Beiträge von Getier

    Okay ... was haben diese vier Hunde gemeinsam, ausser dass sie ein neues Zuhause suchen? Ich versuche das mal, aufgrund der Texte, zusammenzufassen:

    Odin - sucht explizit erfahrene Hundemenschen, da er problematisch mit Artgenossen ist (das ist der Abgabegrund - nicht mehr händelbar - und bei einem Hund, mit dem auf die BH Prüfung hingearbeitet wurde, gehe ich davon aus, dass man wenigstens engagiert bei der Sache war; heißt, sitzt wohl tiefer das Problem), ausserdem "hütet" er Kinder.

    Siro - ist ein Angstkandidat, dem man sicher durch die Welt begleiten muss; hat Angst vor Menschen bzw. Kindern, Fahrrädern. Der Hund ist noch sehr jung und es würde mich nicht wundern, wenn diese Angst in den nächsten Monaten in (Angst-)Aggression umschlägt. Kann man natürlich nur mutmaßen, wundern würde ich mich aber nicht. Sonst scheint er ja ein netter Kerl zu sein.

    Lutz - sucht auch Menschen mit "jeder Menge Erfahrung" die "ihm Sicherheit geben", weil er sich an der Leine aufführt wie der Hund von Baskerville. "Sehr eigenständig" und "orientiert sich nach Lust und Laune am Menschen" ist natürlich Geschmackssache, macht die Erziehung aber nicht einfacher und Bock auf Hundesport/Platz hat so ein Hund auch nur selten.

    Roxanne - klingt nach einem jungen Hund, der viel Spaß machen kann. Ist aber erst sehr kurz in der Pflegestelle, so dass man mit Beschreibungen zurückhaltend sein muss. :ka:

    Also wenn ihr meint, ich kann mit einem Tierschutz Hund, den ich überhaupt nicht einschätzen kann, wo ich nicht weiß was er erlebt hat und wo ich noch weniger weiß, wie er auf meine Unsicherheiten reagiert, besser klarkommen..

    Was heißt "den du überhaupt nicht einschätzen kannst"? Den kannst du kennenlernen und den jetzigen Besitzer oder "Vermittler" ausfragen. Ist ja nicht jeder Tierschutzhund eine absolute Wundertüte, bei vielen weiß man doch ungefähr wie sie vorher gelebt haben, wie sie sich mit anderen Hunden/Menschen verstehen, ob es irgendwelche Besonderheiten gibt, etc. pp.

    Nun gut, einen Hund aus dem Ausland, ausgewählt durch "sieht nett aus" halte ich auch für eine schlechte Idee. Aber ein älterer Hund von privat (die großen RZV haben oft auch Listen mit älteren Abgabehunden), einem deutschen Tierheim oder aus einer deutschen Pflegestelle finde ich eine gute Idee.

    Das Problem, welches ich bei dir (und bei allen anderen, die noch nie einen Hund besessen haben) sehe ist: Rassebeschreibungen, gerade wenn sie detailierter sind, versteht man meist erst so richtig, wenn man Hundeerfahrung hat. :D

    Es gibt unglaublich viele Begriffe die einem fremd sind, wenn man bisher nichts mit Hunden zu tun hatte und selbst wenn man "schon mal davon gehört" hat, weiß man noch nicht unbedingt was genau damit eigentlich gemeint ist und/oder welche Probleme daraus resultieren können. Vieles wird in den Beschreibungen geschönt und blumig dargestellt, was es nicht einfacher macht. "Familienhund" schreibt man jedem Hund auf die Kappe, denn klar ist: Jeder Hund, der in der Familie lebt, ist ein Familienhund - und das können in irgendeiner Form dann doch die meisten Hunde.

    Ich würde auch zum netten, mittelgroßen Tierschutzhund raten - oder aber mal Züchter der für dich interessanten Hunderassen treffen und ausfragen. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja in nächster Zeit eine der großen VDH Ausstellungen? Da gibt es auch immer eine Reihe von Ständen der verschiedenen Rassezuchtvereine mit Ansprechpartnern...

    wenn jmd fragt kann ich den streicheln, kann ich sagen, der hat das nicht so gerne und wenn er dazu eher auf Distanz geht oder sogar im schlimmsten Fall nach vorne, bin ich von mkr aus die Halterin mit dem gefährlichen Hund, das ist mir lieber,

    Erm, ja - und genau diese Einstellung finde ich bedenktlich. Es mag am Anfang komisch sein fremden Leuten etwas zu verbieten, was viele dieser Leute als Selbstverständlichkeit ansehen... aber das lernt man mit der Zeit und mMn ist das die bessere Option als sich damit rauszureden, dass der Hund halt keine Menschen mag und diesen das im Fall der Fälle unter Beweis stellen zu lassen. :lepra:

    Sicherlich gibt es auch was zwischen "findet alle umwerfend toll" und "macht Hackfleisch draus"; aber mit blöden Gestalten wird man es immer zu tun haben.

    Aber das ist ja das was ich meine, es wäre ja schon mal hilfreich, wenn der Hund zeigt, dass er da kein Fan von ist und mich da "unterstützt",

    :ugly: wenn meine Schäferliese mich in dieser Hinsicht unterstützen dürfte, hätte ich nach den ersten drei Begegnungen das Ordnungsamt im Haus, da bin ich mir sicher!

    Die Menschen akzeptieren einen "bösen Hund" noch weniger als einen bösen Halter, da sei dir sicher! Du bist immer die Doofe, die den Hund/die Umwelt schützen muss - entweder so, oder so.

    Aber gerade weil sie so gegensätzlich sind kann man dich davon ausgehen, dass NICHT die blöden Eigenschaften beider Hunde veerbt werden. Klar kann es ein Goldie im Australian Sheperd Pelz werden und andersrum. Aber irgendwan werden sie ja von der anderen Seite mitbekommen haben.

    Nö... du solltest vom worst case ausgehen und scheinbar passen beide Rassen nicht wirklich zu dir, was erhoffst du dir also durch eine wilde Mischung? Leg noch ein paar Euros drauf und du bekommst einen gesunden, sorgsam gezüchteten Rassehund wo du wenigstens eine Ahnung hast, was auf dich zukommt.

    Vererbung ist ja ein bisschen komplexer als "rot + blau = lila". Mir fällt einfach kein plausibler Grund ein, warum man gerade diese so unterschiedlichen Hunderassen kreuzen sollte. Will ich einen fröhlich-freundlichen Jagdhund oder einen ernsten Wach-Hüte- und Hofhund?