Beiträge von Terry

    Diese ganzen Prüfungen haben mit Alltagstauglichkeit nicht das geringste zu tun.

    Ich keinen keinen HH der seinen Hund DURCH diese Prüfungen Alltagstauglich bekommen hat. Das waren diese Hunde alle vorher schon.

    Obi und für die BH trainieren ist eine "Beschäftigung". Nicht mehr und nicht weniger.

    Habe selbst schon BH-Prüfungen vorbereitet, mich mit den Prüfern unterhalten und selbst diese händeln ihren Hund im Alltag anders und benutzen nicht die gängigen Kommandos. Diese werden nur für den Platz genutzt.

    Wer diese Form von Platzarbeit und den Alltag versucht zu mischen (ich spreche jetzt von "einfachen" HH, welche sich nicht so intensiv mit der Materie beschäftigen) haben, nach meinen Erfahrungen, im Alltag nichts aus den Prüfungen gebrauchen können.

    Das Platzkommando z.B.. Wann brauche ich es im Alltag: wenn ich in ein Geschäft gehe, wenn ich in ein Restaurant gehe, wenn ich irgendwo zu Besuch bin, wo noch?

    Bei allen Tätigkeiten im Alltag bin ich immer abgelenkt. Dies bedeutet das dieses Kommando wunderbar verwässert werden kann (und das passiert den "einfachen" HH unter Garantie), denn ich z.B. bin an diesen Örtlichkeiten um mich zu entspannen und nicht um den Hund im Auge zu behalten.

    Es tauchen hier immer wieder mal Fragen auf, weil Hunde die Kommandos nicht so "sauber" ausführen (Vorbereitung BH z.B.). Vielleicht liegt es ja auch daran, daß man versucht dies im Alltag zu verwenden und damit die "Korrektheit" auf der Strecke bleibt?

    Erwarte ich die gleiche Korrektheit im Alltag wie für Prüfungen, dann müsste ich mich 100%ig auf meine Hunde konzentrieren bzw. hätte in dem Moment nur noch Sportgeräte, welche sich draußen genauso (locker) "verkrampft" verhalten wie auf dem Platz.

    Wer Hunde ausbildet kann einzelne Elemente sicherlich für den Alltag nutzen, weil er anders an die Sache ran geht. Der "einfache" HH möchte einen Alltagstauglichen Hund (lockere Leine und der Abruf soll funktionieren).

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    wenn man mich fragt, ob das training etwas für den alltagsgehorsam gebracht hat: ja sicher. die bindung ist größer geworden, das vertrauen gestiegen und wir sind ein wirkliches team geworden. wichtig finde ich auch, dass ich durch das training gezwungen bin mir sehr viele gedanken darüber zu machen, wie meine körpersprache auf meinen hund wirkt und wie ich meinem hund bestimmte dinge vermitteln kann.


    den Effekt haben auch ZOS und (Spaß-)Agi. Alles was ich konzentriert MIT dem Hund mache, stärkt die Bindung, weil der Umgang ein anderer wird.

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    obedience ist perfektion und sicher nicht geeignet für ungeduldige menschen oder menschen die schnelle erfolge sehen wollen. man muss am ball bleiben, spaß an der unterordnung haben, an genauigkeit. diese perfektion brauche ich nicht im alltag. und es gibt doch immer leute, die spätestens beim sprung von der eins in die zwei die segel streichen. obedience ist meiner meinung nach schlecht geeignet für mal "nebenbei den hund beschäftigen", da halt genau die perfektion diese sportart ausmacht.


    jep. Wer merkt das er sich ernster damit befassen möchte, muss da auch mehr Zeit investieren und, meiner Meinung nach, die Alltagstauglichkeit muss vorher sitzen.

    Auf den Schoß nehmen, Zerrspiele machen usw., alles kein Problem.

