Ich wohne in der Stadt mit großer Hundedichte. Mir ist eigentlich nicht aufgefallen, daß Hunde jetzt schlechter erzogen wären als vor 15 Jahren, als ich Cara bekam.
Ich sehe auch keinen echten Unterschied zwischen streng oder sanft erziehenden HH. Beide bemühen sich darum ihre Hunde zu lesen, zu erziehen und zu kontrollieren. Sie arbeiten daran, lernen, investieren Zeit und Mühe.
Der große Unterschied ist in meinen Augen - heute wie früher - zwischen den erziehenden und den aus Bequemlichkeit oder Hilflosigkeit nicht erziehenden Hundehaltern.
Die eben auch gar nicht wissen, warum sich ihr Hund zB ständig hinlegt, wenn er andere Hunde sieht und die das einfach passiv hinnehmen. Die auch jedesmal auf Neue überrascht sind, wenn ihr Hund dann bei Unterschreitung eines gewissen Abstands aufspringt und dem anderen als Leder will. Und die auch nach zahlreichen Wiederholungen keine Folgerungen für ihr eigenes Verhalten daraus ziehen.
Hundeschule ist für diese Hundehalter teuer und lästig. Wie oft habe ich schon gehört "wir waren ja in der Hundeschule, das hat aber nichts genützt." Fortan gilt der Hund eben als erziehungsresistent, man hat ja alles versucht.
Auf Nachfrage stellt sich dann heraus, daß man in grauer Vorzeit drei, viermal die Welpenschule besucht hat, danach war das Wetter schlecht oder das Kind wurde krank oder man fuhr in Urlaub oder oder... und es hat ja eh nichts genutzt, der Hund folgt einfach nicht. 
Daher kann man guten Gewissens alle weiteren Bemühungen einstellen.