Hallo Nadine!
Ich finde hier "Ferndiagnose" sehr explosiv und würde euch dringend raten, euch mal jemand fachkundigen ins Haus zu holen, der sich das anseht.
Im übrigen würde ich das Knurren ans ich nicht verbieten. Knurren ist warnen und wenn du es dauerhaft verbietest, wird der Hund irgendwann ohne Vorwarnung zubeißen. Im übrigen kann es durchaus sein, daß er euren Kleinen zwar am Spielzeug toleriert, aber für nicht so erfahrene Menschen sind oft die Signale, die so ein Hund, der zum Beute verteiden neigt, aussendet, kaum zu erkennen.
Generell solltet ihr eine strikte räumliche Strukturierung vornehmen. Euer Hund braucht einen Platz, an dem euer Kind NIE etwas "zu suchen" hat. Am besten fern ab von jedem Trubel, fern ab von jedem "Durchgangsverkehr" irgendwo in einer Ecke hinten in einem Raum. Also wirklich eine Rückzugsmöglichkeit. Dort würde ich zur GEfahrenvermeidung den Hund füttern und NUR dort dürfte mein Hund dann fressen. Generell gilt in so einer Situation natürlich, daß nichts fressbares rumliegen darf.
Dann würde ich anfangen, daß ich den Hund fast ausschließlich nur noch aus der Hand füttere und dort ganz gezielt auch das Kind (soweit verständig genug, ich bin da nicht so der Held im Kinder einschätzen *g*) mit einbinden. Also IHR haltet den Napf und IHR gebt dem Hund aus dem Napf das Futter. Wie gesagt, wenn möglich, sollte euer Kind auch immer mit füttern. Wenn das gut klappt, würde ich es so machen, daß ich die Futterportion behalte, das Napf auf die Erde stelle und Häppchenweise das Futter eingebe. Daß der Hund also nicht das Futter als seins ansieht, sondern daß er ganz gezielt sieht, daß es von euch kommt und eben AUCH von eurem Kind und daß er keinerlei Gefahr läuft, etwas weg genommen zu bekommen.
Nächste Trainingseinheit wäre, daß ich an der Toleranz des Hundes arbeite, Beute abzugeben. Ob nun Futter oder Spielzeug. Wichtig ist aber: Nicht einfach wegnehmen, sondern biete ihm IMMER was besseres an. Wenn er z.B. einen Kauknochen hat und du möchtest das AUS üben, dann präperiere dich mit Leberwurstbrot, daß du gegen den Kauknochen eintauschen kannst usw. Er muß lernen, daß er IMMER einen Ersatz, wenn nicht sogar noch was besseres zu erwarten hat, wenn er erstmal abgibt.
Aber wie gesagt, ich würde mir wirklich jemanden ins Haus holen. Euer Hund ist noch lange nicht erwachsen, er wird noch einiges an pubertären Phasen durchlaufen und da ist es m.M. nach ganz wichitg, daß mal wer schaut, wie euer Leben läuft mti dem Zwerg und wo da was falsch läuft - oder eben ob der Hund vielleicht aufzuchtbedingt so ist.