    Nur wenn man so etwas möchte muss man Hundi gleichzeitig beibringen das dies auch mal nicht gewünscht wird, das nicht einfach auf den Schoß gehopst wird, daß auch beim Zerren Regeln beachtet werden müssen.

    Und da hapert es dann. Beides halte ich für überzogen: Gar nicht auf den Schoß, gar nicht zerren usw. genauso wie es ohne Regeln erlauben.

    Gerade für die Bindung ist Kontaktliegen und Kuscheln sehr wichtig für einen Welpen, Zerrspiele können sehr gut dazu dienen um auch bei Aktivität noch Regeln zu beachten lernen usw..

    Aber noch ist nichts zu spät: Bei allen Dingen, welche man mit Hund unternimmt, einfach Regeln einführen.

    Dann bricht weder Stuhl zusammen noch muss man immer langärmlich rumlaufen :D .

    mh, yane hat ein anderes Ziel. Sie macht Obi so wie es letztendlich aussehen soll: Perfekt.

    Das heißt jetzt nicht, Schoppenhauer, das du es nicht machst. Aber yane hat andere Anforderungen. Die Grundausbildung, also die gängien UO-Punkte sollten schon so weit sitzen, daß sie nicht erst bei 0 oder weniger ansetzen muss.

    Bei jeder Sportart kommt es letztendlich auf das Ziel an. So wie ich das in unserem Verein interpretiere ist eine Prüfung kein muss bzw. wird dies nicht als unbedingtes Ziel gesehen.

    Aber, wenn man will, kann man natürlich mit diesem Ziel das Training (dann, glaube ich, eher im Einzeltraining) ausbauen.

    Ich finde es schon sinnvoll, das es unterschiedliche Ansprüche gibt. Da findet dann jeder das Passende.

    Zitat

    Terry
    was meinst du denn mit "streng" gehandhabtes Obi-Training??
    ich sehs wie yane: lieber gleich auf Perfektion hintrainieren, bevor man dann noch 30mal dran rumdocktert...


    es geht zur Zeit mehr oder weniger um Auslastung. Ob Obi jemals wirklich ernsthaft verfolgt wird, weiß ich nicht (wohl eher nicht, siehe Beitrag Leela).

    Und warum sollte man nicht auch Obi ersteinmal etwas lockerer angehen. Locker heißt ja nicht "schlusen".

    Leela
    da UO nichts "Normales" für den Hund ist (ich sage dazu Tricks) kann man ihn mehr oder weniger nur mit Spieli oder Futter dazu "überreden". Darum ist es auch wichtig im Alltag noch ein paar Dinge zu ändern.

    yane
    Ne, vorher kommt erstmal der übliche Grundgehorsam. Hab ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt.

    Nur konnte ich auf anderen Plätzen schon beobachten, das dass Obi-Training da von Anfang an sehr "streng" gehandhabt wird.

    Bei meinem Verein sieht das alles etwas Entspannter aus (wird aber noch viele andere geben, die anders arbeiten).
    Irgendwann kommt natürlich auch der "strengere" Part. Wenn man an Prüfungen teilnehmen möchte.

    Obi soll letztendlich auch mehr als "Beschäftigung und Auslastung" dienen.

    Für mich ist ein rein konditionierter Hund nur bedingt Alltagstauglich.

    Numa und Frauchen brauchen, neben dem Grundgehorsam, erstmal eine gemeinsame Basis. Ansätze wurden hier schon gelegt.

    Der Grundgehorsam wurde, leider, über Futter konditioniert. Hund arbeitet also nicht mit, sondern hat nur ein Ziel: Futter. Alles Andere wird ausgeblendet.

    Numa ist eine aufgeweckte, neugierige Maus, die alles was sich bewegt jetzt natürlich Interessant findet.

    Das Obi, was in dem Verein angeboten wird, wird über viel Spiel und Spaß aufgebaut. Damit wäre der wichtigste Punkt, die Zusammenarbeit, erstmal abgedeckt.

