Beiträge von Terry

    ein bischen ins grübeln komme ich hier schon.
    Auch Barry hat in seiner Prügelzeit nie einen Hund gebissen. Er hat sich auf sie gestürzt, sie haben sich schreiend hingeschmissen und gut wars.
    Und das muss ich jetzt als Hundehalter tolerieren. Stell dich nicht so an, was kommt dein Hund meinem zu Nahe?
    Dann hätt ich mir die ganze Arbeit ja sparen können und Barry weiterprügeln lassen können. Scheint bei einigen hier ja normal zu sein.

    Es gehören immer 2 dazu. Natürlich sollte jeder auf seinen Hund aufpassen. Aber dann auch bitte JEDER. Und ein großer Hund hat nun mal keinen kleinen zu jagen! Da ist der Halter des Schäferhundes (oder auch jeglicher anderer Rasse) gefragt. Elis Hund wurde schon mal von diesem Hund angepöbelt als ihr Hund an der Leine war (darf man sich erst aufregen wenn man zum TA muss?).

    In allen Hundeverordnungen steht das freilaufende Hunde unter Kontrolle zu halten sind. Und das gilt auch für den Schäfer. Darauf würde ich schon bestehen, wobei eine Anzeige hier nichts bringt, aber ein sachliches, klärendes Gespräch muss her.

    da ihr den Hund erst seit Freitag habt, braucht ihr viel Geduld. Er muss erst einmal bei euch ankommen. Ihr seit noch Fremde. Eure "Stellung" müsst ihr euch erst einmal verdienen. Bei Barry und mir hat es 1 1/2 Jahre gedauert bis wir unseren gemeinsamen Weg gefunden haben.

    Die alten, pauschalen "Dominanzregeln" helfen nicht wirklich (da wo es "funktioniert" hat es vorher einfach gar keine Regeln gegeben). Wäre ja schön, dann hätten kein Hundebesitzer mehr Probleme.
    Ihr müsst wissen was ihr von eurem Hund erwartet, was ihr duldet was nicht. Das muss ihm Ruhig aber Konsequent beigebracht werden.
    Vielleicht wäre Hilfe vor Ort nicht schlecht. Dann kann euch in der jeweiligen Sitution sofort geholfen werden.

    Buchempfehlungen von mir wären: Günther Bloch "Der Wolf im Hundepelz" und "Das Alpha-Syndrom" (der Name des Autors ist mir entfallen, habe es verborgt). Da sind viele Tips wie ihr IN eurem Zusammenleben langsam aber sicher als "Chef" bzw. Vertrauensperson (der man alles glauben kann) euch hocharbeiten könnt.

    Zitat

    Hätte ich es nicht gemacht , dann würden meine heute noch in die Wohnung machen (die sind jetzt 8 und 9 Jahre alt)


    und woher weist du das? Hast du eine Kontrollgruppe dazu parat, mit der du das nicht gemacht hast und die heute noch nicht Stubenrein sind? :???:

    ist er regelmässig mit einem Beinhebenden Rüden zusammen? Der Dackelmix meiner Freundin hatte es sich von Barrys Vorgänger Balu auch sehr früh abgeschaut (hab aber keine Ahnung mehr wie alt Paulchen war, war aber auch sehr früh).
    Aber 10 Wochen; schon eine Leistung :D .

    ein Hund ordnet sich unter, wenn man ihn artgerecht behandelt (hundegerecht). Liegt in seiner Natur. Die klassische UO, die wir als Erziehung betiteln, wurde auf Hundeplätzen erfunden. Es sind und bleiben Tricks. Sie haben mit dem Hundeleben nichts zu tun und zeigen einem Hund keine Regeln auf.

    Darum würde ich in dem Moment auch mit Leckerli arbeiten. Auch die BH hat nichts mit Erziehung zu tun. Alles eine Erfindung des Menschen und Augenwischerei.

    Ich kenne genug Hunde die noch nicht mal Ansatzweise eine UO gesehen haben und die passen sich dem Alltag, ihrem Besitzer und der Umwelt super an. Ne, ne BH kann man mit denen nicht laufen (mit Barry übrigens auch nicht). Na und. Sie kommen wenn man sie ruft, pöbeln nicht mit anderen Hunden, belästigen keinen Menschen. Das ist Erziehung. Anpassung in das entsprechende Umfeld.

    UO: wenn man daran Spaß hat (also auch der Hund); wenn man Sportarten mit seinem Hund macht und Hundi damit ausgelastet ist. Jedem das Seine. Aber zu sagen UO ist Erziehung: da sage ich > NÖ
    :D .

    Zitat

    Sorry, aber für mich steht der Mensch (auch wenn ich Tiere manchmal für die besseren Menschen halte) immer noch über den Tieren!


    was hat das denn damit zu tun? Muss ein Tier deswegen sein Tiersein aufgeben? Bitte nicht dem Tier eine Verantwortung zuschieben! Das sind oft die Fälle die bitterböse enden.

