Beiträge von Getier

    Für mich hat Zucht etwas mit Nachhaltigkeit und Erhalt/Verbesserung der Rasse zu tun.

    Wenn einfach F1-Mischlinge verkauft werden, tut das für die Rasse langfristig NICHTS.

    Der einzelne Hund mag vielleicht etwas gesünder sein, kann besser atmen, aber wie hilft das der Rasse "Mops" weiter?

    Für mich hat Zucht auch etwas mit Verbesserung der Rasse zu tun. Aber nur, weil sich die bisherigen Verbände - welche ja die "Oberhand" haben - nicht dazu bequemen können, einen gescheiten Plan für die Zukunft der Rasse aufzustellen, muss ich da nicht mitmachen. Ich meine, HIER gibt es doch wirklich mal Grund in die Dissidenz zu gehen.

    Die Züchter, die aktuell was verbessern wollen, mit dem Weg der Einkreuzung, machst du nieder. Was würdest du denn tun, wenn du in der Situation wärst? Einfach aufhören zu züchten, macht doch auch keinen Sinn - wenn man, mit anderen Leuten ein Ziel verfolgt, kann man den Rasseliebhabern doch wenigstens eine Alternative zum kranken "Rassemops" geben! Ja, dann hat der Hund eben mal ne andere Farbe. Ist doch schnurz, über solchen Kleinkram kann man sich irgendwann, wenn es vielleicht genug Hunde gibt, Gedanken machen.

    Auch werden nicht nur die F1-Mischlinge verkauft, herrgott. Das wurde doch jetzt schon mehrfach erwähnt - und wenn man sich auch nur 10 Minuten Zeit nimmt, kann man das auf den Seiten der Retromops-Züchter nachvollziehen. Guckst du hier: http://www.zuechterkreis-retromops.de/

    Bevor ich mir einen reinrassigen, aber dafür kranken Mops kaufe, kaufe ich mir nen durchdachten Mischling.

    Über etliche Jahrzehnte hat man es geschafft diese Rasse total zu versauen und es wird mindestens genausoviele, eher mehr, Jahrzehnte benötigen, bis das wieder geradegebogen ist. Schließlich ist der Genpool ja immer kleiner geworden. Vermutlich wird es tatsächlich nur über Einkreuzungen gehen. Aber nur weil die erste oder zweite Generation nach dem Einkreuzen einige Welpen eine etwas längere Schnute haben sagt das nichts darüber aus, wie die Atemwege von innen aussehen, oder über Gelenke/Knochen oder über Stoffwechsel/Allergien. Bin zwar nicht so der Genetikcrack, aber imho ist in der F1 Generation sogar nur ein Drittel mit dem gewünschten Merkmal. Und wenn man dann Pech hat hat der eben keine Atemprobleme, sondern massive Hautprobleme...
    Das muss den Käufern klar sein!!! Ansonsten ist das auch wieder nur Geldmacherei!

    Man kann in relativ wenigen Generationen einen Phänotyp massiv beeinflussen und verändern, wenn man will. Es wird seine Zeit brauchen, das ist klar. Ein Grund mehr, eine Fremdrasse einzukreuzen.

    Es gibt sicherlich noch andere gesundheitliche Probleme des Mopses, auf die geachtet werden muss. Aber wieso sollte es da beim Retromops schlimmer aussehen, als beim reinrassigen Mops? Es ist doch eher so, dass "frisches Bkut" gesundheitlich Vorteile mitbringt.

    Die kurze Nase ist der Grund für die Probleme des Mopses, mal ganz einfach gesagt. Die Organe sind zu groß, haben zu wenig Platz. Man schafft mehr Platz. Das lässt die Probleme nicht bei jedem Mopsmix verschwinden, ganz klar. Wenn ich Pech habe, habe ich auch nen röchelnden Mopsmix.

    Ich wiederhole mich nur ungern, aber ja, dafür ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer. Ich hoffe (!) diese Züchter schaffen es, einen Mopstyp zu schaffen, der mopsfidel die Herzen der Menschen erfreuen kann.

    Ist lange nicht erwiesen, das diese Mischlinge gesünder sind!

    Große Studien dazu gibt es wohl leider wirklich nicht. Verglichen hat man Mops und Retromops allerdings schon mal (allerdings mit sehr sehr wenig Hunden): https://edoc.ub.uni-muenchen.de/14704/1/Martin_Verena_Marlene.pdf

    Wie gesagt, die WAHRSCHEINLICHKEIT, dass ein Mopsmischling, der mit dem Hauptaugenmerk "Gesundheit" gezüchtet wurde, eben gesünder ist als ein "Rassemops" ist größer - weil die Mopsmerkmale erstmal zurückgedrängt wurden.

    Ich denke nicht, dass wild produzierte Mops-Mischlinge die Alternative zum Mops sind. Da wird einfach was "längernasiges" mit dem Mops verkreuzt und die F1 Generation dann als "gesundeter, neuer Mops" verkauft.

    Wild produzierte Mischlinge sind sicher keine Alternative. Mopsmischlinge, wo Fremdrassen eingekreuzt werden und mit "geglückten" Exemplaren weitergezüchtet wird, mMn aber schon. Es wird nicht nur die F1 Generation angestrebt, sondern ein vitaler Mopstyp.

    Warum hat man solche Angst vor Hybridzucht? Im Gegensatz zum Gedoodle, kann man beim Mops doch eigentlich nur gewinnen.

    Es gibt ja mittlerweile mehrere, ich glaube zwei?, Vereine die versuchen einen gesünderen Mops zu züchten. Natürlich weiß man nicht so genau wie beim Mops selbst, was dabei rauskommt. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Hund weniger Probleme hat als ein rassereiner Mops ist größer - und das wäre mir die Mühe wert.

    Irgendwo muss man ja ansetzen. Ich würde versuchen so viele Hunde wie möglich der einzelnen Züchter zu sehen und mir dann ein Urteil bilden. Wie gesagt, die "Altdeutschen" Möpse hier sind toll!

    @Superpferd es geht doch genau darum, dass sich die Anatomie der Hunde zum positiven ändert - und das wird mit einer Einkreuzung sehr viel schneller gehen, als ohne. Was soll man also deiner Meinung nach tun, wenn man einen Mops haben möchte?