Beiträge von dagmarjung

    Hunde, die mehr Hautfett bilden, riechen schon mehr als andere Hunde. Hautfett macht die Haare fettig und schützt gegen Wasser.

    Wenn solche Hunde mit dichtem, fettigen Haar dann auch noch oft ins Wasser gehen, dann ist der Geruch stärker. Meine Schäferhündin roch durchaus nach Hund, wenn sie nass war. Nicht schlimm, aber der Unterschied zu trocken war doch merkbar.

    Ich habe den Geruch meiner Pudelhündin so gut wie nicht wahrgenommen, für mich nahm sie lediglich manchmal Umgebungsgeruch an, zB nach Wald oder Heu.

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    Bevor jetzt jemand aufschreit, hier gibt es Parkwiesen, die nur einmal im Jahr gemäht werden und auf die man mit Hund offiziell drauf darf.

    Meine Schwägerin sagte mir allerdings, daß sie es durchaus roch, wenn Cara zu Besuch war, und das, obwohl meine Schwägerin eine starke Raucherin ist, deren Geruchsvermögen ich aus diesem Grund nicht viel zutraue.

    Die Wahrnehmung kann da also sehr verschieden sein.

    Ich hatte mal ein Buch aus den USA über Australian Shepherds, aus der Zeit, als die Rasse hier noch sehr selten war und kaum Informationen zu kriegen waren.

    Darin wurde angehenden Züchtern empfohlen, ruhig mal Merle mal Merle zu verpaaren, weil dabei besonders schön gefärbte Hunde herauskämen. Einen gewissen Verlust an Welpen wegen Totgeburten ecetera müsse man dann zwar einkalkulieren, aber das Ergebnis rechtfertige auf jeden Fall das Risiko.

    Das klingt für mich, als ob ihr immer oder meistens nur reagiert und den Schäferhund nach der Tat zurechtweist. Dann hat der junge Rüde den unmittelbaren Erfolg seines Handelns - die ängstliche/ausweichende Reaktion des Labradors - aber bereits für sich verbuchen können. Die Korrektur hinterher kommt immer zu spät.

    Der richtige Zeitpunkt einzugreifen wäre im Ansatz, also bereits dann, wenn der Schäferhund auch nur die Absicht hat, den Labrador schief anzugucken.

    Anzufügen ist auch, dass der Schäferhund sehr schnell eifersüchtig wird auf den Ersthund. Wenn wir ihn streicheln kommt er, „beißt“ den Labrador in die Hinterbeine und verscheucht ihn somit.

    In dieser Situation seid ihr ja unmittelbar dabei. Wie kommt es, daß der Schäferhund den Labrador trotzdem vertreiben kann? Könnt ihr ihn nicht zB mit einem Kommando oder per Körpersprache auf Distanz halten, während ihr den älteren Hund streichelt?

    Wenn sie mal miteinander spielen artet das oft im Streit aus… Diese Woche wäre es fast auch zu einem ernsten Beißvorfall gekommen.

    Bitte nehmt diese Entwicklung sehr ernst. Laßt die beiden nicht mehr "spielen". Kennt der Schäferhund einen Maulkorb? Falls nicht, ist es allerhöchste Zeit dafür.

    Der junge Rüde kommt jetzt in das Alter, indem er körperlich und mental in der Lage sein wird, seinen Konkurrenten, als den er den Labrador offenbar empfindet, endgültig zu vertreiben. Bzw ihn ernsthaft zu verletzen, wenn dieser einfach nicht gehen will. Anders als Wildcaniden kann ja keiner die Gruppe verlassen.

    Uns wurde zu Beginn immer gesagt, bloß nicht lange mit dem Welpen raus. Kurz nach dem Umzug würde ihn das überfordern aufgrund der vielen Eindrücke.

    Das ist schon richtig, aber euer Welpe ist ja schon mehr als eine Woche bei euch. In den allerersten 2,3 Tagen würde ich auch keine großen Unternehmungen starten, aber danach ist es Zeit für kleine Ausflüge mit Freilaufmöglichkeit, denn der junge Hund muß sich auch mal frei bewegen können. Gut aufgezogene Welpen sind anpassungsfähig und brauchen keine lange "Schonzeit" zur Eingewöhnung. Zumal euer Welpe ja schon am Ende des eigentlichen Welpenalters und kurz vor Beginn des Junghundealters steht.

    Es ging eher darum, dass der Welpe ja laut Internet und co mindestens 18 Stunden schlafen soll

    In Freilandbeobachtungen an verwilderten Haushunden kamen die Beobachter auf durchschnittlich 16 bis 17 Stunden Ruhezeit (nicht nur fest schlafen, sondern auch dösen),und zwar altersunabhängig.

    Verstehe aber nicht, wieso man dann immer gesagt kriegt bloß nicht mehr als 5 Minuten pro Lebensmonat mit dem Hund raus.

    Ach, die berühmt- berüchtigte 5-Minuten-Regel. Ich habe schon geahnt daß die hier auch irgendwo herumspukt. :smirking_face:

    Sie wird leider sehr oft mißverstanden bzw falsch weitergegeben.

    Sie bezieht sich nämlich ausschließlich auf das stramme Mitlaufen des Hundes an der Leine im Tempo des Menschen. Viele Menschen verstehen nämlich genau das unter Spazierengehen mit Hund: Der Mensch geht flott von A nach B, der Hund folgt aufmerksam an der Leine ohne zu ziehen.

    Das ist aber eine hohe Konzentrationsleistung, die Welpen vorerst noch völlig überfordert. Daher die sinnvolle zeitliche Begrenzung.

    Der gesamte Aufenthalt im Freien ist aber damit nicht gemeint! Man kann sich ohne Schaden stundenlang draußen mit einem Welpen aufhalten. Bißchen rumbummeln, spielen, schnüffeln lassen, sich ins Gras setzen und dem Welpen beim Erkunden zuschauen. Mit ihm gemeinsam und in seinem Tempo auf Entdeckungstour gehen.

    Welpen mit 14 Wochen sind keine Babys mehr, auch keine Kleinkinder. Man kann sie mit einem älteren Kindergartenkind vergleichen, ab 16 Wochen dann bereits mit einem Grundschulkind.

    Das nur als bildlicher Vergleich, daß in diesem Entwicklungsalter die Aktivität und Ausdauer schon deutlich größer ist als beim ganz jungen Welpen. Die Entdeckung und Erforschung der Umwelt ist Thema und beschränkt sich nicht nur auf die unmittelbare Umgebung. also den Bau bei Wildcaniden oder Haus und Garten bei Haushunden. Der junge Hund möchte wie ein Kind im selben Entwicklungsalter die Welt kennenlernen, in der er lebt.

    Zunächst mal zur Beruhigung: ein gesunder Welpe von 14 Wochen schläft nicht 18 bis 20 Stunden. Ich weiß nicht, woher solche Zahlen kommen.

    Mit 14 Wochen ist er im schönsten Erkundungsalter und will die Welt erforschen. Eure Ausgänge ermöglichem ihm das aber nicht in dem Maße, wie er es braucht. Er solllte jeden Tag auch einen längeren Ausgang bekommen, wo er möglichst viel frei laufen kann. Das heißt nicht lange Strecken marschieren, aber spielen, auch (kontrollierte) Kontakte mit anderen Hunden, rennen, klettern, Wald, Wiese, Gewässer entdecken, auch mal mit in die Fußgängerzone usw.

    PS: Du sagst "ein wenig spazierengehen" und daß das an der Leine und in der Wohnstraße passiert, so interpretiere ich das jedenfalls aus dem zusammenhang.

    Daher bin ich ganz bei Kara's Family: mehrere kurze Löserunden am Tag, aber einen langen Spaziergang oder Aufenthalt im Freien, bei dem der Hund sich frei bewegen kann.

    Ich wohne in der Stadt mit großer Hundedichte. Mir ist eigentlich nicht aufgefallen, daß Hunde jetzt schlechter erzogen wären als vor 15 Jahren, als ich Cara bekam.

    Ich sehe auch keinen echten Unterschied zwischen streng oder sanft erziehenden HH. Beide bemühen sich darum ihre Hunde zu lesen, zu erziehen und zu kontrollieren. Sie arbeiten daran, lernen, investieren Zeit und Mühe.

    Der große Unterschied ist in meinen Augen - heute wie früher - zwischen den erziehenden und den aus Bequemlichkeit oder Hilflosigkeit nicht erziehenden Hundehaltern.

    Die eben auch gar nicht wissen, warum sich ihr Hund zB ständig hinlegt, wenn er andere Hunde sieht und die das einfach passiv hinnehmen. Die auch jedesmal auf Neue überrascht sind, wenn ihr Hund dann bei Unterschreitung eines gewissen Abstands aufspringt und dem anderen als Leder will. Und die auch nach zahlreichen Wiederholungen keine Folgerungen für ihr eigenes Verhalten daraus ziehen.

    Hundeschule ist für diese Hundehalter teuer und lästig. Wie oft habe ich schon gehört "wir waren ja in der Hundeschule, das hat aber nichts genützt." Fortan gilt der Hund eben als erziehungsresistent, man hat ja alles versucht.

    Auf Nachfrage stellt sich dann heraus, daß man in grauer Vorzeit drei, viermal die Welpenschule besucht hat, danach war das Wetter schlecht oder das Kind wurde krank oder man fuhr in Urlaub oder oder... und es hat ja eh nichts genutzt, der Hund folgt einfach nicht. :ka:

    Daher kann man guten Gewissens alle weiteren Bemühungen einstellen.