    Wir holen uns Tiere ins Haus, wir haben die Verantwortung! Immer und Überall. Weder das Kind noch der Hund können eine Verantwortung übernehmen.

    Fakt ist: ich kenne keinen Hund, der seinen Besitzer abschnappt, wenn es nicht notwendig war. Will heißen: behandele ich einen Hund von Anfang an artgerecht (übernehme also souverän die Führungsrolle), wird es gar nicht vorkommen. Er wird sich alles gefallen lassen.

    Kommt es zu Drohungen von Seiten des Hundes muss das Verhältnis zum Hund gut überdacht werden und es müssen sinnvolle Änderungen vorgenommen werden. Dazu gehört aber immer ein Gesamtbild. Einzelne Situationen in kurzen Zeitfenstern sind nicht geeignet um den Grund zu erfahren bzw. sagen zu können was verändert werden muss.

    In solchen Fällen ist es immer Notwendig sich Rat von einem Fachmann vor Ort zu holen (und hoffen das man auch wirklich einen gefunden hat).

    bei solch einem Problem steht für mich als erstes im Vordergrund die Familie zu "therapieren". Irgendwelche erziehungstechnische Dinge in die Hände geben, die schon rein emotional gar nicht durchgeführt werden (da entw. kein Interesse oder nicht Konsequent genug) kämen für mich in diesem Fall nicht in Frage.
    Wenn 1 1/2 Jahre sich solche Dinge entwickeln konnten, sehe ich keine Möglichkeit den Hund zu erziehen. Denn der ist das kleinste Problem.

    Entweder die Familie entscheidet sich den Hund als Famlienmitglied aufzunehmen (und ihm gerecht zu werden) oder dein letzter Satz ist keine Diskussion sondern ein Muß.

    nö, beim Herdi ist es nicht wurscht. Ich glaube der Fehler liegt eher darin, daß hier "nur" ein Problem gemerkt (beachtet?) wird.
    Der komplette Umgang sollte vor Ort von einem erfahrenen Trainer angesehen werden (Erfahrung mit selbständig arbeitenden Hunden sollte vorliegen).

    Einen Herdi mit Unterdrückung klar machen zu wollen wer "das Sagen" hat kann gewaltig nach hinten los gehen (spätestens in einem Jahr kann es dann übel werden).

    Oft kann auch der Beteiligte die Situation nicht wirklich mehr beschreiben (hat der Hund geschlafen?). Hunde die sich erschrecken reagieren z.B. so. Glaube nicht das der Hund die Gabel als Ressource verteidigt hat (herunterfallende Dinge?).

    Impfen sollte kritisch gesehen werden. Eine Grundimmunisierung voraussgesetzt glaube ich schon das diese Nachimpfungen überflüssig sind. Tollwut ist zwar keine Pflicht aber die 3Jahresimpfung ist mir sicherer.

    Bei Beißunfällen wird meines Wissens nach der Tollwutimpfung geschaut und der Hund kann ohne Nachweis einfach mal so einkassiert werden.

    Da hätt ich doch Bedenken das ich meinen Hund nicht wieder bekomme und er eingeschläfert wird. Für den Gebissenen kann das auch nach sich ziehen, daß er vorsorglich gegen Tollwut geimpft wird.

    so pauschal > Spiel ist immer ein Machtkampf> sehe ich es nicht. Es kann aber ganz schnell Kippen. Je übermütiger das Spiel ist (vor allen Dingen bei fremden Hunden sehe ich das öfters) umso eher kann es Ernst werden (und in einem Machtkampf enden). Wenn z.B. der Mitspielende nicht abbricht wenn der andere es durch Körpersprache fordert oder wenn in Rangeleien sich reingesteigert wird.

    Aber das größte Problem ist, wie schon angesprochen, das der Mensch das Verhalten der Hunde nicht erkennt. Jagen eines anderen Hundes unterbinde ich aus Prinzip. Das gilt nicht, wenn die Hunde sich abwechselnd verfolgen bzw. immer wieder kurz abgebrochen wird um Kontakt aufzunehmen.

    Treffe ich auf 2 spielende Hunde, lasse ich Barry nicht dazu, außer die Beiden kommen auf Barry zu. Aber oft ist es dann kein Spielen mehr, sondern eher: einer gibt mehr an als der andere.

    Machtkämpfe dulde ich nicht. Was sollten Hunde, die sich fremd sind, untereinander regeln ? Sie bilden keine Gemeinschaft, treffen sich nur zufällig und trennen sich wieder. Ein bisschen aufbauen, Rumbrummeln und Angeben ist ja ok (ist gut für das Ego). Aber ist Barry nicht bereit mit den anderen Hunden einfach nur zu Toben und Spaß zu haben, muss er bei mir bleiben bzw. weiter gehen.