    Also Leinenruck käme für mich gar nicht in Frage. Was soll dein Hund dabei lernen? Das geht auch Anders.

    Und wie dein Hund die Treppe hochgeht, ist allein deine Sache. Das geht ihn schon mal gar nichts an. Welche Seite ist wurscht. Da musst du sehen wie die Situation ist (ob dein Hund besser links oder rechts aufgehoben ist).

    Tipps zu geben ist eine Sache. Das sieht mir hier aber nicht so aus.

    Die zwei Dinge, Leinenruck und auf welcher Seite der Hund laufen muss, hat für mích keinen Stellenwert um zu lernen MIT dem Hund zu arbeiten.

    Wäre für mich ja schon wieder mal nichts.

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    Viele Besitzer müssen erstmal viel lernen und ihre Hunde auch,


    eben. Ich die Erfahrung gemacht habe: lieber genauuu und mit viel Hinterfragen eine HuSchu aussuchen, als eine Falsche (hier wimmelt es in den Hilferufen ja teilweise davon) und dann die Fehler ausbügeln müssen.

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    Weißt du wieviele Besitzer ich nachts laufen sehe, weil sie Hundekontakte fürchten


    Und bei denen kannst du mit Sicherheit sagen, daß es deswegen so ist weil sie keine HuSchu besucht haben? Solche Kandidaten kenne ich auch. Und diese haben Welpen- und Junghundgruppen besucht. Aber meine Erfahrung ist auch,dass das pauschalierte Beibringen von Kommandos oft (sehr oft) nicht hilft. Und dann werden diese Kunden im Regen stehen gelassen.

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    Ich bin der Meinung, dass man in guten Welpengruppen und Hundegruppen, egal ob in der Hundeschule oder im Verein, doch einiges lernen kann. Wobei ich dir beipflichten muss, es gibt da sehr große Unterschiede.


    Und da ist der Haken: eine Gute zu finden. Und vor allen Dingen eine Schlechte sofort zu erkennen. Da müsste, meiner Meinung nach, noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden.

    Zwar muss auch hier bei sehr vielen Themen eine HuSchu oder ein Trainer empfohlen werden. Aber der Rat ist natürlich nichst Wert, wenn man an den Falschen gerät.

    Aber trotz allem bleibt meine Festestellung

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    Und trotzdem wussten sie MTEINANDER umzugehen. In meinem Umfeld (natürlich nur ein sehr kleiner Bruchteil der Hunde Berlins) gab es nur sehr wenige Hunde die mit anderen unverträglich waren. Von den dreien, die ich kennen gelernt habe, waren 2 Hunde mit denen Training auf einem HuPlatz gemacht wurde (Rottweiler).

    Mit den anderen 100ten von Hunden, denen ich im laufe der Jahre begegnet bin, gab es so gut wie nicht Probleme.


    Und in der Zeit gabe es noch nicht so viele Informationen wie Heute. Vielleicht ist es darum etwas relaxter zugegangen, weil man einfach so gehandelt hat wie es zu jedem Einzelnen passte und keiner versuchte sich zu "verrenken" weil man ja alles Richtig machen wollte?

    Och, ich wäre froh mein "Welpimobil" sähe ein wenig schicker aus :D . Vielleicht nicht gerade so auffällig wie die abgebildeten. Aber ein wenig komisch sieht Askhiis Mobil schon aus.

    Habe mir gerade ein Kinderwagenunterteil geborgt und muss mir nun noch eine passende Box besorgen. Mit Brett und Tasche hatte es heute nicht so gut geklappt.

    Aber Barry hat endlich mal wieder eine richtig große Runde bekommen und Klein-Askhii musste nicht 1 1/2 Stunden laufen. Und konnte sich auch immer mal wieder aufwärmen.

    Wird wohl noch eine Weile unser Begleiter auf größeren Runden sein. Auf der Straße marschiere ich damit allerdings nicht rum.