Beiträge von dagmarjung

    Weder Kindergarten noch Altenheim sind dazu geeignet, Welpen zu sozialisieren. Zarte Kinderhaut und papierdünne Greisenhaut plus spitze beißfreudige Welpenzähne, das ist keine gute Kombi.

    Außerdem sind beide Institutionen nicht dazu da, um Hilfsdienste für Hundezüchter zu leisten.

    Etwas ganz anderes ist es, wenn Personen verschiedenen Alters und Geschlechts die Welpen beim Züchter besuchen und mit den Welpen Umgang haben. Also ein oder zwei Kinder und nicht eine ganze Gruppe, oder alte Menschen, die noch selbstständig agieren können usw.

    Wer im Seniorenheim wohnt, ist in aller Regel weder körperlich fit noch geistig selbstständig. Sonst würde die Person ja noch (mit Unterstützung) zuhause wohnen.

    Deshalb ist es so wichtig, daß besuchende Hunde sehr zuverlässig sind und ihre Zähne niemals einsetzen, was Welpen automatisch ausschließt.

    Es ist ein Unterschied, ob ich einen Welpen mit 8 Wochen übernehme oder erst mit 12 Wochen oder sogar später.

    In dem Zeitfenster zwischen 8 und 16 Wochen sollte ein Welpe zunehmend schon etwas mehr erleben und lernen dürfen als nur Haus und Garten des Züchters. Das passiert entweder beim neuen Besitzer oder ansonsten ist eben schon der Züchter gefordert.

    Nach dem Vereinsrecht reichen 3 Personen aus, um einen Verein zu gründen. Dieser darf sich dann auch Weltrassehundezuchtverband nennen oder sich einen ähnlich klangvollen Namen geben und fortan seine eigenen "Papiere" für die im Verein gezüchteten Hunde ausstellen. Deswegen gibt es dutzendweise "Hundezuchtvereine" dieser Art. Eine echte Kontrolle der Gesundheit und Haltungsbedingungen für die Zuchthunde findet bei denen aber nicht statt. Solche Vereine existieren nur, weil man Welpen mit Papieren für mehr Geld verkaufen kann als ohne.

    Schon daß da Leute Hundezucht hauptberuflich betreiben, macht mißtrauisch. Wer davon leben will, muß die Kosten niedrig und die Zahl der Würfe hoch halten, das geht dann aber auf Kosten der Hunde und der Qualität.

    Gut, daß du einen anderen Züchter suchen willst. Ich bin sicher, dir werden dann auch die Unterschiede zwischen einem seriösen Züchter und einem Vermehrer auffallen.

    Es gibt in Deutschland einige Tierkliniken, die sich auf solche OPs spezialisiert haben und über entsprechend reichhaltige Erfahrung verfügen.

    Wenn du das Stichwort "brachyzephales Syndrom" googelst, wirst du auf diese Kliniken und deren Informationsangebote zum Thema stoßen.

    Ich habe zum Glück selber keine Erfahrung damit, aber die OP am Gaumensegel ist wirksam und schafft Erleichterung. Schwieriger wird es, wenn die Luftröhre weiter hinten im Hals als weitere Engstelle betroffen ist, was hoffentlich deinen Hund nicht betrifft.

    Wie sehen die Nasenlöcher aus?

    Ich finde es super, daß du das Leiden deines Hundes ernstnimst und nicht als lustige Schrulle abtust. :bindafür:

    Ich würde unbedingt baldmöglichst eine solche OP in Erwägung ziehen, um deinem Hund eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. Es wird ja von selbst nichts besser werden sondern sich eher noch verschlimmern. Das stellst du ja selber an deinem Hund fest.

    Mach dir kein schlechtes Gewissen! Bei Störungen, die sich nur langsam entwickeln, kommt man oft erst spät drauf. Hauptsache, du nimmst das Problem jetzt ernst und handelst entsprechend.

    Hast du denn bereits eine OP Versicherung für deinen Hund?

    Soweit ich weiß, werden Leistungen ausgeschlossen, wenn das Leiden schon vor Abschluss der Versicherung bekannt ist. Auch deutest du an, daß dein Hund schon älter ist. Wenn du also noch keine OP Versicherung hast, dürfte das schwierig werden oder sich gar nicht lohnen.

    - Ich füttere die Katzen wenn möglich so, dass Loki es sieht, damit er begreift, dass sie Rudelmitglieder sind - Effekt mMn gleich null.

    Das überrascht mich nicht. Davon kannst du keinen Lerneffekt erwarten. Woher sollte der auch kommen?

    Loki muß schlicht lernen, daß jegliches Fixieren, Hetzen und Jagen tabu ist, weil ihr das konsequent unterbindet.

    Auf "er will den Katzen nichts tun" ist kein Verlass. Zum einen ist Loki ja noch sehr jung, er kann also jederzeit ernsthafter werden. Außerdem tut er den Katzen schon jetzt etwas, denn das Hetzen alleine ist ja an sich schon hochgradig stressend für die Katzen.

    - keine Wurfspiele, um den Jagdtrieb nicht zu fördern

    Er hat bereits Jagdtrieb, den zB er an den Katzen auslebt.

    Jagen gehört zum normalem Hundeverhalten dazu.

    Stupides Bällchenwerfen ist tatsächlich schädlich für Körper und Seele, aber ich bin der Meinung, man sollte dem Hund in Grenzen erlaubtes und kanalisiertes Jagdverhalten ermöglichen. Wozu auch mal ein geworfener Ball gehören darf. Den man dann zB auch gut als Belohnung dafür einsetzen kann, wenn der Hund sich zurücknimmt.

    Hier auch noch mal eine Stimme für den Pudel. Meine Kleinpudelhündin Cara hätte deine Checkliste erfüllt und das Leben, das du beschreibst, entspricht weitgehend dem meinen.

    Was die Fellpflege betrifft, sind Pudel natürlich aufwendiger als Kurzhaarrassen. Man muß dabei aber gegenrechnen, daß Pudel nicht haaren und du somit weit weniger Aufwand mit der Wohnungsreinigung hast.

    Außerdem hast du den Bedlington Terrier mit ähnlichem Haarkleid ja bereits auf deiner Kandidatenliste.

    Als die Rassewahl bei mir anstand, standen auch Cocker und Pudel zur Wahl. Letztlich habe ich mich für Pudel entschieden, weil Pudel nach meinem Gefühl und den Beispielen aus meinem Erfahrungskreis besser altern.

    Wie du an meinem Avatar siehst, war meine Pudeline schwarz. Obwohl ich schwarz als Hundefarbe auch nicht besonders mag. Letztendlich sehe ich das aber so wie die Reiter: ein gutes Pferd hat keine Farbe.