Beiträge von dagmarjung

    Insgesamt klingen die Bedingungen bei dir doch gut.

    Alleinesein von Anfang an konseqent üben und nicht aus Bequemlichkeit vernachlässigen, das ist gerade als Single sehr wichtig.

    Außer HuTas gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Betreuung, nachbarschaftlich, Aushang beim Tierarzt/Hundesalon/Futtermarkt oder über Internet kann man danach suchen. Als HundehalterIn findet man auch schnell Kontakt zu anderen und kann sich so ein Netz aufbauen.

    HuTas sind nicht für jeden Hund das Beste, da muß man auch schauen.

    Was für eine Größe/Rasse hast du denn im Sinn?

    Es hilft, wenn der Hund freundlich und nicht zu groß ist. Meine Kleinpudelhündin konnte ich zB einer netten Rentnerin in die Hand drücken, die mit einem größeren Hund sicher überfordert gewesen wäre.

    Ich weiß nur, daß der Mißbrauch der Bezeichnung inzwischen ein größeres Problem in den USA ist. Wenn Leute ihre Hunde oder auch andere Tiere zB mit in den Supermarkt oder ins Flugzeug nehmen oder nehmen wollen und sich dann auf Assistenztier rausreden.

    Echte Assistenztiere genießen in den USA gewisse Privilegien und andere Tierhalter versuchen auch davon zu profitieren.

    Ich fühl mich ja auch besser in Gesellschaft meines Hundes, das macht aber noch keinen Assistenzhund aus ihm.

    Weder Kindergarten noch Altenheim sind dazu geeignet, Welpen zu sozialisieren. Zarte Kinderhaut und papierdünne Greisenhaut plus spitze beißfreudige Welpenzähne, das ist keine gute Kombi.

    Außerdem sind beide Institutionen nicht dazu da, um Hilfsdienste für Hundezüchter zu leisten.

    Etwas ganz anderes ist es, wenn Personen verschiedenen Alters und Geschlechts die Welpen beim Züchter besuchen und mit den Welpen Umgang haben. Also ein oder zwei Kinder und nicht eine ganze Gruppe, oder alte Menschen, die noch selbstständig agieren können usw.

    Wer im Seniorenheim wohnt, ist in aller Regel weder körperlich fit noch geistig selbstständig. Sonst würde die Person ja noch (mit Unterstützung) zuhause wohnen.

    Deshalb ist es so wichtig, daß besuchende Hunde sehr zuverlässig sind und ihre Zähne niemals einsetzen, was Welpen automatisch ausschließt.

    Es ist ein Unterschied, ob ich einen Welpen mit 8 Wochen übernehme oder erst mit 12 Wochen oder sogar später.

    In dem Zeitfenster zwischen 8 und 16 Wochen sollte ein Welpe zunehmend schon etwas mehr erleben und lernen dürfen als nur Haus und Garten des Züchters. Das passiert entweder beim neuen Besitzer oder ansonsten ist eben schon der Züchter gefordert.

    Nach dem Vereinsrecht reichen 3 Personen aus, um einen Verein zu gründen. Dieser darf sich dann auch Weltrassehundezuchtverband nennen oder sich einen ähnlich klangvollen Namen geben und fortan seine eigenen "Papiere" für die im Verein gezüchteten Hunde ausstellen. Deswegen gibt es dutzendweise "Hundezuchtvereine" dieser Art. Eine echte Kontrolle der Gesundheit und Haltungsbedingungen für die Zuchthunde findet bei denen aber nicht statt. Solche Vereine existieren nur, weil man Welpen mit Papieren für mehr Geld verkaufen kann als ohne.

    Schon daß da Leute Hundezucht hauptberuflich betreiben, macht mißtrauisch. Wer davon leben will, muß die Kosten niedrig und die Zahl der Würfe hoch halten, das geht dann aber auf Kosten der Hunde und der Qualität.

    Gut, daß du einen anderen Züchter suchen willst. Ich bin sicher, dir werden dann auch die Unterschiede zwischen einem seriösen Züchter und einem Vermehrer auffallen.

    Es gibt in Deutschland einige Tierkliniken, die sich auf solche OPs spezialisiert haben und über entsprechend reichhaltige Erfahrung verfügen.

    Wenn du das Stichwort "brachyzephales Syndrom" googelst, wirst du auf diese Kliniken und deren Informationsangebote zum Thema stoßen.

    Ich habe zum Glück selber keine Erfahrung damit, aber die OP am Gaumensegel ist wirksam und schafft Erleichterung. Schwieriger wird es, wenn die Luftröhre weiter hinten im Hals als weitere Engstelle betroffen ist, was hoffentlich deinen Hund nicht betrifft.

    Wie sehen die Nasenlöcher aus?

    Ich finde es super, daß du das Leiden deines Hundes ernstnimst und nicht als lustige Schrulle abtust. :bindafür:

    Ich würde unbedingt baldmöglichst eine solche OP in Erwägung ziehen, um deinem Hund eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. Es wird ja von selbst nichts besser werden sondern sich eher noch verschlimmern. Das stellst du ja selber an deinem Hund fest.

    Mach dir kein schlechtes Gewissen! Bei Störungen, die sich nur langsam entwickeln, kommt man oft erst spät drauf. Hauptsache, du nimmst das Problem jetzt ernst und handelst entsprechend.

    Hast du denn bereits eine OP Versicherung für deinen Hund?

    Soweit ich weiß, werden Leistungen ausgeschlossen, wenn das Leiden schon vor Abschluss der Versicherung bekannt ist. Auch deutest du an, daß dein Hund schon älter ist. Wenn du also noch keine OP Versicherung hast, dürfte das schwierig werden oder sich gar nicht lohnen.