Beiträge von dagmarjung

    SkippyG. :

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    Das ist ja ein schöner Verein, auf sowas hätte ich auch Lust und mein Hund wäre super dafür. Der Verein ist wahrscheinlich regional, oder gibt es einen Dachverband o.ä.?

    Zwar kein Verein, aber bei den Maltesern gibt es auch einen Besuchshundedienst. Cara und ich waren dabei. Die Qualität der Ausbildung für Mensch und Hund ist hervorragend und man wird als Besuchshundeteam auch später im Einsatz sehr gut unterstützt. Kann ich nur empfehlen. Neue Teams werden immer gesucht.

    Ich hingegen bin überzeugt davon, dass ein im Zwinger hockender Hund, der lediglich für sehr eng umgrenzte "sportliche Aufgaben" rausgeholt wird, viel weniger auf dem Schirm hat, als ein Hund, der den ganzen Alltag tadellos drauf hat.

    Von einer solchen, sicherlich kritikwürdigen Haltung ist hier aber gar keine Rede.

    Sonst gäbe es nicht jetzt erst die Überlegung, eventuell einen Zwinger anzuschaffen, sondern der stünde schon längst da, schon von den Vorgängerhunden her. Die also offensichtlich mit im Haus lebten.

    Auch von der neuen jungen Hündin hat der Halter ja erwartet, daß sie sich rasch und problemlos und unter der Betreuung einer unerfahrenen Person in das häusliche Leben mit Kleinkindern einfügt.

    Das hat halt nicht geklappt.

    Es liegt doch ein sehr weites Feld zwischen einem gelegentlichen stundenweisen Aufenthalt im Zwinger und solchen Hunden, die im Leben nichts kennen außer Zwinger, Auto und Hundeplatz. Das kann man nicht in eins zusammenwerfen.

    Dein neuer Beitrag bestärkt leider meinen Verdacht, daß dein Mann und sein Hundesportverein einer völlig veralteten Vorstellung von Hundeerziehung und Training anhängt, die von Druck und Strafen geprägt ist.

    Das macht es natürlich für dich noch einmal schwieriger, weil du das zu Recht nicht selbst so umsetzen willst, aber mangels einschlägiger Erfahrung auch nicht wissen kannst, was du statt dessen tun sollst.

    Ich rufe mal @Helfstyna  Murmelchen  Hummel , die sich alle mit Gebrauchshunden auskennen.

    Härte, Anschreien und Grobheit sind im Umgang mit Welpen - überhaupt mit Hunden jeden Alters - immer fehl am Platz. Ganz egal ob Pudel oder Schäferhund. Das klingt nach Hundeabrichtung aus Opas Zeiten. Wird leider teilweise immer noch so gehandhabt, aber das ist weder die einzige noch die beste Art, einen jungen Hund zu erziehen. Kein Trainer, der auf dem aktuellen Wissensstand ist, arbeitet so mit einem Welpen. Autorität, Konsequenz und Führung ist etwas völlig anderes.

    Deine Kinder und du, ihr habt jedes Recht darauf, euch angst- und stressfrei frei in der eigenen Wohnung zu bewegen. Es ist an deinem Mann, dafür Lösungen zu finden und dich zu unterstützen. Man kann niemandem, der gar kein Interesse an Hunden hat, einen jungen, lebhaften Gebrauchshundewelpen aufs Auge drücken und der Person dann Vorwürfe machen, wenn es voraussagbar nicht klappt.

    Melli : Das war mit Sicherheit nicht auf deine Züchterin bezogen, es kommt aber schon vor, daß Zuchthunde nach der Zuchtphase abgegeben werden.

    Ich möchte das auch nicht verurteilen, denn ein Hund kann durchaus davon profitieren, in der Einzelhaltung bei einer Familie im Mittelpunkt zu stehen, anstatt bei der ZüchterIn als einer von vielem mitzulaufen, zumal wenn die Hauptaufmerksamkeit inzwischen doch mehr bei den aktiven Zuchthunden und dem züchterischen Nachwuchs liegt.

    Nach zwei Würfen ist eine Hündin auch noch nicht alt, zumindest nicht bei kleineren Rassen. Und erwachsene, gut erzogene Hunde ohne größere Baustellen sind durchaus gesucht.

    Ich habe größten Respekt vor allen Züchterinnen, die alle ihre Hunde behalten, würde für mich selbst aber durchaus eine solche ehemalige Zuchthündin in Betracht ziehen.

    Bitte auf keinen Fall von Ebay kaufen! Und auch nicht kennenlernen, man verliebt sich viel zu schnell.

    Die Tierheime sitzen voll mit kleinen Hunden, die bestimmt zu Euch passen.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus: Unkomplizierte, gesunde kleine Secondhandhunde finden über Ebay oder Tiermarkt ihre Käufer, denn sie sind immer gesucht und bringen ihren Besitzern noch Geld ein.

    In Tierheimen findet man solche Hunde nur ganz ausnahmsweise. Anders als große Hunde, landen fast nur solche Kleinhunde im Tierheim, die über Ebay und Co eben nicht vermittelbar sind, weil sie krank oder bissig sind oder sonstige massive Baustellen haben. Außerdem muß im Tierheim eine Abgabegebühr bezahlt werden, anstatt daß der Vorbesitzer Geld für den Hund bekommt.

    Diese Vorstellung, dass seriöse Züchter nichts verdienen dürfen, finde ich schrecklich und ich finde es auch traurig, dass man diese Story von "die verdienen da absolut nix daran" immer noch aufrecht erhalten muss, weil sofort an der Seriösität gezweifelt wird, weil da Geld im Spiel ist.

    Vielleicht ist es interessant für einige, wo diese Vorstellung eigentlich ihren Ursprung hat:

    Ich glaube, es war in den Siebziger Jahren, daß die Frage, ob Hundezucht ein Nebenverdienst oder ein Hobby sei, in Deutschland vor Gericht entschieden wurde.

    Nebenverdienst muß voll versteuert werden, Hobby nicht.

    Das Gericht rechnete damals die Kosten der Zuchthundehaltung und Auzucht gegen den Welpenpreis durch und kam zu dem Schluss, daß Hundezucht nach den Regeln des VDH und bei begrenzter Anzahl an Zuchthündinnen ein selbsttragendes Hobby ist und eben kein auf Gewinn ausgerichteter Neben- oder gar Haupterwerb.

    Daher betonen viele Züchter bis heute gerne, daß sie ja nichts an der Zucht verdienen, und viele Käufer haben umgekehrt die Erwartung, daß Züchter nichts an der Zucht verdienen sollten.

    Ein gewaltiges Monster bricht aus dem Erdinneren und verursacht eine Katastrophe, die weite Teile der amerikanischen Küste im Meer versinken lässt. Millionen sterben. Unter den Opfern sind auch Ceelys Töchter. Wild entschlossen ihre sterblichen Überreste nicht dem Meer und dem Monster zu überlassen, begibt sich die trauernde Mutter auf eine gefährliche Mission.


    Klingt spannend und interessant?

    Nö.

    Klingt nach 'nem bonbonbunten, logikbefreiten Anime. :roll: