Bezug auf geistige Beschäftigung usw.
Man lese sich nur die Zuchtzielbeschreibung des Elos durch, der genau für diese Bedürfnisse gedacht ist.
Das steht natürlich im Gegensatz zu den früheren Zuchtzielen der allermeisten Rassen, die eben jagen, wachen, hüten oder sonstwie arbeiten sollten.