Zitat
Den Satz mit dem "in Watte packen" habe ich jetzt nicht genau verstanden. Kannst Du noch mal erläutern, wie Du das meinst?
Wie meine ich das genau... Eigentlich so, wie es hier oft geschrieben steht. Alles muß absolut perfekt sein für den Hund, alles andere scheint absolut indiskutabel. Der Hund muß (den menschlichen Ideen entsprechend) absolut perfekt leben. Er muß gebarft werden, darf nie allein sein, muß im Schlafzimmer schlafen, darf nur noch Geschirr tragen, auf keinen Fall ein Stöckchen auch nur schief ansehen, muß mit auf jede Feierlichkeit, darf nie böse angeschaut werden usw. usw. usw.
Für mich grenzt dieses ganz einfach an ein "in Watte packen". NIE was außerplanmäßiges, alles immer in absolut geregelten Bahnen - und dann wundert man sich, warum der Hund durch dreht, wenn z.B. Besuch kommt.
Das jetzt nur mal als krasses Beispiel.
Wenn ich 25 Jahre zurück denke, da war Hundehaltung noch viel unkomplizierter. Sicher befürworte ich nicht, daß es zu der Zeit eben noch Gang und Gebe war, daß man mit gerollter Zeitung erzog - aber: Ich habe auch den Eindruck, daß durch weniger Betüddelei die Hunde auch wesentlich weniger Probleme machten. Ich weiß natürlich, daß bei weitem auch nicht alles Gold war, was da so glänzte und vieles von früher lehne ich abgrundtief ab - aber in welche Richtugn sich HUndehaltung heute entwickelt, sehe ich auch recht kritisch.
Man hat manchmal den Eindruck, daß Hunde vor lauter krampfhaften Bemühungen der Besitzer, alles aber auch wirklich alles 100 %ig richtig zu machen, gar keine Chance mehr haben, wirklich Hund zu sein... Intuition und Gefühl in der Erziehung und im Leben gehen verloren, es MUSS nach Plan B von Hundeguru XYZ laufen usw.